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Grevesmühlen Vor Gemeindefusion: Neue politische Landschaft
Mecklenburg Grevesmühlen Vor Gemeindefusion: Neue politische Landschaft
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13:05 16.05.2019
Hinter Anne Haberkorn als einziger Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin stehen auch Stephan Haberkorn, Marcus Friedrichsen, Rainer Berger, Jannik-Peter Robrahn, Melanie Friedrichsen, Nicole Süß, Sandra Kilian und Jürgen Evers (v. l.). Quelle: Jürgen Lenz
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Groß Siemz/Niendorf

Eines ist in Groß Siemz und Niendorf bereits vor den Kommunalwahlen am 26. Mai entschieden: Die beiden Gemeinden fusionieren an dem Tag. So haben es die Gemeindevertretungen entschieden, nachdem sie Einwohner anhörten. Mit dem Zusammenschluss ändert sich auch die politische Landschaft. Eine Wählergemeinschaft „Bürger für Siemz-Niendorf“ (BFSN) hat sich gebildet. Sie stellt mehr als die Hälfte der Bewerber bei der Wahl der Gemeindevertreter – und mit Anne Haberkorn (38) die einzige Bürgermeisterkandidatin.

Der Zusammenschluss von Groß Siemz und Niendorf spielt im Wahlprogramm der neuen Wählergemeinschaft eine große Rolle. Die Fusion solle mit Leben erfüllt werden, sagt Anne Haberkorn. Die „Einheit der Gemeinde“ solle gelebt, der soziale Zusammenhalt gestärkt werden. Gefördert werden sollen nach Ansicht der Wählergemeinschaft die Seniorenarbeit, die Feuerwehr, die Natur und, zusammen mit der hiesigen Landwirtschaft, eine gesunde Umwelt. Einwohner würden künftig zu Versammlungen eingeladen, in denen sie Probleme und andere Themen ansprechen können, verspricht die Wählergemeinschaft. Jürgen Evers erklärt: „Es ist wichtig, dass Leute sich selbst einbringen können.“

Bürger entscheiden über Gemeindenamen

Die Einwohner der bisherigen Gemeinden Groß Siemz und Niendorf wählen am 26. Mai auch den Namen der Kommune, die aus der Fusion entsteht. In einem Bürgerentscheid beantworten sie die Frage: „Soll die aus den Gemeinden Groß Siemz und Niendorf neu gebildete Gemeinde den Namen Siemz-Niendorf erhalten?“ Den Namen haben beide Gemeindevertretungen nach Einwohnerversammlungen vorgeschlagen. Andere Varianten stehen am 26. Mai nicht zur Wahl. Beim Bürgerentscheid dürfen alle Einwohner ab 16 Jahren mitmachen, die seit mindestens 37 Tagen im Abstimmungsgebiet gemeldet sind.

Für die Gemeindevertretung kandidieren auf der Liste der Wählergemeinschaft „Bürger für Siemz-Niendorf“ der bisherige Groß Siemzer Bürgermeister Rainer Berger, seine Stellvertreterin Sandra Kilian sowie Carsten Sommerfeld, Jürgen Evers, Anne Haberkorn, Melanie Friedrichsen, Marcus Friedrichsen, Stephan Haberkorn, Jannik-Peter Robrahn und Nicole Süß. Landwirt Jannik-Peter Robrahn, Jahrgang 1996, ist im Schönberger Land der jüngste Kandidat für eine Gemeinde- oder Stadtvertretung. Anne Haberkorn sagt, „frische Ideen der Jungen“ und „Erfahrung der Älteren“ sollten genutzt werden.

Auf Listenplatz eins der CDU in der künftigen Gemeinde Siemz-Niendorf kandidiert die bisherige stellvertretende Niendorfer Bürgermeisterin Andrea Schumacher. Die derzeitige Bürgermeisterin Marianne Bentin stellt sich am 26. Mai zwar für die Wahl des Kreistags von Nordwestmecklenburg zur Verfügung, nicht aber für die Kommunalwahlen in Siemz-Niendorf.

Dort kandidieren auf der CDU-Liste auch Inge Traulsen, Anne-Katrin Hammer-Dethloff, Sylvia Mahlke und Susanne Bohnstedt. Der frühere Niendorfer Bürgermeister Karl-Heinz Klamt und Sandra Topke treten am 26. Mai als Einzelbewerber für die Wahl der Gemeindevertretung an. Zu besetzen sind neun Sitze: acht Gemeindevertreter plus Bürgermeisterin.

Anne Haberkorn ist zwar die einzige Bewerberin für das höchste politische Ehrenamt in der künftigen Gemeinde Siemz-Niendorf. Automatisch gewählt ist sie damit aber nicht. Die Bürger können in solchen Fällen auf dem Wahlzettel „Ja“ oder „Nein“ ankreuzen. Und selbst wenn die meisten Wähler dem einzigen Vorschlag zustimmen, ist der Kandidat nicht unbedingt gewählt. Das hängt auch davon ab, wie viele Bürger ihre Stimme abgeben. Das Kommunalwahlgesetz von Mecklenburg-Vorpommern schreibt vor: „Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat, sofern dieser Stimmenanteil mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten umfasst.“

Jürgen Lenz

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