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Grevesmühlen Klimaschutz auf dem Stundenplan: Schulen besuchen Lernorte
Mecklenburg Grevesmühlen Klimaschutz auf dem Stundenplan: Schulen besuchen Lernorte
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17:53 18.04.2019
Mit erneuerbaren Energien aktiv gegen den Klimawandel: Grevesmühlen macht es vor. Quelle: PEXELS
Grevesmühlen

 Eine Vorreiterrolle nimmt Grevesmühlen in Mecklenburg-Vorpommern ein, was das Thema erneuerbare Energien angeht. Ob aus Wind, Sonnenlicht oder Erzeugnisse vom Feld beispielsweise – es wird klimaschonend Strom und Wärme produziert. So wundert es nicht, dass viele Schulen den Luxus nutzen, einen Schultag im Freien zu verbringen, um die Orte einmal genauer unter die Lupe zu nehmen; vielleicht auch, um Vorurteile abzubauen.

Zum neunten Mal veranstaltet der Verein „Stadt ohne Watt“ den Tag der erneuerbaren Energien in Grevesmühlen. Angesprochen fühlen sollen sich keinesfalls nur Schüler. Jeder, der sich für das Thema interessiert, ist am Freitag, dem 26. April, um 9 Uhr zunächst zur Eröffnung auf dem Gelände des Klärwerks im Vielbecker Weg willkommen.

Fünf Lernorte zur Auswahl

Von dort aus hat der Besucher die Qual der Wahl – ein Shuttleservice ist eingerichtet: Erläuterungen zum Wunderwerk, wie aus der Natur Strom oder Wärme erzeugt wird, gibt es im Klärwerk selbst, an der Windkraftanlage in Questin, an der Biogasanlage der Stadtwerke im Degtower Weg, an der Photovoltaikanlage im Gewerbegebiet Nordwest, am Wasserwerk und Wasserlehrpfad in Wotenitz und zum zweiten Mal auch in Sachen Elektromobilität. „Im vergangenen Jahr haben die Stadtwerke auf ihr Gelände geladen“, erinnert sich der stellvertretende Vorsitzende und Geschäftsführer des Vereins, Werner Küsel. „In diesem Jahr geben wir Erläuterungen am Bahnhof. Dort sind zwei neue Ladestationen errichtet worden“, verrät er.

Apropos umweltfreundliches Auto: In Questin wird Wind-Projekt GmbH Börgerende ein Brennstoffzellen-Fahrzeug vorstellen, das durch Windkraft betrieben wird.

Werner Küsel, stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer des Vereins "Stadt ohne Watt" Quelle: DIRK HOFFMANN

Fünf Lernorte – alle zu besuchen, schaffen die Klassen in drei Stunden bis 12 Uhr natürlich nicht. Die Schulen wählten bereits vorab zwei aus. Insgesamt 310 Schüler sind angemeldet: 62 aus der Grundschule „Am Ploggensee“, 50 aus der Grundschule „Fritz Reuter“, 85 aus der Regionalen Schule „Am Wasserturm“, 93 aus dem Gymnasium „Am Tannenberg“ und 20 aus der Regionalen Schule Proseken. Mittlerweile sei der Tag der erneuerbaren Energien schon derart in den Unterrichtsplan aufgenommen worden, dass sich daraus Projekttage ergaben, freut sich Werner Küsel.

„Mein großer Dank gilt den Vereinsmitgliedern, die jedes Jahr diesen Tag organisieren“, erläutert Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler. „Wir können stolz sein, dass Schülern in Grevesmühlen präsentiert werden kann, was die Stadt aktiv gegen den Klimawandel tut.“

Preisträger wird bekannt gegeben

Erstmals will der Verein „Stadt ohne Watt“ den Tag der erneuerbaren Energien nutzen, um einen mit 500 Euro dotierten Preis zu vergeben. Mit diesem sollen Projekte und Akteure ausgezeichnet werden, die Visionen gegen den Klimawandel und für den Einsatz von regenerativen Energien entwickeln.

Lars Prahler, Bürgermeister der Stadt Grevesmühlen:"Der Kampf gegen den Klimawandel darf nicht in Vergessenheit geraten und muss in Wahrnehmung gerückt werden." Quelle: PRIVAT

Sechs Ideen sind eingereicht worden, der Sieger wird am 26. April um 14 Uhr im Luise-Reuter-Saal des Vereinshauses bekanntgegeben. Er bekommt nicht nur das Geld, sondern auch eine Bronzestatue, die von einer Studentin an der Hochschule Wismar entworfen worden ist – und öffentliche Aufmerksamkeit. Es sei nicht immer einfach, mit dem Thema erneuerbare Energien Gehör zu finden, auch nicht als Verein „Stadt ohne Watt“, meint Werner Küsel. Deshalb ist die Idee des aus Spendengeldern finanzierten Preises entstanden, der eine feste Einrichtung und alle zwei Jahre vergeben werden soll. „Der Kampf gegen den Klimawandel darf nicht in Vergessenheit geraten und muss in Wahrnehmung gerückt werden“, ergänzt Lars Prahler.

Der Verein

Der Verein „Stadt ohne Watt“ zählt derzeit 25 Mitglieder – neben der Stadt Grevesmühlen, den Stadtwerken, dem Zweckverband, der Wobag, der GER, der IAG Selmsdorf, der Diakonie im Nördlichen Mecklenburg, der Wind-Projekt GmbH Börgerende und verschiedenen Ingenieur- und Architekturbüros sind auch viele Privatpersonen dabei.

Der Beitrag für Privatpersonen liegt bei 50 Euro im Jahr, Unternehmen zahlen umsatzabhängig.

Eine wichtige Veranstaltung des Vereins ist neben dem Tag der erneuerbaren Energien der Fahrradaktionstag anlässlich des Stadtfestes.

Jana Franke

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