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Grevesmühlen Star-Wars-Ausstellung in Dassow: Das ist die neue Attraktion
Mecklenburg Grevesmühlen

Star-Wars-Ausstellung in Dassow: Das ist die neue Attraktion

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08:03 07.10.2021
Geschäftsführerin Kirstin Langrock (48) macht, was sonst nicht erlaubt ist: im Cockpit des T-47 Snowspeeder sitzen.
Geschäftsführerin Kirstin Langrock (48) macht, was sonst nicht erlaubt ist: im Cockpit des T-47 Snowspeeder sitzen. Quelle: Jürgen Lenz
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Dassow

Nur noch abheben müsste er. Ansonsten ist alles realistisch bei der neuen Attraktion der Start-Wars-Ausstellung „Outpost One“ in Dassow: ein Snowspeeder genannter Luftgleiter der Rebellen-Allianz, bis ins Detail originalgetreu und sogar mit den Geräuschen wie im „Krieg der Sterne.“ Die Fans sind begeistert.

„Ich fühle mich in meine Kindheit zurückversetzt“, sagt ein Besucher aus dem baden-württembergischen Sigmaringen. Er war acht Jahre alt, als er zum ersten Mal einen Film der Star-Wars-Reihe sah. Nun bedankt er sich bei Kirstin Langrock, Geschäftsführerin des Fan-Projekts für „ein tolles Erlebnis.“

Star Wars in Dassow: „Eine Ausstellung ohne Gleichen“

Ebenso angetan ist Dassows Bürgermeisterin Annett Pahl. Sie sagt: „Ich bin begeistert davon, was dort auf die Beine gestellt wird.“ „Outpost One“ sei ein Publikumsmagnet und für Dassow ein Alleinstellungsmerkmal.

Im Gästebuch stehen Sätze wie der einer Besucherin aus Rostock, die schreibt: „Die Darstellung der Geschichte ist einmalig und kaum noch zu überbieten. Eine Ausstellung ohne Gleichen.“ Ein Pärchen aus Burgdorf bei Hannover verspricht: „Wir wollen sehr gerne wiederkommen und uns erneut tief beeindrucken lassen.“

Öffnungszeiten und Preise

Geöffnet ist „Outpost One“ derzeit Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr, ab November Mittwoch bis Freitag von 13 bis 17 Uhr und am Wochenende von 10 bis 17 Uhr. Erwachsene zahlen für die rund 75-minütige Standardtour mit Audioguide 30 Euro, Kinder 20 Euro. Verbilligte Preise gelten für Familientickets. Zu haben sind auch Pauschaltickets für geschlossene Gruppen und für zweistündige Premium-Touren. Kontakt: Telefon 0152 / 026 50 481, E-Mail info@outpost-one.de, Homepage www.outpost-one.de, Adresse: Travemünder Weg 20 in Dassow.

Jos Sanders hatte die Idee, den Luftgleiter originalgetreu nachzubauen und in Dassow auszustellen. Der Niederländer startete den Bau als Lehrlingsprojekt der Rostocker Tischlerei Wirth. „Möge die Macht mit uns sein“, hieß es dort ab Herbst 2020.

Zehn Azubis und ihr Meister haben den Luftgleiter gebaut

Lackiermeister Jos Sanders und Geschäftsführer Olaf Wirth besuchten zuvor Dassow, wo „Outpost One“ auf 1300 Quadratmeter zahlreiche Figuren, Landschaften, Räume und Raumschiffe aus „Krieg der Sterne“ präsentiert. Nur der T-47-Luftgleiter fehlte bisher noch. Die Rebellen setzen den Luftgleiter für Flüge in der Atmosphäre des Eisplaneten Hoth ein. Daher der Name „Snowspeeder.“

Originalgetreu bis ins kleinste Detail: der Snowspeeder in der Ausstellung „Outpost One“. Quelle: Jürgen Lenz

Zehn Auszubildende der Tischlerei Wirth haben ihn unter Leitung von Jos Sanders gebaut. Sie sahen sich immer wieder Filmszenen an, in denen der T-47 zu sehen ist, versuchten jedes Detail zu erfassen, um es nachbauen zu können.

Ziel: Alles originalgetreu wie im „Krieg der Sterne“

Der Film zeigt den Luftgleiter allerdings nicht von allen Seiten. Deshalb besorgte Jos Sanders einige kleinere Modelle und Modellbausätze. Auch sie dienten als Vorlage. Der Meister der Tischlerei Wirth erklärte nach Fertigstellung des Rohbaus: „Unser Ziel ist es, dass der Flieger am Ende nicht vom Original zu unterscheiden ist. Daher versuchen wir, uns von jeder Seite abzusichern.“

Der T-47 ist ein Luftgleiter mit Platz für den Piloten (vorn) und den Bordschützen. Quelle: Jürgen Lenz

Jos Sanders ist Fan von „Star Wars.“ Vor einigen Jahren baute er zusammen mit seiner Tochter einen „Tie Interceptor“ genannten Abfangjäger nach – ebenfalls in Originalgröße. Das riesige Modell steht mittlerweile in der Ausstellung in Dassow.

Auszubildende: „Dabei lernt man ungemein viel“

Die Lehrlinge aus Rostock sagen, dass sie froh sind, auch einmal etwas anderes bauen zu können als Tische, Schränke, Stühle. Eine schöne Abwechslung sei das gewesen. Miriam Bülow (21) sagte: „Dabei lernt man ungemein viel.“ Das wollte sie sich nicht entgehen lassen. Nun freuen sich die Azubis, dass ihr Werk in Dassow von vielen Menschen gesehen wird.

Die Tischlerlehrlinge Ben Meyer (18, h. v. l.), Niclas Rubach (18) und Miriam Bülow (21) verbrachten viel Freizeit mit der Arbeit an dem T-47. Unterstützt wurden sie von Christof Lange (v. v. l.) und Meister Jos Sanders. Quelle: Ove Arscholl

In Rostock bauten sie den T-47 für den Transport nach Dassow ab, in der Star-Wars-Ausstellung wieder auf. Als sie fertig waren, übergab Jos Sanders eine Torte mit kleinem Snowspeeder-Modell an Marc Langrock, der das Fan-Projekt zusammen mit seiner Frau ins Leben rief.

Kinder basteln Laserschwerte

Das Paar plant für den 27. November ein Laserschwert-Basteln für Kinder, organisiert von den Fördesabers, einer Sparte des Polizeisportvereins Kiel. Seit 2017 widmen sich die Fördesabers dem Showkampf mit Lichtschwertern. Ihre Aktion in Dassow beginnt um 10 Uhr. Der letzte Workshop für maximal zwölf Kinder startet gegen 15 Uhr. Die Mädchen und Jungen basteln rund eine halbe Stunde. Danach erlernen sie den Kampf mit Laserschwertern. Zu zahlen sind fünf Euro fürs Material.

Noch größer als der Snowspeeder ist der Tie Interceptor in einer Halle von Outpost One. Quelle: Jürgen Lenz

„Wir spenden das Geld an ein gemeinnütziges Projekt“, kündigt Kirstin Langrock an. Die Einnahmen gehen an das „Project Area 51.“ Der Verein mit Sitz in Kiel beschafft Gelder für ebenfalls gemeinnützig tätige Organisationen.

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In Dassow litt der Besuch der Star-Wars-Ausstellung viele Monate unter den Corona-Regeln. Jetzt kommen pro Tag rund 50 Gäste, darunter viele, die die Filme noch nicht kennen. Zahlreiche Exponate und ein Audioguide bringen den Besuchern die Story von „Krieg der Sterne“ nahe. Fans bekommen zusätzliche Hintergrundinfos. „So wird jeder bedient“, sagt Kirstin Langrock.

Von Jürgen Lenz