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Grevesmühlen Geld für Feuerwehren im Amt Schönberger Land
Mecklenburg Grevesmühlen Geld für Feuerwehren im Amt Schönberger Land
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15:35 26.11.2019
210 000 Euro gibt es vom Land M-V für ein neues Drehleiter-Fahrzeug der Schönberger Freiwilligen Feuerwehr: (v.l.) Jörg Hochheim, Abteilungsleiter Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern, Jörn Stange, Wehrführer der FFW Schönberg und Stephan Korn, Bürgermeister von Schönberg. Quelle: FFW Schönberg
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Schönberg/Lüdersdorf

Was lange wehrt, wird endlich gut. So zumindest lautet ein altes Sprichwort. Im Fall der dringend notwendigen Neuanschaffungen, die die Freiwilligen Feuerwehren Schönberg und Neuleben/Boitin-Resdorf (Gemeinde Lüdersdorf) brauchen, ist zwar noch nicht ganz alles gut –, aber ein großer Schritt in die richtige Richtung konnte mit den Förderbescheiden, die Jörg Hochheim, Abteilungsleiter beim Innenministerium M-V, jetzt übergab, gegangen werden.

210 000 Euro bewilligte das Innenministerium für ein neues Drehleiterfahrzeug für die Schönberger Wehr, 119 000 Euro für eine neue Fahrzeughalle und die Herrichtung notwendiger Sozialräume für die ehrenamtlichen Lebensretter der Wehr aus Neuleben/Boitin-Resdorf, die zur Lüdersdorfer Freiwilligen Feuerwehr gehören.

Neue Technik ist teuer, aber notwendig

Seit zwei Jahren bemühen sich die Schönberger um Zuschüsse für ein neues Drehleiterfahrzeug. 210 000 Euro hören sich viel an, und auch der Landkreis Nordwestmecklenburg wird noch einmal in derselben Höhe fördern – dennoch, wie der Schönberger Wehrführer Jörn Stange erklärt: „Für die Stadt Schönberg bleibt ein kräftiger Eigenanteil, denn das neue Drehleiterfahrzeug soll insgesamt 700 000 Euro kosten.“

Auch wenn diese Summe erst einmal astronomisch klingt, die Schönberger Wehr braucht die neue Technik. Das alte Fahrzeug, Baujahr 1987, entspricht längst nicht mehr den heutigen Anforderungen. „Vor drei Jahren ist es gerade noch mal so durch die Inspektion gekommen.“, so Stange.

Davon mal abgesehen, der Rettungskorb des neuen Drehleiterfahrzeugs wird 475 Kilogramm Zuladung aufnehmen können, der Rettungskorb des alten Fahrzeugs darf lediglich mit 150 Kilogramm Zuladung befüllt werden. Bedeutet, wenn das neue Fahrzeug da ist, können mehr Menschen auf einmal aus luftigen Höhen gerettet werden, – auch wenn keiner hofft, dass das jemals notwendig wird. Doch falls, dann arbeitet das neue Drehleiterfahrzeug viel schneller und effektiver, weil es computergestützt gesteuert wird.

Drehleitertechnik wird eingesetzt, um Menschen aus höheren Stockwerken zu retten, wenn Fluchtwege aus einem brennenden Haus zu Fuß nicht mehr begehbar sind oder aufgrund einer Verletzung nicht begangen werden können. Die meisten Gebäude in Schönberg haben mehr als nur ein Geschoss. Zum Einsatz kommt das Drehleiterfahrzeug auch dann, wenn Flammen von oben gelöscht werden müssen oder Feuerwehrleute, die in einem höher gelegenen Stockwerk den Band bekämpfen, nicht mehr aus dem Gebäude herauskommen.

Dank und Anerkennung

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es”, hat einst Erich Kästner einmal gesagt. Dies gilt insbesondere für die Menschen, die sich freiwillig für unser Gemeinwesen einsetzen. So wie die 47 aktiven Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schönberg und die 15 aktiven Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neuleben/Boitin-Resdorf. Ich denke wir sollten immer wieder die Tätigkeit von Menschen ins Scheinwerferlicht rücken, die von ihrem Wirken häufig nicht viel Aufhebens machen. Insofern sind mit den beiden Zuwendungsbescheiden auch der Dank und die Anerkennung der Landesregierung für die ehrenamtlich geleistete Arbeit verbunden.“

Jörg Hochheim,

Abteilungsleiter des Ministerium für Inneres und Europa M-V

Neue Fahrzeughalle und Sozialräume

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neuleben/Boitin-Resdorf bekommen nun endlich eine neue Fahrzeughalle und neue Sozialräume (Dusch- und Umkleideräume).

„Die bisherige Unterbringung der Freiwilligen Feuerwehr in Boitin-Resdorf entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine Feuerwehr. Die schlechte bauliche Substanz sowie die Nichteinhaltung der technischen und der Unfallverhütungsvorschriften machen die geplanten An- und Umbaumaßnahmen zwingend erforderlich.“, erklärte Jörg Hochheim vom Innenministerium.

Erhard Huzel, Bürgermeister von Lüdersdorf hält den Förderbescheid in Händen. Rechts neben ihm Jörg Hochheim vom Innenministerium M-V. Angelique Piehl, 2., links neben dem Bürgermeister. Wehrführer Ewald-Nifkiffa, rechts neben Ministeriumsmitarbeiter. Quelle: FFW Neuleben/Boitin-Resdorf

Angelique Piehl, eine von drei Feuerwehrfrauen der Ortswehr, – insgesamt engagieren sich in der Ortswehr 15 Kameraden ehrenamtlich –, war bei der Übergabe des Fördermittelbescheids in Höhe von 119 000 Euro mit dabei. Auch Wehrführer Thomas Ewald-Nifkiffa, der auch der Gemeindewehrführer Lüdersdorf ist, und andere Kameraden, die bereits Arbeitsschluss hatten, waren zugegen, ebenso der Lüdersdorfer Bürgermeister Erhard Huzel (CDU).

Was den Fertigstellungstermin der neuen Fahrzeughalle und der neuen Sozialräume angeht, hofft Angelique Piehl, die unter anderem die Gemeindesicherheitsbeauftragte ist und auch die Facebook-Seite der Ortswehr betreut, „dass es im nächsten Jahr losgeht und auch fertiggestellt wird.“ Die Chancen dafür stehen gut, denn meist müssen Fördermittel innerhalb eines Jahres abgerechnet werden.

 

Von Annett Meinke

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