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Güstrow Fitness-Studio schließt Migranten aus – und erntet Shitstorm
Mecklenburg Güstrow Fitness-Studio schließt Migranten aus – und erntet Shitstorm
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11:04 27.07.2017
Mit diesem Zettel sorgte ein Fitness-Studio aus Güstrow für Aufregung im Internet. Quelle: Screenshot
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Güstrow

Große Aufregung um einen Facebook-Post: Nach der Festnahme von drei Terrorverdächtigen in Güstrow verschickte das Easy Fitness in Güstrow ein Foto an Mitglieder und Facebook-Freunde. Inhalt: die Information, dass man „keine Mitbürger mit Migrationshintergrund mehr aufnehmen“ werde. Dies geschehe vor allem „zum Schutz unserer Mitglieder“.

Seitdem erntet das Fitnesstudio einen Proteststurm. Kritiker werfen ihm Rassismus vor, nennen den Club „einen erbärmlichen Nazi-Verein“ oder deuten an, dass sie das nächste Mal mit „Ariernachweis“ erscheinen würden. Karen Larisch aus Güstrow, Landtagsabgeordnete der Linken, erklärt: „Wenn in Güstrow alle durchdrehen und Personen unter Generalverdacht gestellt werden, nennt man das nicht Vorsicht, sondern Rassismus!“

Das Easy Fitness hat reagiert und sich für den Post entschuldigt. Dieser sei „nicht mit den Betreibern des Clubs abgesprochen“. Weiter heißt es: „Wir distanzieren uns klar von solchen Äußerungen und heißen auch in Zukunft alle Menschen herzlich Willkommen.“

Für Nachfragen war die Geschäftsführung bisher nicht zu erreichen. So bleibt die Frage offen, wer den ersten Post überhaupt in die Welt schickte. Am Telefon hieß es im Easy Fitness, es sei zum Thema alles gesagt. Der Protest von Facebook-Nutzern  geht indes weiter.

 Frank Pubantz