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Grevesmühlen Wismar: Moderne Kinderklinik eröffnet
Mecklenburg Grevesmühlen Wismar: Moderne Kinderklinik eröffnet
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15:18 27.06.2019
Besuch von Clown Pit zur Eröffnung der Kinderklinik: Die siebenjährige Karlotta freut sich über seine bunten Luftballontiere. Quelle: Haike Werfel
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Wismar

Eisbären, Pinguine oder Haifische an der Wand. Ein farbenfrohes Spielzimmer und auf dem Flur ein Spielschiff aus Holz, das Kinderherzen höherschlagen lässt. Clown Pit modelliert Luftballontiere für die kleinen Patienten und zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht. Am Mittwoch wurde die umgebaute und modernisierte Kinderklinik am Sana Hanse-Klinikum nach zweieinhalb Jahren Bauzeit feierlich eröffnet.

Von dem tollen Ergebnis ist Geschäftsführer Michael Jürgensen begeistert. „Wir haben jetzt eine Klinik für Kinder- und Jugendmedizin auf hohem Niveau.“ Im ersten Bauabschnitt seit Herbst 2016 war der ehemalige Kreißsaal als neuer Teil der Kinderklinik saniert, umgebaut und modernisiert worden, so dass die Station umziehen konnte. Die bekannte und in die Jahre gekommene Kinderstation wurde seit Februar 2018 in einem zweiten Bauabschnitt grundlegend saniert und modernisiert.

Die neue Kinderklinik im Wismarer Krankenhaus

Die Kinderklinik ist um 300 auf 860 Quadratmeter gewachsen. Zehn moderne und kindgerecht gestaltete Zimmer mit Tier-Wandbildern, das Spielzimmer sowie farbig gestaltete Flure und Behandlungsräume sollen den Klinikaufenthalt so angenehm wie möglich machen. Die Zimmer sind größer und haben alle Toilette und Waschbecken, zum Teil auch eine Dusche. Es entstanden Baby- und Eltern-Kind-Zimmer, in der begleitende Mütter oder Väter schlafen können.

"Wenn sich die Kinder wohlfühlen, gesunden sie eher." Dr. Volker Klimpel Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Quelle: Haike Werfel

„Wir können die Patienten nach ihrem Krankheitsgrad unterbringen oder im Dreibettzimmer auch mal drei Mädchen oder Jungen, damit sie sich unterhalten können“, berichtet Chefarzt Dr. Volker Klimpel. Jetzt biete die Klinik die Möglichkeit, die kleinen Patienten individuell zu betreuen. Insgesamt stehen 20 Betten zur Verfügung. „Im Spielzimmer können sich die Kinder ablenken oder sich mit ihren Eltern und Geschwistern aufhalten, ohne die anderen Patienten zu stören“, sagt der Chefarzt. 

Mit Hochachtung spricht er von seiner „tollen Mannschaft“, zu der insgesamt sieben Mediziner und 19 Schwestern gehören. „Wir haben uns lange Gedanken gemacht und um die künstlerische Gestaltung gekämpft.“ Auch technisch wurde die Kinderstation auf den neuesten Stand gebracht. Die Ausstattung wurde komplett erneuert.

Vor der eigentlichen Kinderklinik befindet sich nun die Kinderambulanz mit eigenen Untersuchungsräumen und einem Wartebereich. Ankommende kleine Patienten und ihre Begleiter werden dort aufgenommen und müssen nicht in der Notaufnahme zwischen Erwachsenen warten. „Das ist nicht überall so“, hebt Geschäftsführer Jürgensen einen weiteren Vorteil des Klinikneubaus hervor. Im eigenen Aufnahmebereich werden die Kinder und Jugendlichen untersucht und so lange betreut, bis entschieden ist, ob sie stationär aufgenommen werden müssen.

Der Krankenhaus-Chef würdigt nicht zuletzt, dass der Sana-Konzern sich für die Kinderklinik in Wismar positioniert hat, während anderenorts Kinderkliniken geschlossen werden. Insgesamt 4,8 Millionen Euro haben Umbau und Modernisierung gekostet, davon gab das Land einen Zuschuss in Höhe von 2,25 Millionen Euro.

Das sei in der Tat nicht selbstverständlich, bestätigt Bürgermeister Thomas Beyer. Er halte die Investition für eine gute Entscheidung, nicht nur weil die Geburtenzahlen steigen – laut Jürgensen von 650 im Jahr 2013 auf 750 heute –, sondern weil auch durch Zuzug mehr Kinder nach Wismar kommen. „Die medizinische Versorgung ist ein wichtiger Standortfaktor.“ Der Sana-Konzern habe seine Zusage im Vertrag eingehalten, dass die Klinik erhalten bleibt und saniert wird. Wismar hält sechs Prozent der Anteile am Hanse-Klinikum.

Der Krankenhauschef dankt vor allem dem Team der Kinderklinik, das während der Bauzeit unter erschwerten Bedingungen das Beste zum Wohle der kleinen Patienten gegeben hat. Ursprünglich war der gesamte Umbau mit rund einem Jahr kalkuliert worden. „Genauso danken wir unseren Patienten und den Eltern, die viel Verständnis hatten.“

Haike Werfel

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