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Grevesmühlen Vorträge über Grenzfälle der deutschen Geschichte
Mecklenburg Grevesmühlen

Vorträge über Grenzfälle der deutschen Geschichte

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13:01 21.01.2020
Das Barber-Lyaschenko-Abkommen wurde im November 1945 unterzeichnet (v. l.): Major General Lashenko, Major General C.M. Barber, Leutenant General Polyanoff. Quelle: Kreisarchiv Herzogtum Lauenburg
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Wismar/Dechow

Folgen für Dörfer nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze: Das haben das Barber-Lyaschenko-Abkommen von 1945 und die Zwangsunsiedlungen aus dem DDR-Grenzgebiet bis heute. Die beiden historischen Ereignisse sind die Themen von Vorträgen, zu denen die Interessengemeinschaft Bauernhaus einlädt. Der langjährige stellvertretende Landrat Gerhard Rappen informiert über die Zwangsumsiedlungen aus dem DDR-Grenzgebiet 1952 und 1961. Der frühere leitende Verwaltungsbeamte Andreas Lausen spricht über das Thema „Die Grenzbegradigung in Westmecklenburg 1945 schafft Leid und Hoffnung – Das Barber-Lyaschenko-Abkommen und seine Auswirkungen bis heute.“

 Der öffentliche Vortragsabend beginnt am Freitag, dem 24. Januar, um 19 Uhr auf der Diele des Hauses „Hoben 12“ in Hoben bei Wismar. Die Interessengemeinschaft bittet um Anmeldung unter der Telefonnummer 0172 / 3993356 oder der E-Mail-Adresse ks_Hoben-Wismar@igbauernhaus.de

Andreas Lausen erläutert die Hintergründe des Barber-Lyaschenko-Abkommens: „Die örtlichen Kommandeure der britischen Rheinarmee, Generalmajor Colin Muir Barber mit Sitz in Ratzeburg, und der Roten Armee, Generalmajor Nikolaj Lyaschenko mit Sitz in Wiligrad bei Schwerin, vereinbarten den Austausch von Gemeinden, um zu einer einfacher zu kontrollierenden Grenze zu kommen.“ Die Folge: Die über 650 Jahre alte Landesgrenze zwischen Mecklenburg und Lauenburg wurde ohne Beteiligung deutscher Stellen durch den am 13. November 1945 in der Gadebuscher Gaststätte „Goldener Löwe“ abgeschlossenen Vertrag verändert. Von Mecklenburg nach Lauenburg wurden die Gemeinden Bäk, Mechow, Römnitz und Ziethen zugeteilt und von Lauenburg nach Mecklenburg die Gemeinden und Güter Dechow, Groß Thurow, Klein Thurow, Lassahn, Bernstorf , Stintenburg, Stintenburger Hütte und Techin. Andreas Lausen erklärt: „Der Gebietsaustausch – beendet am 28. November 1945 – führte zu menschlichen Dramen. Die Menschen waren gerade dabei, sich nach dem Kriegsende in einem neuen Leben einzurichten, und verloren nun ihre Heimat.“

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