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Grevesmühlen Annett Pahl kandidiert für Bürgermeisteramt
Mecklenburg Grevesmühlen Annett Pahl kandidiert für Bürgermeisteramt
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05:27 26.04.2019
Annett Pahl (SPD), seit drei Jahren amtierende Bürgermeisterin von Dassow und Gerd Matzke, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Stadtvertretung Dassow. Beide stellen sich zur Wiederwahl im Mai 2019. Pahl kandidiert für das Bürgermeisteramt in Dassow und für den Kreistag Nordwestmecklenburg, Matzke als Stadtvertreter für Dassow und für den Kreistag. Quelle: Annett Meinke
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Dassow

Als im März in der Ostsee-Zeitung der Artikel über Katharina Stinnes erschien, die im Mai für die CDU für das Bürgermeisteramt in Dassow kandidieren will, wurde die amtierende Bürgermeisterin Annett Pahl (SPD) von allen Seiten angesprochen: „Was ist denn los, willst du etwa nicht mehr antreten?“

Dabei ist Annett Pahl bei der letzten Kommunalwahl gar nicht angetreten, um Bürgermeisterin zu werden. Sie hat den „Job nur übernommen“ – notgedrungen zunächst, weil der langjährige Bürgermeister Jörg Ploehn (SPD) erkrankte und die Geschäfte nicht weiterführen konnte. Anfangs, wie sie sagt, „durchaus mit ein paar Bauchschmerzen. Die Frage stand schon für mich: Kann ich das überhaupt?“ Zumal sie nicht unbedingt jemand sei, der gern im Rampenlicht stünde. „Ich mache lieber, sorge dafür, dass die Dinge laufen, als ständig mein Gesicht irgendwo zu sehen oder irgendwo etwas über mich zu lesen.“

Andererseits war der studierten Diplom-Ingenieurin (Maschinenbau Universität Rostock 1986-1991), die seit 1993 für ein Landschaftsarchitekturbüro in Lübeck arbeitet, auch klar, dass das in gewisser Weise zum Amt dazugehört – und auch, dass sie es schaffen muss, ihre Bürgermeisterin-Pflichten mit ihrem Beruf zu vereinen. „Wer einen Fulltime-Job hat, kann das eigentlich nicht hinbekommen. Zur Übernahme der Amtsgeschäfte habe ich meine Arbeitszeit im Hauptberuf reduziert. Ohne das hätte es sicher nicht geklappt.“

Nach nun drei Jahren als „Amtierende“ und nachdem klar ist, dass Jörg Ploehn nicht kandidieren wird, fühlt sie sich fit, als gewählte Bürgermeisterin weiterzumachen.

SPD stellt Bürgermeister in Dassow seit 1997

Schon seit vielen Jahren ist in Dassow die SPD am Ruder. Seit 1997 stellt sie die Bürgermeisterin oder den Bürgermeister. Die gegenwärtige Landrätin von Nordwestmecklenburg, Kerstin Weiss (SPD), war von 1997 bis 2004 Bürgermeisterin von Dassow, danach übernahm Jörg Ploehn das Amt. Seit 1999 stellt die SPD auch die größte Fraktion in der Stadtvertretung.

Wichtig ist Pahl die Zusammenarbeit aller Stadtvertreter, die „konstruktiv abläuft“. Gestritten wird „um die Sache“, aber man begegne sich innerhalb der Fraktionen – von 14 Stadtvertretern sind 7 von der SPD, 4 von Wählergemeinschaft Ostseestrand (WGO) und 3 von der CDU – „mit Respekt“.

Annett Pahl und Gerd Matzke –beide SPD, amtierende Bürgermeisterin und Stadtvertreter in Dassow. Im Hintergrund der Speicher, in den auch EU-Gelder zur Sanierung fließen. Quelle: Annett Meinke

Besonders hervorheben möchte Pahl so kurz vor der Wahl die Arbeit des Stadtvertreters und Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Tourismus, Gerd Matzke (SPD). „Er ist mir immer ein wertvoller Partner gewesen, hat mich in allem unterstützt. Er ist so akribisch, auch was all die Haushaltszahlen angeht, immer vorbereitet. Die Stadt hat ihm viel zu verdanken“, sagt Pahl.

20 Stunden pro Woche, so Annett Pahl, braucht sie für das Bürgermeister-Ehrenamt. Obwohl die Fläche der Stadt Dassow mit ihren 19 dazugehörenden Ortsteilen (Barendorf, Benckendorf, Feldhusen, Flechtkrug, Groß Voigtshagen, Harkensee, Holm, Johannstorf, Kaltenhof, Klein Voigtshagen, Lütgenhof, Pötenitz, Prieschendorf, Rosenhagen, Schwanbeck, Tankenhagen, Volkstorf, Wieschendorf, Wilmstorf) der Hansestadt Wismar nicht nachsteht, sind es letztlich nicht die Quadratkilometer, sondern die Einwohnerzahlen, die darüber entscheiden, ab wann ein Ort einen hauptamtlichen Bürgermeister hat. Damit dies in Dassow möglich ist, bräuchte der Ort mindestens 8000 Einwohner.

Wo drückt der Schuh?

Kürzlich waren die Dassower SPD-Stadtvertreter in Pötenitz und Feldhusen unterwegs. Verwitterte Straßenschilder, fehlende Abfallbehälter oder Papierkörbe und die notwendige Pflege von Gehwegen, auch durch Rückschnitt von Sträuchern und Büschen, waren einige der Themen, die interessierte Bürgerinnen und Bürger den Stadtvertretern mit auf den Weg gaben. Auch der katastrophale Zustand rund um das Pötenitzer Schloss wurde angesprochen.

Rund 20 Tipps und Anregungen nahmen der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gerd Matzke und sein Team mit zurück nach Dassow. „Wir möchten die Wünsche und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger Punkt für Punkt abarbeiten und sie in unsere Arbeit in der Stadtvertretung mit einbringen“, so Matzke.

Nächster Ortsbegehungs-Termin ist Sonnabend, 27. April, in den Ortsteilen Vorwerk und Kaltenhof. Treffpunkt um 14 Uhr ist an der Informationstafel auf dem freien Platz in Vorwerk, wo die Rundgänge dann auch mit Bürgergesprächen abgeschlossen werden.

Einwohnerzahlen stabil

Die Einwohnerzahlen sind nach Angaben von Stadtvertreter Gerd Matzke stabil: „Es gibt keinen Knick, es sind nach wie vor um die 4080 Einwohner, mal einer mehr, mal einer weniger, aber es gibt eben auch keinen deutlichen Ruck nach oben.“ Das Bürgermeisteramt als Hauptamt in Dassow ist also nicht wirklich in Sicht.

Trotzdem schaue man in Dassow zuversichtlich in die Zukunft, denn „Babys werden geboren“ – und zwar derzeit so viele, dass es für die neue Kita in der Dassower Bahnhofsstraße bereits mehr Anfragen als Plätze gibt. „Wenn sich abzeichnen sollte, dass der Bedarf zukünftig noch weiter ansteigt und wir die notwendige Finanzierung hinbekommen, kann dort noch angebaut werden“, sagte Annett Pahl.

Dass das Dassower Kita-Projekt innerhalb nur einer Legislaturperiode geplant und umgesetzt werden konnte, darauf sind Dassows Stadtvertreter mit ihrer amtierenden Bürgermeisterin an der Spitze besonders stolz.

Zwei SPD-Kandidaten wollen in den Kreistag

Insgesamt 14 SPD-Mitglieder werden sich am 26. Mai in Dassow zur Wahl stellen. Annett Pahl als Bürgermeisterin kandidiert auch für den Kreistag. Gerd Matzke als Stadtvertreter kandidiert ebenfalls für den Kreistag. Außerdem kandidieren Annerose Viehstaedt für die Stadtvertretung Dassow ebenso Rudolf Detker, Annette Espenschied, Hans Espenschied, Juliane Schmidt, Kerstin Michael, Anett Kreft, Andrea Hinrichs, Janet Gerndt, Matthias Ober, Maik Lietz und Klaus-Peter Ninnemann.

Annett Meinke

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