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Grevesmühlen Land gibt viel Fördergeld für neue Sportanlage
Mecklenburg Grevesmühlen Land gibt viel Fördergeld für neue Sportanlage
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19:31 09.08.2019
Der Sportplatz in Klütz ist sehr marode und für den Schulsport kaum noch geeignet. Quelle: Niemeyer Robert
Klütz

Das Land fördert den Schulsport in der Stadt Klütz mit fast 1,5 Millionen Euro. Im Bauausschuss der Stadt, der nach der Wahl zum ersten Mal tagte, wurde die genaue Planung für die reine Sportanlage als ein Projekt sowie für das Funktionsgebäude als zweites Projekt vorgestellt.

Für die Sportanlage, die zum größten Teil im Sportunterricht der Regionalen Schule Klütz genutzt werden soll und auch dem SV Klütz für Fußballtraining und Punktspiele dienen wird, gibt es bereits bewilligte Fördergelder.

Der ovale Sportplatz, der aus einer vierbahnigen Tartanlaufbahn, einer doppelten Weitsprunganlage, einer Kugelstoßanlage und einem Naturrasenfeld in der Mitte bestehen wird, kostet in Bau und Planung 1,6 Millionen Euro. 500 000 Euro erhält die Stadt aus der Sportstättenförderung. „Das ist der maximal mögliche Betrag aus dem Fördertopf“, sagte Kathrin Dietrich, Amtsmitarbeiterin für Fördermittelmanagement, im Klützer Bauausschuss.

Zusätzlich bekommt Klütz 950 000 Euro als Kofinanzierung, weil die Stadt eine finanzschwache Kommune ist. Somit bleiben als Eigenanteil 150 000 Euro, die Klütz selber für den Bau der neuen Sportanlage zahlen muss.

Alte Sportanlage ist marode

Die alte Sportanlage im Stadion am Volkspark an der Schloßstraße in Klütz wurde in den 1970er Jahren erbaut und ist schon seit Jahren marode. Was gemacht wurde, waren Eigenleistungen des Sportvereins.

Die Drainage ist defekt, weswegen die Anlage öfter unter Wasser steht. Die Laufbahnen, ursprünglich mit einem Belag aus Sand oder Asche, sind sehr uneben, teilweise mit Unkraut durchwachsen. Die obere Deckschicht ist überhaupt nicht mehr vorhanden. Die Betonbordeinfassungen der Laufbahnen sind teilweise im Untergrund verschwunden oder liegen lose an den Rändern. Sie stellen eine Gefahr dar. Auch die Anlagen für Weitsprung und Kugelstoßen sind in schlechtem Zustand.

Das Land hat großes Interesse an dem Gelände, das direkt an das Barock-Ensemble von Schloss Bothmer grenzt.

Hinzu kommen Kosten für den neben der Schulsportanlage über den SV Klütz geplanten Kunstrasenplatz mit Flutlicht. Er kostet 790 000 Euro. Auch hier gibt es 500 000 Euro aus der Sportstättenförderung vom Land. Kofinanzierungsmittel konnten nicht beantragt werden.

Mit 90 mal 60 Metern ist der Kunstrasen gerade noch punktspieltauglich. Im Bauausschuss kam die Frage nach dem Granulat auf, dessen Verbot von der EU diskutiert und wahrscheinlich umgesetzt wird, weil Schadstoffe ausgespült werden. Stefan Hellmich vom Landschaftsarchitekten-Büro Neumann & Gusenburger aus Berlin erklärte, dass der Kunstrasen mit einem Gemisch aus Kork und Sand gefüllt werde.

Der Kunstrasenplatz kann von den Fußballern des SV Klütz ganzjährig genutzt werden. „Wir haben dort keinen Naturrasen gewählt, weil der im Winter nicht bespielbar ist und außerdem viel mehr Folgekosten in der Pflege verursacht“, erklärte Hellmich.

Anders ist das bei der Rasenfläche innerhalb der Schulsportanlage. Sie soll nur von den Schülern beziehungsweise für Punktspiele des Vereins genutzt werden. Allerdings denken die Planer auch an eine Nutzung des Geländes abseits von Fußball und Sportunterricht. Eine befestigte Fläche am Außenrand der Tartanbahnen soll so gestaltet werden, dass dort auch Inlineskater fahren können.

Die Ausschreibungen für die Bauarbeiten sollen in den Wintermonaten erfolgen, wie Sandra Pettkus aus dem Bauamt im Bauausschuss mitteilte. Der Bau könne dann bis Ende 2020 abgeschlossen werden.

Der alte Sportplatz in Klütz müsste für viel Geld saniert werden. Quelle: Robert Niemeyer

Ob es dann auch schon ein Funktionsgebäude mit Umkleiden und Waschräumen gibt, steht noch nicht fest. Der Entwurf wurde den Bauausschussmitgliedern jetzt vorgestellt. Doch für die Gesamtkosten von etwa 1,5 Millionen Euro müssen erst wieder Fördermittel gefunden und beantragt werden, bevor es dazu konkretere Aussagen gibt.

Von Malte Behnk

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