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Grevesmühlen Die Stadt ohne Watt zeigt sich Grevesmühlener Schülern
Mecklenburg Grevesmühlen Die Stadt ohne Watt zeigt sich Grevesmühlener Schülern
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18:55 26.04.2019
Mathias Peters vom Zweckverband Grevesmühlen führt die Schüler der Grundschule Fritz-Reuter über die Kläranlage in Grevesmühlen. Quelle: Michael Prochnow
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Grevesmühlen

Physikunterricht zum Anfassen, das gab es wieder am Freitag beim Tag der erneuerbaren Energien in Grevesmühlen für zahlreiche Schüler der Stadt. An verschiedenen Orten wurde den Jungen und Mädchen erklärt, wie Energie nachhaltig erzeugt werden kann. Klingt nach ziemlich trockenem Unterrichtsstoff, und in der Theorie ist es auch schwer zu fassen, was eine Kilowattstunde überhaupt bedeutet. Aber wenn Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler vor den Augen von hunderten Schülern ein Glas Dieselkraftstoff austrinkt, um zu verdeutlichen, wie die Menschheit mit fossilen Rohstoffen umgeht, dann sorgt das nicht nur für Staunen, sondern auch für Interesse bei den Kindern und Jugendlichen am etwas anderen Unterricht. Auch wenn es sich bei dem vermeintlichen Diesel um Brause handelte, der Auftakt am Freitagmorgen auf der Kläranlage in Grevesmühlen zusammen mit Verbandsvorsteher Eckhard Bomball und Werner Küsel vom Verein „Stadt ohne Watt“ war durchaus gelungen.

Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler eröffnet den Tag der erneuerbaren Energien in Grevesmühlen. Quelle: Michael Prochnow

Anschließend ging es für die Schüler an die verschiedenen Lernorte in und um Grevesmühlen. Ein Bus brachte die Jugendlichen sogar auf die Deponie Ihlenberg nach Selmsdorf. Das Unternehmen gehört seit einem Jahr zum Verein „Stadt ohne Watt“ und engagiert sich ebenfalls auf dem Sektor der erneuerbaren Energien. Eine andere Station war die Windkraftanlage in Questin, wo Lars Reuter von der Betreiberfirma Windprojekt nicht nur den Weg von der Windenergie bis zur Steckdose erläuterte, sondern auch erklärte, wie der mit Wasserstoff betriebene Firmenwagen funktioniere. „Wir nutzen den Strom der Anlage, um Wasserstoff zu produzieren, der dann unser Auto antreibt. So nutzen wir die Energie optimal.“

Lars Reuter von der Firma Windprojekt erklärt den Schülern der Regionalschule am Wasserturm die Windkraftanlage bei Questin und den Zusammenhang mit einem Wasserstoff-Pkw. Quelle: Michael Prochnow

Apropos Auto: Die Stadtwerke haben vor geraumer Zeit E-Ladesäulen am Bahnhof installiert. Die sind, im Gegensatz zu den Säulen an der Malzfabrik (betrieben durch den Landkreis) und am Grünen Weg (betrieben durch die Stadtwerke) zwar nicht kostenlos, aber die Nachfrage steigt, wie die Experten vor Ort den Schülern und den interessierten Besuchern erklärten. Denn nicht nur die Stadtwerke hatten E-Autos dort präsentiert, auch das Autohaus Martens stellte die neuen Modelle vor. Weitere Stationen waren die Photovoltaikanlage im Westen der Stadt sowie die Biogas-Anlagen am Degtower Weg.

Dass Grevesmühlen aufgrund der Vielzahl der Anlagen inzwischen in der Lage ist, den gesamten Strom für die Stadt mit erneuerbaren Energien zu erzeugen, ist ein Umstand, den die Vereinsmitglieder immer wieder betonen. Auch wenn diese Rechnung rein theoretischer Natur ist, da der Strombedarf zu sehr schwankt, so ist die Stadt doch auf einem guten Weg. Eckhard Bomball: „Und der ist noch lange nicht beendet.“

Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler (v. l.), Bernd Gutow und Robert Grzesko von Emevo vor einem Hybrid-Fahrzeug am Bahnhof in Grevesmühlen. Quelle: Michael Prochnow

Michael Prochnow

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