Dorf Mecklenburg - Vom ehemaligen Schweinestall ins neue Depotgebäude – OZ - Ostsee-Zeitung
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Grevesmühlen Vom ehemaligen Schweinestall ins neue Depotgebäude
Mecklenburg Grevesmühlen Vom ehemaligen Schweinestall ins neue Depotgebäude
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02:25 09.11.2013
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Dorf Mecklenburg

Die rund 3500 Objekte und Sammlungseinheiten des Kreisagrarmuseums sind mehr schlecht als recht verwahrt: in einem ehemaligen Schweinestall, in einem Schuppen und in vier gebrauchten Seecontainern. Lediglich ein Teil von den Objekten ist in der Dauerausstellung zu sehen. Damit ist bald Schluss. Gestern wurde das neue Depotgebäude auf dem Gelände eingeweiht — und das auf originelle Weise. Der Allradtraktor „Dutra“, Baujahr 1967, gelenkt vom Paten Uwe Hoppe, fuhr durch eines der beiden geöffneten Tore. Dabei durchtrennte der Trecker ein Band in den Mecklenburg-Vorpommern-Farben. Zuvor war der symbolische Einweihungsakt erfolgt: Landrätin Birgit Hesse (SPD) durchschnitt, assistiert von Dorf Mecklenburgs Bürgermeister Peter Sawiaczinski (ptl.) und Museumsdirektor Falko Hohensee, ein rotes Band. „Wir freuen uns, trotz knapper Ressourcen das Museum um das Depot zu erweitern“, sagte die Verwaltungschefin. Träger des Museums ist der Landkreis. Aber ohne Geld aus Brüssel wäre der Bau nicht möglich gewesen. Von den 114 000 Euro Kosten kamen 70 000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums.

Im Juni 2012 reifte mithilfe des Planers Heinz-Josef Polzer die Idee, neben das alte Depotgebäude auf dem Gelände des Museums ein identisches zu bauen — an die Stelle der Seecontainer, die im Juni dieses Jahres mit tatkräftiger Unterstützung von Landwirt Nils Bratrschovsky und seinem Sohn umgesetzt worden sind. Anfang August war Baubeginn für das neue Depotgebäude, Mitte September war das Tonnendach gerichtet. Das Gebäude ist 7,20 Meter hoch. Nun werden auf einer 9,5 mal 12,5 Meter großen Fläche wertvolle, landwirtschaftliche Maschinen untergebracht, teilte der Museumsdirektor mit. Mit dabei der „Dutra“, ein Lkw K 30 und ein Framo, der Vorgänger des Barkas, ein Holzpflug aus dem Jahr 1850 sowie Mobiliar. In Regalen werden kleinere Objekte Platz finden, unter anderem von einer Schusterwerkstatt aus Grevesmühlen, die aus gut 2000 Einzelteilen besteht.

Wir werden unseren Fundus sortieren und in

der neuen Halle einlagern.“Falko Hohensee, Museumsdirektor

Haike Werfel