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Grevesmühlen Kanadagänse am Ploggensee
Mecklenburg Grevesmühlen Kanadagänse am Ploggensee
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17:27 23.10.2018
Diese Kanadagänse hat Tierärztin Gudrun Held am vergangenen Wochenende auf einem Spaziergang am Ploggensee entdeckt. Quelle: Gudrun Held
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Grevesmühlen

Da staunte die Grevesmühlenerin Gudrun Held nicht schlecht, als sie am vergangenen Wochenende mit ihrer Tochter am Ploggensee spazieren ging, – dort wo die Gärten ein Ende nehmen und das Naturschutzgebiet beginnt. „Wir sahen die Gänse mit diesem typischen schwarzen Kopf“, erzählt die Tierärztin, die in der Seestraße auch einen Heimtierservice neben ihrer Praxis betreibt, „und ich dachte mir gleich: Das sind doch Kanadagänse.“ Sie fotografierte die Tiere in der Abenddämmerung und sah zu Hause im Internet nach. Ihre Annahme bestätigte sich.

Da sie zuvor noch nie diese Art von Gänsen hier erblickt hatte, die ihrem Namen nach, eigentlich aus Kanada stammen, fragte sie sich, ob sie vielleicht aus einem Zoo entwischt sein könnten. „Die Tiere waren relativ zahm.“, sagt sie. Doch eine Nachfrage beim Naturschutzbund in Schwerin ergab, dass Kanadagänse schon länger auch in Mecklenburg-Vorpommern heimisch sind.

Tatsächlich ist die Kanadagans (Branta canadensis) die größte Wildgans, die man mittlerweile in Deutschland beobachten kann. Sie hat sich inzwischen über ganz Europa verbreitet. Ganz falsch lag die Tierärztin mit ihrer Vermutung dennoch nicht. Verbreitung in Norddeutschland fand die Kanadagans auch deshalb, weil früher in Hamburg Kanadagänse in Zierparks freigesetzt wurden. Im Winter kommen auch viele dieser Zugvögel aus Skandinavien nach Deutschland, um hier zu überwintern. Wird es in Deutschland zu kalt, fliegen sie weiter gen Süden.

Man kann Kanadagänse in Norddeutschland an Flüssen, Seen, Hochmooren, in Naturschutzgebieten und Parks erblicken. Bei den Kanadagänsen sehen die Weibchen und Männchen im Gefieder gleich aus. Der Unterschied zwischen ihnen ist lediglich in der Größe und im Gewicht auszumachen. Das Männchen, auch Ganter genannt, ist größer und schwerer. Das Gefieder von Kopf und Hals und der Schnabel sind schwarz, die Kinnstreifen weiß, der Rücken hat ein bräunliches Gefieder, die Brust ist heller, die Unterschwanzfedern sind weiß und die Beine und Füße schwarz.

Ob die Vögel, die Gudrun Held beobachtet hat, nur Zwischenstation in Grevesmühlen am Ploggensee machten, ob sie schon weiter gezogen sind oder länger bleiben, ist nicht ganz klar. Wer sie beim Spaziergang entdeckt, wird sich sicherlich an ihrem Anblick erfreuen.

Annett Meinke

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