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Güstrow Caffier alarmiert: Erste rechte Bürgerwehr patrouilliert im Land
Mecklenburg Güstrow Caffier alarmiert: Erste rechte Bürgerwehr patrouilliert im Land
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08:01 07.04.2015
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (2.v.l., CDU) unterhält sich mit Polizisten. Der Landes-Innenminister spricht von einem bisher einmaligen Vorgang in MV: „Das Gewaltmonopol liegt in den Händen des Staates und gehört nicht in die Hände dubioser und rechtsextremistisch unterwanderter Bürgerwehren.“
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (2.v.l., CDU) unterhält sich mit Polizisten. Der Landes-Innenminister spricht von einem bisher einmaligen Vorgang in MV: „Das Gewaltmonopol liegt in den Händen des Staates und gehört nicht in die Hände dubioser und rechtsextremistisch unterwanderter Bürgerwehren.“ Quelle: Bernd Wüstneck
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Güstrow

Die Polizei warnt vor Selbstjustiz in MV: Selbst ernannte Ordnungshüter aus der rechtsextremen Szene sorgen für Aufregung in Güstrow – weil sie nachts als „Bürgerwehr“ durch die Stadt ziehen. „Das ist eindeutig eine Aktion der rechten Szene“, sagt Gert Frahm, Sprecher der zuständigen Polizeiinspektion in Güstrow. Der Landes-Innenminister spricht von einem bisher einmaligen Vorgang im Land. Lorenz Caffier (CDU): „Wir brauchen keine selbst ernannten Hilfssheriffs! Das Gewaltmonopol liegt in den Händen des Staates und gehört nicht in die Hände dubioser und rechtsextremistisch unterwanderter Bürgerwehren.“

Im Internet brüsten sich die Organisatoren mit ihrer „Patrouille“ zum „Schutz der Bevölkerung vor kriminellen Aktivitäten“. Dabei sind etliche Mitglieder der „Güstrower Bürgerwehr“ selbst schon durch Straftaten aufgefallen. Einer der Rädelsführer ist nach OZ-Informationen ein mehrfach vorbestrafter Kommunalpolitiker der NPD im Landkreis.

„Am Abend des Karfreitag gingen die Personen erstmals auf Streife“, berichtet Frahm – allerdings unter Aufsicht der Polizei: „Wir wussten von der Aktion.“ Während auf der Facebook-Seite „Güstrow wehrt sich gegen Asylmissbrauch“ von 45 Teilnehmern die Rede ist, spricht die Polizei von 27 Personen, die die Beamten auch kontrollierten. „Wir haben keine Waffen gefunden, aber in einem Fall verbotene Feuerwerkskörper. Das wird ein juristisches Nachspiel haben“, kündigt Frahm an.



Andreas Meyer