Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grevesmühlen Vom Priwall nach Brook: 630 Schafe mit der Fähre übergesetzt
Mecklenburg Grevesmühlen Vom Priwall nach Brook: 630 Schafe mit der Fähre übergesetzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 22.12.2014
Gegen Mittag zog die Herde am Sonnabend von der Fähre in Richtung Brook. Sturm und Regen erschwerten den Marsch. Quelle: Fotos: Dana Dolata
Anzeige
Brook

Starker Wind, Regen und Hagel — das waren am Sonnabend die Bedingungen für den Umzug der großen Schafherde des Vereins Dummersdorfer Ufer nach Brook. Der Grund für den Umzug:

Die 630 Tiere der Herde, die aus Heidschnucken und Pommerschen Landschafen besteht, wurden gegen Mittag mit der Priwallfähre übergesetzt. Dann ging es über das Naturschutzgebiet „Südlicher Priwall“

bis nach Brook. Unter Polizeischutz ging es traditionell über die Fähre. Im Frühjahr wiederholt sich das Spektakel, dann geht es in die andere Richtung.

Auf 260 Hektar Bioweiden des Gutes Brook bleiben die Schafe bis April beziehungsweise Mai, je nach Wetterlage. Dann ist die Zeit der Lämmer und damit eine für Schäfer Martin Heuer (47) „sehr aufregende Periode“. Martin Heuer ist Wanderschäfer seit 15 Jahren und seit einem Jahr beim Landschaftspflegeverein Dunmersdorfer Ufer angestellt. Gestern begleiteten ihn seine beiden Hunde.

Martin Heuer ist Schäfer aus Leidenschaft. „Natürlich ist es auch mal kräftezehrend, gerade wenn das Wetter über lange Zeiträume mies ist, aber im Grunde macht die Arbeit mir großen Spaß“, sagt er und schmunzelt. Über die Schafe vermutlich, denen es auch manchmal nicht besser geht, wie zum Beispiel bei der Fahrt mit der Priwallfähre. „Sie können Stress haben, wie wir“, erklärt Martin Heuer:

„Dann werden sie unruhig.“

Die Schafe haben ansonsten ein eher entspanntes Leben auf den Flächen, die der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer betreut, allesamt Natur- und Landschaftsschutzgebiete.

Tagein, tagaus ist Martin Heuer mit ihnen draußen. Allerdings: Er scheucht sie immer dann hoch, wenn sie sich gerade hinlegen wollen. „Dann ist auch das Koten nicht weit, und das sollen sie eben nicht auf den Flächen tun, sondern vielmehr auf dem Weg daneben“, erklärt er. Der Grund: Der Stickstoff aus den Hinterlassenschaften ist nicht gut für die Pflanzenwelt der Schutzgebiete. Möglich wenig davon soll auf die Pflanzen in den Schutzgebieten gelangen. Doch nicht nur die werden geschützt, sondern alles rundherum, von Pilzen bis hin zu den Vögeln. „Es geht darum, es so zu belassen, wie es ist“, erklärt Martin Heuer das Anliegen des Landschaftspflegevereins, für den er arbeitet.

Die Wolle der Grauen Gehörnten Heidschnucken und der Rauwolligen Pommerschen Landschafe sei übrigens nicht so gefragt, betont der Fachmann. „Das ist eher Haar, als Wolle“, meint Schäfer Martin Heuer.

Die Schafe wurden für diese Herde ausgewählt, weil es nicht vorrangig darum geht, ihre Wolle zu nutzen. Vielmehr wurde darauf geachtet, dass die Tiere in die Schutzgebiete passen, was ihr Ernährungsverhalten betrifft.

Der Verein sucht noch Paten für Mutterschafe. Für eine Einmalzahlung von 75 Euro bekommen die Paten im kommenden Jahr ein halbes Schlachtlamm, zerteilt nach Wunsch.



Dana Dolata

Am 8. März gibt es in der Mehrzweckhalle eine faszinierende musikalische Reise.

22.12.2014

Neun Monate war die Katze von Familie Kaspereit verschwunden. Am dritten Advent kam „Tiger“ zurück.

22.12.2014

Mit der Planung für den Museumskomplex wurde im Jahr 1999 begonnen. Die Bürgerschaft gab grünes Licht, was fehlte, war das Geld.

22.12.2014