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Güstrow So sieht die neue Spitze des DRK-Kreisverbandes Doberan aus
Mecklenburg Güstrow So sieht die neue Spitze des DRK-Kreisverbandes Doberan aus
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17:00 29.11.2019
Susann Wieland und Frank Schulz (rechts) übernehmen die Nachfolge von Fred Wollnitzke, der nun vermehrt Zeit für seine Bienenzucht hat. Quelle: Cora Meyer
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Stäbelow

Ein echter Abschied ist es nicht: Nach 20 Jahren als Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Kreisverband Bad Doberan, geht Fred Wollnitzke in den Ruhestand. Doch der 65-Jährige will dem DRK erhalten bleiben. Er wird die Bauberatung für die Projekte in Sanitz, Schwaan und Kritzmow übernehmen, weitere Maßnahmen sind geplant. Auf diese Weise könne der Kreisverband von der langjährigen Erfahrung Fred Wollnitzkes profitieren, sagte Karin Brümmer, Präsidentin des Kreisverbandes Bad Doberan.

Am Freitag waren mehr als 100 Gäste nach Stäbelow gekommen, um den Beginn des neuen Lebensabschnitts mit dem Jubilar zu feiern. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagte Fred Wollnitzke. „Und es macht mich stolz, dass wir so viel Anerkennung erfahren.“

Karriere begann in Fußstapfen des Vaters

Zur Feierstunde waren unter anderem Landrat Sebastian Constien (SPD), Kreisbrandmeister Mayk Tessin, der Präsident des DRK-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Werner Kuhn, die Geschäftsführerin des Regionalverbandes Bad Doberan der Arbeiterwohlfahrt, Kathrin Polz, und zahlreiche Bürgermeister gekommen. Auch die Familie von Fred Wollnitzke war dabei, darunter sein 98 Jahre alter Vater Albert. In dessen Fußstapfen begann sein Werdegang beim DRK: als Krankenwagenfahrer. „Ich bin als Kind schon mit ihm mitgefahren“, sagte Fred Wollnitzke. Wenn Not am Mann war, habe er den Krankenwagen auch schon mal anschieben müssen. Nach der Schule wollte Fred Wollnitzke dann selbst ans Steuer.

Rettung des Verbandes vor der Insolvenz

Er absolvierte eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und begann am 7. Dezember 1976 beim Deutschen Roten Kreuz. Fred Wollnitzke arbeitete sich hoch: Er bildete sich weiter zum Facharbeiter für Krankenpflege, wurde Rettungsassistent und schließlich Leiter der Wache in Bad Doberan. Dann übernahm Fred Wollnitzke die Leitung des Rettungsdienstes des Kreisverbandes.

„Eine bemerkenswerte Karriere“, sagte Karin Brümmer, Präsidentin des Kreisverbandes, „die ermöglicht wurde durch die konsequente Nutzung aller Angebote zur Fortbildung.“ Sie bezeichnete Fred Wollnitzke als den „Retter des Kreisverbandes“. Nach der Wende geriet der Verband in wirtschaftliche Schwierigkeiten, „nur dank des Landkreises konnten wir überleben“, sagte Karin Brümmer. Fred Wollnitzke habe in seiner Zeit als Kreisgeschäftsführer den Verband aus der drohenden Insolvenz herausgeführt. Heute habe dieser 383 Mitarbeiter und eine Bilanzsumme von 30 Millionen Euro, sagte Karin Brümmer.

Diese Leistung würdigten auch Werner Kuhn und Sebastian Constien in ihren Reden. Fred Wollnitzke sagte, der Landrat sei immer ein verlässlicher Partner gewesen – unter anderem bei der „Flüchtlingssituation“ im Jahr 2014/2015. „Auf sein Wort konnte man sich verlassen.“

Doppelspitze übernimmt Nachfolge

Dass Fred Wollnitzke bei Gemeinden und Kreis Vertrauen in den Kreisverband geschaffen habe, würdigte auch Werner Kuhn. „Und wenn ein Urgestein wie Fred Wollnitzke in den Ruhestand geht, ist es gut, wenn alles geregelt ist“, sagte der Landespräsident. Und so hatte der bisherige Geschäftsführer bereits die Weichen für seine Nachfolge gestellt. Susann Wieland und Frank Schulz werden den Kreisverband künftig gemeinsam führen.

Peter Struve, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Güstrow, hatte ein besonderes Geschenk für den Jubilar: Er ernannte ihn zum 1. Ehrengeschäftsführer des Kreisverbandes Bad Doberan – auch das verbunden mit der Einladung zu künftigen Vorstandssitzungen. Eine weitere Auszeichnung hatte Fred Wollnitzke bereits vor zwei Wochen in Empfang nehmen dürfen: Er erhielt die Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes.

Am Abend nach der offiziellen Feierstunde feierte Fred Wollnitzke noch zusammen mit seinen Mitarbeitern. Ihnen galt sein persönlicher Dank, denn: „Ein Dirigent ist immer nur so gut wie sein Orchester.“

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Von Cora Meyer

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