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Grevesmühlen Das sind die jungen Feuerwehrleute von Kalkhorst
Mecklenburg Grevesmühlen Das sind die jungen Feuerwehrleute von Kalkhorst
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12:44 12.06.2019
Jugendwehrmitglieder der Feuerwehr Kalkhorst bei der Übung Löschangriff. Feuerwehrmann Marcel Dartsch (4.v.l.) leitet an. Quelle: Annett Meinke
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Kalkhorst

 Ole-Niklas Lenschow (8) aus Kalkhorst ist der jüngste Neuzugang bei der Kalkhorster Jugendwehr. „Ich wollte schon immer zur Feuerwehr“, sagt er. „Ich war aber noch zu klein. Meine Eltern sind auch bei der Feuerwehr“, sagt er noch.

Oles Vater ist der stellvertretende Wehrführer der Ortsfeuerwehr Kalkhorst. Die Kalkhorster Wehr besteht aus den Wehren Kalkhorst und Elmenhorst plus Brooker Staffel. Auch andere Kinder oder auch schon Jugendliche – bei den derzeit 20 Mitgliedern der Jugendwehr in Kalkhorst reicht das Alter von acht bis 16 Jahren – sprechen davon, dass es eine Feuerwehrmann-, Feuerwehrfrau-Tradition in ihrer Familie gibt. Manchmal waren schon die Großeltern mit dabei.

Warum ich bei der Feuerwehr mitmache

Familientradition und Teamgeist

Doch es nicht nur Familientradition, die Kinder bewegt, mit dabei sein zu wollen. Raziel Steinhöfel (10) aus Klein Pravtshagen zum Beispiel ist in die Jugendwehr nach Kalkhorst gekommen, weil seine Freundin Lara Marie Martin (9) aus Brook zur Jugendwehr gegangen ist. Die wiederum ist in die Feuerwehr gegangen, weil sie neue Freunde finden wollte. Was offenbar geklappt hat. Raziel, der sich sehr gewählt ausdrücken kann, sagt: „Hier lernt man sehr interessante Dinge. Ich wollte schon immer Verschiedenes ausprobieren. Löschangriff gefällt mir ganz besonders gut, aber auch, wie wir hier alle im Team zusammenarbeiten.“

Das Wort „Team“ oder „Teamarbeit“ oder auch „Kameradschaft“ fällt immer wieder im Gespräch mit den jungen Feuerwehrleuten in Kalkhorst. Die Kinder und Jugendlichen mögen es, ein Team zu sein, gemeinsam etwas zu tun.

Jugendwehr Kalkhorst

Zur Jugendwehr Kalkhorst gehören derzeit: Dominik Baade, Maximilian Brandt, Rian Ewald, Enrico Genburg, Kira Genburg, Sven-Ole Göllnitz, Justin Hingst, Abby Hingst, Mauritzius Jahn, Vanessa Jung, Jonas Jung, Ole-Niklas Lenschow, Lara Marie Martin, Nick Rathje, Ole Rathje, Justin Söhr, Raziel Steinhöfel, Philip Wichert,Vincent Adolfi, Johanna Kottwitz. Von insgesamt 20 Kameraden sind immerhin fünf Mädchen.

Nick und Jonas bleiben

Dass es dabei irgendwann um reale Lebensrettung geht, ist dabei nicht nur den Älteren, wie zum Beispiel Nick Rathje und Jonas Jung, beide aus Kalkhorst, beide 16 Jahre alt, bewusst. Auch einige der noch Jüngeren möchten später weitermachen, „wirklich mal Leben retten.“ Dass ihnen allen der „Löschangriff“ dabei am besten gefällt – keine schlechte Voraussetzung.

„Oft verlieren wir die Kinder“, sagt Sven Oppor, der als Jugendwart die Jugendwehr seit 2004 leitet, „wenn sie in die Ausbildung gehen, einen Beruf erlernen. Wenn sie dann nicht hierbleiben, werden sie vielleicht woanders dann gute Feuerwehrleute.“ Auf seine Jugendwehr ist man in Kalkhorst ebenso stolz wie auf die Freiwillige Feuerwehr an sich.

Im Fall von Nick und Jonas ist das jedoch kein Problem. Beide bleiben in der Region, der eine wird Maurer, der andere Kfz-Mechatroniker, und beide wollen natürlich weitermachen später bei den „Großen“, den erwachsenen Feuerwehrleuten.

25 Jahre Jugendwehr mit Wettkampf in Brook

Am Sonnabend (15. Juni) wird das 25-jährige Bestehen der Kalkhorster Jugendwehr zünftig gefeiert. In Brook. Auf der Wiese neben Gut Brook, rechts von der Straße, dort, wo auch die Übungen für dieses Ereignis stattfanden. Und natürlich geht es nicht nur um Partymachen, sondern darum, dass die jungen Feuerwehrleute der Öffentlichkeit auch mal zeigen, was sie so draufhaben. Und das auch noch im Wettbewerb mit anderen Jugendwehren.

„Wir freuen uns auf einen Wettkampf mit den Jugendwehren Hohenkirchen, Zierow und drei Mannschaften der Jugendwehr Klütz“, sagt Gemeindewehrführer Rainer Oppor.

Um 8.30 Uhr geht es los auf der Wiese, mit einem gemeinsamen Frühstück. Die Eltern der jungen Feuerwehrleute, sagt Oppor, sind natürlich eingeladen. Überhaupt, man würde sich darüber freuen, wenn viele Zuschauer kämen an diesem Tag. Ab 9.15 Uhr heißt es auf der Wiese jedenfalls: „Antreten zu den Wettkämpfen“. Nach der Begrüßung durch den Gemeindewehrführer und durch den Bürgermeister der Gemeinde Kalkhorst, Dietrich Neick, geht es gegen 9.30 Uhr los.

Jugendwehr Kalkhorst im Einsatz

Löschangriff, Wasserschlauch-Zielrollen und Wasserbomben balancieren

Der bei den Kindern so beliebte „Löschangriff“, bei dem es darum geht, das Wasser ihn hoher Geschwindigkeit zum Laufen zu bringen und den Wasserstrahl mit der Spritze genau zu platzieren, ist eine Disziplin, in der sich die jungen Feuerwehrleute messen werden. Die andere, vielleicht nicht ganz so beliebte, aber ebenso wichtige Disziplin: das Wasserschlauch-Zielrollen. Dabei muss ein aufgerollter Wasserschlauch handfertig geschmissen und dann ausgerollt daliegen.

Eine Spaßstation gibt es auch: Wasserbomben balancieren. Dafür werden Luftballons mit Wasser befüllt, müssen von Mann zu Mann weitergereicht und in eine Wanne befördert werden. Zum Schluss werden sie aufgestochen und geschaut, wie viel Wasser jede Mannschaft in der Wanne hat. Man kann sich vorstellen, dass es dabei hoch hergeht und der ein oder andere Ballon zugunsten von Schnelligkeit auf dem Nebenmann landet statt in der Wanne.

Brooker Dorffest auch Sonnabend

Dorffest feiert Brook an diesem Tag auch, gleich im Gut nebenan. Dort geht es ab 10 Uhr los mit dem Preisangeln, ab 13 Uhr beginnt ein Fußballturnier, ab 12 Uhr gibt es schon Schwein am Spieß. Nachmittags eine Zaubershow und Hüpfburg – es scheint jede Menge Gründe zu geben, am Samstag in Brook vorbeizuschauen.

Annett Meinke

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