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Güstrow Drama bei Rostock: Junge (4) fällt in Teich und wird wiederbelebt
Mecklenburg Güstrow Drama bei Rostock: Junge (4) fällt in Teich und wird wiederbelebt
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00:00 04.01.2016
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Klein Sprenz

Dramatische Szenen in Klein Sprenz bei Rostock: Ein vierjähriger Junge ist auf dem Grundstück seiner Großeltern am Sonnabend in den Gartenteich gestürzt. Er trieb danach mehrere Minuten unter Wasser. Sein Vater konnte ihn laut Polizeiangaben bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers zwar erfolgreich reanimieren. Dennoch sollen die Ärzte danach eine halbe Stunde lang um das Leben des Jungen gekämpft haben. Er liegt nun in der Rostocker Universitätsklinik.

In Klein Sprenz bellt gestern ein Hund auf dem Grundstück der Großeltern, mehrere Autos parken vor dem Haus. Durch die Hecke ist der große Teich zu sehen, in dem sich alles abgespielt hat. Auf das Unglück direkt deutet nichts mehr hin. Zwei Spaziergängerinnen aus dem Nachbarsdorf fragen neugierig: Wie geht es dem Jungen? Doch zu seinem Gesundheitszustand geben die Ärzte des Uni-Klinikums keine Auskunft. Ereignet hat sich der Unfall am Sonnabend gegen 15.30 Uhr — bei einer Außentemperatur von minus neun Grad Celsius. „In ein Gewässer fallen ist das Übelste, was Kindern passieren kann“, sagt Professor Matthias Heckmann, Chef der Kinder-Intensivstation der Greifswalder Universitätsmedizin. Das Gehirn sei das Organ mit der geringsten Toleranz gegen Sauerstoffmangel. Darum seien die Schäden nach solchen Unfällen oft gravierend, schwere Behinderungen nicht auszuschließen. „Aber es gibt auch Fälle, in denen sich die Kinder komplett erholen“, betont Matthias Heckmann, der schon viele solcher verunglückten Kinder behandelt hat. Einmal hatte er zwei Behandlungen an einem Abend — ein Kind starb, das andere überlebte.

Bei Kindern im Vorschulalter ist Ertrinken die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache. Jedes Jahr fallen Kinder in Gartenteiche, Bäche und Regentonnen. Wegen ihres verhältnismäßig großen Kopfes und einer noch untrainierten Nackenmuskulatur können Kleinkinder schon in einer 20 Zentimeter tiefen Pfütze ertrinken. Ein Überlebender ist Nic von der Insel Rügen. Im April 2013 fiel er als Zweijähriger in den Teich seiner Großeltern und musste 40 Minuten wiederbelebt werden. Nach drei Wochen konnte der Zweijährige die Klinik gesund verlassen — und nach einer speziellen Behandlung.

Im Uni-Klinikum Greifswald werden einige Kinder zunächst mit Hilfe eines speziellen Gerätes, das sich Artic Sun nennt, 72 Stunden lang auf 33 Grad Körpertemperatur heruntergekühlt. „Um das Gehirn zu schützen“, erklärt Professor Heckmann. Er behandelte auch im Juli 2015 ein zehn Monate altes Mädchen aus Katzow nahe Greifswald. Es war auf die Terrasse des Eigenheimes geklettert und rutschte in den angrenzenden Gartenteich.



Kerstin Schröder

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