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Wirtschaft Gute Arbeit spricht sich rum
Mecklenburg Grevesmühlen Wirtschaft Gute Arbeit spricht sich rum
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15:24 17.07.2015
Zwei Generationen „Chef“: Jens Henning (v.l.) und Siegfried Henning auf dem Hof der Grevesmühlener Bedachungs-GmbH.
Zwei Generationen „Chef“: Jens Henning (v.l.) und Siegfried Henning auf dem Hof der Grevesmühlener Bedachungs-GmbH. Quelle: Annett Meinke
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Grevesmühlen

Dachdecker gibt es einige in Grevesmühlen und Umgebung. Belebt die Konkurrenz das Geschäft - oder wird es eng für die schwindelfreien Handwerker?

Jens Henning (54), Geschäftsführer der Grevesmühlener Bedachungs-GmbH kann nicht klagen. Die Auftragslage ist gut, erzählt er. Am 1. Juli hat die Firma, die Henning im Jahr 2003 von seinem Vater Siegfried übernahm, ihren 25. Geburtstag gefeiert.

Von Anfang an lief es zufriedenstellend, sagt Jens Henning, nur das Jahr 2000 war schwierig. Hennings Firma arbeitet mit Architekten zusammen, nimmt an Ausschreibungen für größere Projekte teil und kann auf viele Altkunden verweisen. Außerdem bietet Henning ein breites Spektrum an Dacharbeiten an, auch Reetdächer gehören dazu. Die Konkurrenz unter den Unternehmen in der Region, sieht er nicht als Problem. Er weiß, gute Arbeit spricht sich rum. Und schlechte eben auch.

Ähnlich sieht das Thomas Lange (31), Dachdecker aus Warnow bei Grevesmühlen. Er ist seit 2007 selbstständig unterwegs - zunächst noch mit einem Partner, nun ab dem 1. August mit ganz eigener Firma. Mit zwei Angestellten gehört sie zu den kleineren Dachdecker-Firmen. Auch Langes Auftragsbücher sind gefüllt, die Konkurrenz durch die größeren Betriebe fürchtet er nicht. Man käme sich nicht ins Gehege, meint Lange.Und nicht selten ergeben sich sogar Kooperationen, denn man kennt sich in der Branche. So sieht das auch Jens Henning. Man weiß voneinander, weiß, wo es passt und wo nicht.

Handwerker-Nachwuchs ist überall ein Problem, nicht nur im Dachdecker-Gewerk. Thomas Lange hoffte, dass sein Sohn Fritz-Otto (4) später in seine Fußstapfen tritt. Und Henning sucht immer wieder Auszubildende. Einer aus dem dritten Lehrjahr wird bald fertig und wird bleiben, wenn es passt. Doch neue Auszubildende zu finden, ist schwierig. Oft sei es so, dass die, die körperlich arbeiten wollen, nicht wirklich die schulischen Voraussetzungen für das Erlernen des Berufes haben, der immerhin drei Ausbildungsjahre hat. Ein Dachdecker muss schließlich auch gut rechnen und Maße aufnehmen können.



Annett Meinke

17.07.2015