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Güstrow Back-Discounter gefährden Handwerksberuf
Mecklenburg Güstrow Back-Discounter gefährden Handwerksberuf
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07:14 12.12.2014
Bäckermeister Jens Kubin will in seinem Kreativbackstudio Azubis ausbilden.
Bäckermeister Jens Kubin will in seinem Kreativbackstudio Azubis ausbilden. Quelle: Steffen Thimm
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Güstrow

Backdiscounter punkten mit massenhaft produzierter Ware zu günstigen Preisen. Traditionsbäcker haben wegen Personal- und Produktionskosten das Nachsehen. Diese Entwicklung bedroht langfristig das traditionelle Handwerk der Bäcker, auch im Raum Güstrow.

„Viele Ketten bilden überhaupt keine Bäcker mehr aus, sondern nennen den Beruf ,Anlagenfahrer’. Das sind Industriebäcker, bei denen kein Handwerk mehr gefragt ist“, warnt Gottschalk, Obermeister und Vorstandsmitglied der Bäcker- und Konditoren-Innung Mecklenburg-Mitte.

Im Landkreis Güstrow scheint das Interesse für den traditionellen Handwerksberuf zu lahmen: Von 2011 bis 2013 gab es insgesamt nur sechs Auszubildende. Aktuell sind es zwei Nachwuchskräfte, teilt die Handwerkskammer Schwerin mit. In Güstrow lernt zurzeit nur ein Auszubildender, wie Teigwaren hergestellt werden.

Bäckermeister wie der Güstrower Jens Kubin wollen dem Trend entgegensteuern. „Nächstes Jahr möchte ich eine Verkaufsfachkraft anlernen, ab 2016 einen Bäckergesellen ausbilden", sagt der 36-Jährige. 



Steffen Thimm