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Grevesmühlen Ältere fordern mehr Unterstützung von Politikern
Mecklenburg Grevesmühlen Ältere fordern mehr Unterstützung von Politikern
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11:45 11.07.2019
Die Senioren des Sozialverbands Boltenhagen/Klütz treffen sich alle zwei Wochen zum Kegeln im Feriendorf in Wohlenberg. Quelle: Malte Behnk
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Wohlenberg

 Die Senioren im Klützer Winkel sind sehr aktiv und kümmern sich selber darum, dass sie ausreichende Beschäftigungen haben. Im Seniorenverein Klützer Winkel und im Sozialverband Boltenhagen/Klütz sind sie organisiert. Nach den Kommunalwahlen, die einige Veränderungen mit sich brachten, haben die Älteren jetzt Forderungen an die Politik. Sie wünschen sich mehr Unterstützung.

Die Gruppe des Sozialverbands hat in Klütz und in Boltenhagen etwa 50 Mitglieder. Sie haben über das Jahr ein buntes Programm mit vielen Ausflügen und regelmäßigen Treffen. So steht alle zwei Wochen das Kegeln im Feriendorf Wohlenberg im Kalender, bei dem die älteste Teilnehmerin schon 85 Jahre alt ist.

„Wir unternehmen sehr viel“, sagt Waltraut Witt aus dem im Mai neu gewählten Vorstand. Dabei bekommen sie Unterstützung von einigen Sponsoren aus Klütz und Boltenhagen, ohne die die Aktivitäten nicht möglich wären. „Gerade gab es ein Grillfest mit mehr als 40 Teilnehmern im Dorfclub Redewisch, wir machen im September eine Fahrt mit dem Busunternehmen Oppermann nach Warnemünde und wir laden Boltenhagens neuen Bürgermeister zum Kaffeetrinken ins Seehotel ein“, sagt Witt. Dann wollen die Senioren ihre Wünsche an Raphael Wardecki (Grüne) richten.

Seniorenverein und Sozialverband

Für die älteren Menschen im Klützer Winkel bieten zwei große Vereine Gemeinschaft, Freizeitgestaltung und Beratung.

Beim Sozialverband Deutschland Ortsverband Klütz / Boltenhagen sind Ansprechpartner Waltraut Witt in Boltenhagen und Renate Büstrin in Klütz.

Beim Seniorenverein Klützer Winkel ist Jürgen Schossow in Boltenhagens Ortsteil Tarnewitz Ansprechpartner.

Der Seniorenbeirat der Gemeinde Boltenhagen ist außerdem ein Ansprechpartner für ältere Bürger. Er hat einen Brief- und Kummerkasten in der Sparkassenfiliale in Boltenhagen.

Unter anderem haben sie Vorschläge, wie manche Stellen in ihren Wohnorten sicherer werden könnten. „In Tarnewitz gibt es eine gefährliche Stelle, wo der Ostseeküsten-Radweg am Klausner auf die Tarnewitzer Straße trifft. Da hätte sich schon mancher Radfahrer fast totgefahren“, sagt Waltraut Witt. An anderen Stellen halten die Senioren Überwege für Fußgänger für wichtig.

Das alte Gerätehaus am Dünenweg in Boltenhagen könnte zum Seniorentreff umgebaut werden. Quelle: Malte Behnk

„Wir haben auch keinen eigenen Raum für unsere regelmäßigen Treffen, in denen wir auch mal unter uns sprechen können“, sagt die neue Vorsitzende des Ortsvereins im Sozialverband, Renate Büstrin. Die Klützerin spricht dabei sowohl für das Ostseebad als auch für die Schloss-Stadt. „Wir weichen immer aus und müssen immer irgendwo bitten“, sagt Waltraut Witt.

Zwar kämen Gastronomen wie das Seehotel und das Hotel John Brinckman in Boltenhagen sowie das Landhaus Klützer Eck den Senioren immer entgegen. „Aber es wird dann auch immer erwartet, dass wir etwas essen oder trinken“, so Renate Büstrin. In Klütz können sich die Senioren zwar im

Im Jugendclub Bax in Klütz treffen sich Jugendliche aber auch die Senioren. Quelle: Malte Behnk

Jugendclub treffen, er steht aber die meiste Zeit den Jugendlichen der Stadt zur Verfügung.

In Boltenhagen setzt sich Jürgen Schossow aus dem Seniorenverein Klützer Winkel seit einiger Zeit dafür ein, dass zum Beispiel im leer stehenden ehemaligen Gerätehaus der Feuerwehr am Dünenweg ein Raum für die Treffen der Senioren eingerichtet wird.

Boltenhagens neuer Bürgermeister Raphael Wardecki (Grüne) steht diesem Wunsch grundsätzlich positiv gegenüber und auch die alte Gemeindevertretung mit dem bisherigen Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) hatte erste Schritte unternommen, das alte Gerätehaus umzubauen. Dort soll auch der Jugendclub untergebracht werden, der mit dem Umbau des Hortes an der Grundschule wegfallen wird.

Malte Behnk

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