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Grevesmühlen Premiere mit dem Filmstudio Grevesmühlen
Mecklenburg Grevesmühlen Premiere mit dem Filmstudio Grevesmühlen
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18:13 27.01.2019
v. l. Das Moderatorentrio Lucie Galda (13), Maya Kempke (14) und Lena Slomski (13) führte durch den Filmnachmittag.
v. l. Das Moderatorentrio Lucie Galda (13), Maya Kempke (14) und Lena Slomski (13) führte durch den Filmnachmittag. Quelle: Dirk Hoffmann
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Grevesmühlen

Die Stühle reichten fast nicht aus. Der Saal im Grevesmühlener Rathaus war mit über 200 Besuchern bei der gestrigen elffachen Premiere des Kinder- und Jugendfilmstudios mehr als gut gefüllt.

Die Besucher erlebten einen Filmnachmittag voller Spannung, Action und Dramatik. Da schauten sie zum Beispiel gebannt auf die Leinwand, als im Film „Die Glaskugel“ die als Schauspieler auftretenden Fünftklässler dem Schicksal einer möglichen Verwandlung entgehen wollten. Denn nachdem sie diese Kugel gefunden hatten, mussten sie mehrere Aufgaben lösen. Sonst wären sie zu einer der Holzfiguren, wie sie im Wasserwerk in Wotenitz stehen, geworden.

Bürgermeister Lars Prahler bei der Ehrung der Viertklässler der Fritz-Reuter-Grundschule, die in dem Film "Wenn die Turmuhr 4 mal schlägt" mitgespielt haben. Quelle: Dirk Hoffmann

Ganz zu verschwinden drohten die Akteure in „Wenn die Turmuhr 4 mal schlägt“. Die Viertklässler der Fritz-Reuter-Grundschule standen dazu ebenfalls vor einigen schwer zu meisternden Aufgaben. Auch da fieberte das Publikum sichtlich mit. Die Erleichterung über das Happyend war den Besuchern anzusehen. Sie sparten nicht mit Beifall.

Applaus gab es auch für die anderen, an diesem Nachmittag gezeigten Filme. Da hatten sich zum Beispiel in „Der falsche Bahnhof“ Zugreisende beim Aussteigen geirrt. Statt in Schwerin waren die Fünftklässler in Grevesmühlen gelandet. Ein für sie zunächst sehr unheimlicher Ort, wie sie glaubten. Denn sie hörten schreckliche Stimmen. Des Rätsels Lösung war ein gerade gezeigter Film im Bahnhof.

Unheimlich ging es auch in dem Film „De Waddermöhm vom Ploggensee – lebt noch heute“ zu. Da schienen die Kinder den Fängen einer Hexe zunächst in der St.-Nikolai-Kirche wehrlos ausgeliefert zu sein. Ein Happyend gab es da am Ende aber auch. Dazu benutzten die Kids einen Trick. Sie animierten die Hexe dazu, sich in einen Fisch zu verwandeln, den sie in den Ploggensee warfen. Damit war das Ende dieser gruseligen Gestalt besiegelt.

Leonie Hälke (13) spielte die Waddermöhm vom Ploggensee Quelle: Dirk Hoffmann

Wie die 13-jährige Leonie Hälke die Figur der Waddermöhm spielte, das war Studioleiter Dieter Kowalski bei der Ehrung dieser Aufnahmegruppe der Fünft- und Siebtklässler ein Extralob wert.

„Der Film war eine sehr große Herausforderung für uns“, erklärte Lucie Galda (13). Sie gehörte zu den Achtklässlern in dem Film „Unter Verdacht“, der von einem Präsidentenmord handelt. Dabei kamen auch Detektive ins Spiel, die den Fall lösten. Es war neben dem Film „Lebensgefahr“ von Schülern der Mosaikschule, wo giftige Fässer gestohlen wurden, der zweite Krimi.

Lucie gehörte zusammen mit Maya Kempke (14) und Lena Slomski (13) auch zu dem Moderatorentrio, das durch das Programm führte und im Wechsel die Filme der Premierenveranstaltung ansagte. Insgesamt hatten über 40 Schüler der Klassen drei bis zehn in mehreren Aufnahmegruppen unter der Leitung von Studioleiter Dieter Kowalski und seinem Assistenten Jan Kadura diese Filme im vergangenen Jahr gedreht

Dirk Hoffmann