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Grevesmühlen Wechsel in der Chefetage
Mecklenburg Grevesmühlen Wechsel in der Chefetage
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13:04 18.12.2017
Miro Zahra, Trägerin des Landeskulturpreises MV und Leiterin des Mecklenburgischen Künstlerhauses Schloss Plüschow, übergibt Anfang Januar 2018 wieder regulär die Führung des Künstlerhauses an Fördervereinsvorstand Udo Rathke. Beide Künstler sind im Vorstand des Förderkreises Schloss Plüschow und teilen sich die Leitung des Hauses.
Miro Zahra, Trägerin des Landeskulturpreises MV und Leiterin des Mecklenburgischen Künstlerhauses Schloss Plüschow, übergibt Anfang Januar 2018 wieder regulär die Führung des Künstlerhauses an Fördervereinsvorstand Udo Rathke. Beide Künstler sind im Vorstand des Förderkreises Schloss Plüschow und teilen sich die Leitung des Hauses. Quelle: Annett Meinke
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Plüschow

Das hat bereits Tradition im Mecklenburgischen Künstlerhaus Schloss Plüschow – Miro Zahra und Udo Rathke – beide Künstler und Vorstandsmitglieder im Förderkreis Schloss Plüschow – wechseln sich mit der Leitung des Künstlerhauses ab. Drei Jahre hatte Zahra das Sagen, ab Anfang 2018 nimmt nun wieder Rathke das Zepter in die Hand.

Die Ostsee-Zeitung sprach mit Zahra über die vergangenen drei Jahre, über Herausforderungen und Erfolge.

Herzlichen Glückwunsch zur deutschen Staatsbürgerschaft. Nach 38 Jahren Leben im Land nun einen deutschen Pass im Gepäck. Wie fühlt sich das an?Miro Zahra: Gut. Seit dem 30. November bin ich offiziell auch deutsche Staatsbürgerin.

Sie haben den tschechischen Pass behalten?Ja, ich habe jetzt eine doppelte Staatsbürgerschaft.

Eine bewegte Zeit als Künstlerhausleiterin liegt hinter Ihnen.Die letzten drei Jahre sind einerseits schnell vergangen, andererseits ist für das Künstlerhaus viel passiert. 2015 haben wir zum Beispiel unser großes Jubiläum gefeiert – 25 Jahre Mecklenburgisches Künstlerhaus Schloss Plüschow. Das war bewegend. In dem gleichen Jahr habe ich den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern verliehen bekommen. Als Künstlerin, aber auch für meine Aktivitäten und Verdienste um das Künstlerhaus.

Sie haben kürzlich auch eine Klippe umschifft.Ja, wir haben im Jahr 2016 einen neuen Nutzungsvertrag mit der Gemeinde Plüschow abgeschlossen.

Das fühlte sich eine Zeitlang für das Künstlerhaus bedrohlich an. Warum?Der ganze Prozess um die Neugestaltung des Vertrages lief etwas unglücklich ab. Das lag vor allen Dingen an der mangelnden, zum Teil nicht offenen Kommunikation vonseiten der Gemeindevertretung, beziehungsweise des Amtes Grevesmühlen-Land in Richtung des Künstlerhauses. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir immer das sichere Gefühl, das wir in der Gemeinde gern gesehen sind. Dass das, was wir im Künstlerhaus tun, direkte Anerkennung findet. Dass die Menschen, die hier leben, genau wissen, dass wir uns immer als ein Teil der Gemeinschaft empfunden haben. Das tun wir nach wir vor, aber eine kleine Ernüchterung hat die Art und Weise, wie das mit dem neuen Vertrag ablief, schon vorübergehend mit sich gebracht. Auch wenn alles letztlich ein gutes Ende genommen hat. Wir können mit der neuen Nutzungsvereinbarung und dem Geld, das wir mehr zahlen müssen, das nun zusätzlich in den Erhalt des Gebäudes fließt, leben. Und unser Verhältnis zum neuen Bürgermeister Christian Baumann ist jetzt einfach sehr gut. Wir sind sehr offen miteinander.

Hat die zeitweilige Verunsicherung also auch ihr Gutes gehabt?Ich denke, dass man gerade in schwierigen Situationen versuchen muss, sich in sein Gegenüber hineinzudenken, um besser die Handlungsweise zu verstehen. Wenn das beide Seiten tun, findet man in der Regel eine Lösung, mit der beide Seiten gut leben können.

(Ausschnitt Interview)

Annett Meinke

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