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Grevesmühlen Wie haben die Grevesmühlener die Wende erlebt?
Mecklenburg Grevesmühlen Wie haben die Grevesmühlener die Wende erlebt?
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08:21 28.02.2019
Grevesmühlen, Einwohner der Stadt demonstrieren 1990 gegen den geplanten Wechselkurs im Zuge der Wiedervereinigung. Quelle: OZ
Grevesmühlen

30 Jahre ist her, als der Umbruch in der DDR eingeleitet wurde, als im Sommer Ungarn die Grenze öffnete, sich die ersten DDR-Bürger auf den Weg in den Westen über die grüne Grenze machten. Was ist damals in Grevesmühlen passiert? Wie haben die Menschen in unmittelbarer Nähe zum Grenzgebiet die Wende erlebt, die Zeit vor und vor allem nach dem Fall der Mauer? Welche Erinnerungen haben sich eingebrannt, welche sind verblasst? Diese und viele anderen Fragen wollen die Stadt Grevesmühlen, die evangelische Kirchengemeinde und die OSTSEE-ZEITUNG versuchen zu beantworten. Und zwar mit einer Veranstaltungsreihe, die deutlich über das hinausgeht, was bislang an Geschichtsaufarbeitung geschehen ist.

Mehrere Gesprächsrunden der Organisatoren hat es bislang gegeben, auf denen Ideen geboren wurden, um das Thema der Wende aus möglichst vielen Richtungen zu beleuchten. Aus Sicht der Menschen in der Region, die plötzlich eine Freiheit erlangten, von der niemand zuvor zu träumen gewagt hatte, ebenso wie aus Sicht derer, für die eine Welt zusammenbrach, für die sie bis dahin alle Kraft aufgewandt hatten. An die sie geglaubt hatten.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe, die von Ende September bis Ende Oktober in Grevesmühlen stattfinden wird, bildet eine Ausstellung in der St.-Nikolai-Kirche am 30. September, die Udo Rathke zusammengestellt hat. Gezeigt werden Fotos, die das Leben in der DDR auf besondere Weise dokumentieren. Die Ausstellung des Mecklenburgischen Künstlerhauses Schloss Plüschow wird mit den Bildern von Fotograf Joachim Tode eine Art Spurensuche der DDR-Geschichte in die Kirche bringen. Parallel wird es an diesem Tag, einem Montag übrigens, eine erste Gesprächsrunde mit Zeitzeugen geben, die über ihre Erfahrungen mit und in der Wende berichten. Dabei werden im Podium Männer und Frauen sitzen, die aus völlig verschiedenen Blickwinkeln auf die Zeit vor 30 Jahren schauen. Moderiert wird die Veranstaltung von Thomas Lenz vom NDR, der in der Nähe von Grevesmühlen lebt.

Der zweite Termin ist für Montag, 14. Oktober, geplant. Dann erwartet die Grevesmühlener ein Theaterstück, das etwas ungewöhnlicher ist, als es die meisten Menschen kennen. Bürgermeister Lars Prahler hatte in Schwerin eine Aufführung erlebt, bei der die Künstler/Schauspieler ein ganzes Gebäude nutzen. Das wird im Fall von Grevesmühlen der Bürgerbahnhof sein. An jenem Abend werden die einzelnen Räume und Etagen zur Bühne, um die DDR-Geschichte als Theaterstück widerzuspiegeln. Die Schauspieler tragen dabei unter anderem Texte aus originalen Unterlagen der DDR-Behörden vor.

Dritter Termin ist dann eine große Podiumsdiskussion im Vereinshaus am 28. Oktober. Dort wird unter anderem Volker Höffer, Historiker und Mitarbeiter der Außenstelle Rostock der Stasiunterlagenbehörde, die Geschichte der Staatssicherheit im ehemaligen Kreis Grevesmühlen beleuchten. Sämtliche Veranstaltungen werden zudem von geschichtlichen Dokumentationen begleitet, die sich vor allem mit der Geschichte und der Entwicklung von Grevesmühlen sowie der Grenzregion beschäftigen. Dabei gehe es laut den Veranstaltern weder darum, Opfer und Täter zu benennen, sondern darum, ein umfassendes Bild der Wendezeit zu dokumentieren.

Auf- und Umbruch in Grevesmühlen

Michael Prochnow

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