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Grevesmühlen Wasserspiele in der August-Bebel-Straße
Mecklenburg Grevesmühlen Wasserspiele in der August-Bebel-Straße
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07:57 25.02.2019
So sollen die Wasserspiele in der August-Bebel-Straße in Grevesmühlen aussehen. Quelle: Stadt Grevesmühlen
Grevesmühlen

Kaum ein Platz in Grevesmühlen hat in den vergangenen Jahrzehnten so oft Veränderungen erlebt wie der Bereich in der August-Bebel-Straße zur Ecke Schulstraße. Auf alten Fotos und Postkarten war der Bereich stets ein Teil der Straße mit dem Postamt als zentralem Gebäude, zu DDR-Zeiten wurde er von der Fahrbahn getrennt, ein Zeitungskiosk stand dort. Mit der Wende verschwand der Kiosk und später fand dort das wohl ungewöhnlichste Kunstwerk, das Grevesmühlen jemals präsentierte, seinen Platz: der lukullische Traum. Das meterhohe Monstrum aus Edelstahl mit einer überdimensionierten Bratpfanne an der Spitze lagert derzeit beim Bauhof und soll am Bahnhof einen Platz bekommen. Der Bereich in der August-Bebel-Straße hingegen soll ein neues und vorläufig endgültiges Gesicht erhalten, mit einem Wasserspiel als zentralem Punkt.

Die Stadtvertreter haben jetzt grünes Licht gegeben für eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von rund 155 000 Euro allein für die technische Ausstattung der Anlage. Eine Stange Geld, die aber, so der Bauausschussvorsitzende Erich Reppenhagen, durchaus begründet sei. Auch wenn die Investition nicht gerade preiswert sei, „wir reden so lange darüber, es wird Zeit, dass wir das auch umsetzen.“ Sowohl der Bauausschuss als auch die Stadtvertretung haben mit deutlicher Mehrheit für die Investition gestimmt, so dass die Stadtverwaltung den Auftrag auslösen kann.

Zu Beginn der Debatte um die Gestaltung des Areals war stets von einem Brunnen die Rede, doch daraus ist mittlerweile ein ebenerdiges Wasserspiel geworden, das sich an dem Beispiel einer Anlage in Minden orientiert. So soll es eine barrierefreie Fläche werden, aus der die Fontänen Wasser befördern. Im Rahmen der Debatte durch die Stadtvertreter wurde zudem eine indirekte Beleuchtung gefordert, die nun auch umgesetzt werden soll. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 338 000 Euro. Das Ergebnis, auch wenn bislang nur Zeichnungen vorliegen, dürfte diesen Bereich der Stadt deutlich aufwerten. Zumal es nicht die einzige Investition dort ist.

Im Frühjahr wird die Wobag ihr Wohn- und Geschäftshaus an der Ecke fertigstellen, die Bäckerei Freytag betreibt dann ein Café im Erdgeschoss. Mit der Installation der Wasserspiele wird der Platz zudem neu gepflastert – ohne die bisher verlegten gelben Klinker, die sich vor allem im Winter als viel zu glatt entpuppt und in den vergangenen Jahren für reichlich Kritik gesorgt haben.

Mit der neuen Gestaltung ist dann auch das Thema Pavillon endgültig in den Schubladen verschwunden. In den vergangenen Jahrzehnten tauchte immer wieder die Idee auf, auf dem Platz ein gläsernes Café zu errichten. Eine Mehrheit fand sich dafür allerdings nicht.

Beendet ist auch die Diskussion um die Linden vor dem neuen Gebäude. im Zuge der Abriss- und Baumaßnahmen hatte die Stadt bei der Unteren Naturschutzbehörde, dem Landkreis, den Antrag gestellt, die in den 1990-er Jahren gepflanzten Bäume abzunehmen und später durch Neupflanzungen zu ersetzen. „Das wurde abgelehnt“, teilte Bürgermeister Lars Prahler mit. „Auch hier gilt wie in der Wismarschen Straße der Alleenschutz.“ Die Bäume hatten sowohl die Abrissarbeiten behindert als auch die Handwerker beim Neubau vor einige Herausforderungen gestellt. Zudem werfen sie Schatten in die Wohnungen im 1. Obergeschoss des neuen Wohnhauses.

Die August-Bebel-Straße in Grevesmühlen in Bildern

Michael Prochnow

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