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Grevesmühlen Vom Gymnasium auf die Schauspielschule
Mecklenburg Grevesmühlen Vom Gymnasium auf die Schauspielschule
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10:51 13.08.2019
Jakob Köpke spielte am Gymnasium in Schönberg mit Danielle Klaczinski in einer modernen Fassung des Märchens „Aschenbrödel“. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

Mit dem DJ und Musikproduzenten Felix Jaehn hat es bereits ein ehemaliger Schüler des Schönberger Gymnasiums zu großer Bekanntheit gebracht. Folgt jetzt der nächste? Jakob Köpke will Schauspieler werden. „Es ist komplett Leidenschaft – das Einzige, was ich will“, erklärt der 18-Jährige, der in Schönberg wohnt und dort auch aufgewachsen ist. Viele sagen, dass ihm die Schauspielerei liegt.

Erste Erfahrungen als Darsteller sammelte er in seiner Heimatstadt am Ernst-Barlach-Gymnasium und an zwei Bühnen in Lübeck: dem Volkstheater Geisler und dem Theater Combinale. Er sagt: „Ich kann beide Theater empfehlen. Es wird viel Herzblut in die Stücke gesteckt.“ Jetzt geht Jakob Köpke den nächsten Schritt in Richtung Schauspielerei. Er bereitet sich auf die Prüfungen an Schauspielschulen vor. Die Aufnahmeverfahren starten im Herbst.

Fürs Vorspielen studiert Jakob Köpke mehrere Texte ein. Er erläutert: „Man braucht einen klassischen und einen modernen Monolog.“ Ein ausgebildeter Schauspieler aus Lübeck hilft ihm dabei, immer besser zu werden.

„Viele Schüler gewinnen an Selbstvertrauen“: Das hat die Lehrerin Carmen Peuse bei vielen Mädchen und Jungen in den Kursen für darstellendes Spiel beobachtet, die sie am Gymnasium in Schönberg leitet. 2016 bis 2019 war Jakob Köpke dabei. Seinen ersten großen Auftritt hatte er allerdings bei einer anderen Gelegenheit. Er berichtet: „Das erste Mal hatte nichts mit Schauspiel zu tun.“ Als Achtjähriger spielte er mit der Musikschule „Fröhlich“ Akkordeon im Berliner Friedrichstadtpalast. „Es hat viel Spaß gemacht. Ich war nervös, aber das hat sich nach einiger Zeit gelegt“, erklärt Jakob Köpke. Wenig später stieg er aufs Klavierspielen um. Als er in der neunten Klasse war, stand er erstmals auf den Brettern, die die Welt bedeuten – und das gleich vor 1000 Zuschauern. Der Anlass: das traditionelle Weihnachtskonzert des Schönberger Gymnasiums, das das Publikum nicht nur mit Musik unterhält, sondern ebenso mit Theater. Jakob Köpke spielte im Stück „Eine Weihnachtsgeschichte“ mit. Er erzählt: „Vorher war ich aufgeregt, aber als es losging, nicht mehr.“

In Schönberg war Jakob Köpke 2016 der Faust in einer modernisierten Fassung des Dramas. Sein Schulpraktikum in der zehnten Klasse absolvierte er am Lübecker Volkstheater Geisler – nicht als Schauspieler, sondern an der Theaterkasse, an einem Tresen, in der Technik. Dann wurden die Theatermacher auf ihn aufmerksam und fragten, ob er spielen wolle. Er probierte es aus –und es hat geklappt. „Es war erst einmal eine kleine Rolle“, erzählt Jakob Köpke. Im Stück „Tschick“ verkörperte er den Dorfjungen Friedemann. „Es hat mir viel Spaß gemacht“, berichtet er. Dann spielte Jakob Köpke ebenfalls am Volkstheater Geisler im Stück „Die Abseitsfalle“. Er erläutert: „Das war schon eine etwas größere Rolle.“ Es war eine gute Erfahrung. Er erntete viel Lob und: „Man hat gelernt, gut auf die Mitspieler einzugehen und gemerkt, dass man sich weiter verbessert hat und selbstsicherer wurde.“

Jakob Köpke spielte auch weiter am Gymnasium in Schönberg, so im Stück „Erna, der Baum nadelt“ und im Drama „Die Welle“. Jetzt arbeitet er als Regieassistent am Theater Combinale, der ältesten freien Bühne in Lübeck. Er erläutert: „Ich helfe den Schauspielern, Texte einzustudieren.“ Die Regisseurin Mignon Remé inszeniert die Komödie „Götterdämmerung“, ein Stück, das die großen philosophischen Fragen mit viel Humor behandelt. Premiere wird am 13. September in dem Theater an der Hüxstraße sein.

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