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Grevesmühlen So viel Landtechnik präsentiert das Agrarmuseum in Dorf Mecklenburg
Mecklenburg Grevesmühlen

So viel Landtechnik präsentiert das Agrarmuseum in Dorf Mecklenburg

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17:00 25.02.2020
Dr. Björn Berg mit der Broschüre „Ein Gang durch die Geschichte der Landtechnik in Bildern“, die das Museum zur Sonderausstellung „Landmaschinenbau in Ostdeutschland – gestern und heute“ herausgibt. Quelle: Haike Werfel
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Dorf Mecklenburg

Im Jahr 1978 als „Traditionsstätte der sozialistischen Landwirtschaft“ eröffnet, dokumentierte das Kreisagrarmuseum in Dorf Mecklenburg südlich von Wismar die Agrarpolitik der DDR. Diese Dauerausstellung wurde im Jahr 2011 komplett neu gestaltet. Seitdem vermittelt sie einen Einblick in die Entwicklung der Landwirtschaft und des dörflichen Lebens im Nordosten Deutschlands seit etwa hundert Jahren. Das ist einmalig in Mecklenburg-Vorpommern.

Besucher können auf ihrem Rundgang eine Vielzahl von Objekten, Dokumenten und Fotos zu den Bereichen Landtechnik, Haus- und Hofwirtschaft, Lebensumfeld sowie zu politischen Ereignissen entdecken. Die Sammlung seit der Museumsgründung bildet den Grundstock des heutigen Museumsfundus.

Maschinen und Geräte im überdachten Freigelände

Im Laufe der Jahre unterlag das etwa 2,5 Hektar große Museumsareal einer ständigen Veränderung. Auf dem zum Teil überdachten Freigelände befinden sich größere landwirtschaftliche und technikhistorische Maschinen, Geräte und Anlagen. Hervorzuheben sind zum Beispiel eine Wasserhebeanlage mit Windrad aus den 1920er Jahren, eine Stromerzeugeranlage von 1924 und ein spezielles Agrarflugzeug tschechischer Produktion von 1967. Neu ist ein Dreschkasten aus dem Jahr 1958. Der Clou: Er wurde aufgeschnitten und mit einer Fensterscheibe versehen. „Wenn nun am Rad gedreht wird, können Besucher sehen, was im Inneren des Dreschkastens passiert“, erläutert Museumsdirektor Dr. Björn Berg.

„Märchenwiese“ und Fachwerkhaus

Zum Museumsgelände gehört auch eine „Märchenwiese“. Hier finden im Laufe des Jahres verschiedene Veranstaltungen statt, unter anderem ein Familienfest im Juni und ein Ritterfest im Juli. In einem umgesetzten Fachwerkhaus mit Steinbackofen informiert eine Ausstellung über die interessante Geschichte des hier vorbeifließenden „Wallensteingrabens“. Von hier führt ein Fußweg zum Besucherparkplatz an der Bundesstraße 106. Auf dem Platz befindet sich eine aus DDR-Zeiten stammende Denkmalanlage zur Bodenreform mit Großplastiken. Sie steht inzwischen selbst unter Denkmalschutz. Im Wirtschaftsgebäude an der B 106 will das Museum eine Bibliothek und eine Digitalisierungsstation einrichten, „um die Museumsstücke und Bücher zu digitalisieren“, erklärt Berg.

Veranstaltungen und Sonderschauen

Das Museum bietet seinen Besuchern zusätzlich saisonale Veranstaltungen an, beispielsweise ein Schlachtefest im Februar, eine historische Modenschau zum Frauentag, ein Oldtimertreffen im September, einen Musikerflohmarkt im Oktober und den Vor-Adventsmarkt im November. Des Weiteren finden hier Vorträge und plattdeutsche Nachmittage statt sowie Kunst- und Sonderausstellungen. Noch bis zum 13. April wird die sehr sehenswerte Schau „Landmaschinenbau in Ostdeutschland – gestern und heute“ gezeigt. Museumspädagogische Angebote runden das Spektrum der Einrichtung ab.

Geöffnet ist das Museum von November bis März nur montags bis freitags, in den übrigen Monaten täglich von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt beträgt drei Euro. Schüler, Azubis und Menschen mit Behinderung zahlen 2,50 Euro. Kinder im Vorschulalter haben freien Eintritt.

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Von Haike Werfel

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