Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grevesmühlen Aufräumen an der Wohlenberger Wiek
Mecklenburg Grevesmühlen Aufräumen an der Wohlenberger Wiek
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:59 15.02.2019
Das Seegras wird an der Wohlenberger Wiek aufgesammelt Quelle: Michael Prochnow
Anzeige
Wohlenberg

Sie sehen aus wie riesige Maulwurfshügel, die Berge, die sich am östlichen Ende der Wohlenberger Wiek auftürmen. Es sind die Überreste des schweren Januarsturms, der tonnenweise Seegras an Land geschwemmt hat. Die Gemeindearbeiter von Hohenkirchen sind seit Wochenbeginn dabei, das Seegras einzusammeln, zu Haufen zu schichten und abzufahren. Wohin der „Sondermüll“ am Ende gefahren wird, steht noch nicht fest. Aber bis es soweit ist, haben die Männer ohnehin alle Hände voll zu tun. Denn bevor der

Norbert Klafack in seinem Traktor. Quelle: Michael Prochnow

Traktor die Pflanzenreste zusammenschieben kann, ist Handarbeit gefragt. „Da liegen noch alle möglichen Sachen drin, die müssen wir mit der Hand raussammeln, Holz zum Beispiel. Und das dauert“, sagt Norbert Klafack, der mit seinem Kollegen Ramon Thegler derzeit am Strand für Ordnung sorgt. „Ich habe schon viel gesehen, aber so einen Sturm gab es lange nicht.“ Das Wasser sei sogar über die Straße gelaufen, sagt Ramon Thegler. „Von der Rasenkante fehlt auch ein ordentliches Stück.“ Vor allem im Bereich des Campingplatzes Liebeslaube habe der Sturm einiges an Sand abgetragen. Der restliche Bereich der Bucht – eine Hälfte gehört zum Gebiet von Hohenkirchen und die andere zu Klütz – ist glimpflich davongekommen. Dafür hat wohl auch das Seegras gesorgt, das nun vor allem die Hohenkirchener Seite bedeckt. „Die Klützer haben nicht ganz so viel

Ramon Thegler, Gemeindearbeiter von Hohenkirchen, an der Wohlenberger Wiek Quelle: Michael Prochnow

abgekriegt“, erklärt Ramon Thegler und blickt über die Bucht. „Bei Sonne lässt sich das hier aushalten, aber am Montag bei Wind und Regen war das nicht so doll.“ Wie lange die Arbeiten insgesamt dauern werden – fünf Männer der Gemeinde sind dort im Einsatz – lässt sich noch nicht absehen. Positive Überraschung: Es liegt verhältnismäßig wenig Müll zwischen den Pflanzen. Davon hätten die Männer mehr erwartet. Unmittelbar nach dem Sturm hatte Umweltaktivistin Astrid Appel aus Hohenkirchen bereits mit Freiwilligen Müll entlang der Küste an der Wohlenberger Wiek eingesammelt. Davon profitieren nun Norbert Klafack, Ramon Thegler und seine Kollegen.

Auf jeden Fall werden die Besucher in den nächsten Wochen, sofern es keinen weiteren Sturm mit Hochwasser gibt, einen sauberen Strand vorfinden. „Wenn wir fertig sind, dann sieht alles wieder schick aus“, sagen die Gemeindearbeiter. „Aber bis dahin haben wir noch ordentlich zu tun.“

Ein Blick zurück zum Jahreswechsel und auf die Aufräumarbeiten

Auf der Klützer Seite der Wohlenberger Wiek müssen sich die Spaziergänger noch etwas länger mit dem Seegras abfinden. Wie eine Nachfrage beim Amt Klützer Winkel ergab, solle Strand der Wohlenberger Wiek auf dem Gebiet der Stadt Klütz erst kurz vor Beginn der Saison vom Seegras und Treibgut bereinigt werden. Verwaltungsmitarbeiter Arne Longerich erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Gemeinde Hohenkirchen die Aufräumarbeiten durchführen könne, da sie eine eigene Maschine zur Seegrasberäumung gekauft habe. Die würde jetzt außerhalb der Saison getestet werden. Für die Stadt Klütz bereinigt eine externe Firma den Strand. Allerdings erst in einigen Wochen.

Michael Prochnow

Grevesmühlen Kinder erkunden den Pfeilstorch - Kinder erkunden Pfeilstorch im Schloss

Das Museum in Schloss Bothmer in Klütz bietet verschiedene Programme für Kinder. Eine Gruppe aus einem Hort in Wismar hat jetzt als Ferienprogramm die Geschichte des Pfeilstorchs erforscht.

13.02.2019

An der ehemaligen innerdeutschen Grenze setzen sich Jugendliche und ihre Betreuer für die Artenvielfalt ein. Die Schüler der Freien Waldorfschule arbeiten unweit von Selmsdorf, Lübeck und Palingen.

13.02.2019

Nervös wurde ein 31-Jähriger beim Erscheinen einer Polizeistreife auf dem Bahnhof in Wismar. Nicht ohne Grund: Er hatte Marihuana im Gepäck.

13.02.2019