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Güstrow „Kreisstadt“: Und noch ein Titel für den Schilderwald
Mecklenburg Güstrow „Kreisstadt“: Und noch ein Titel für den Schilderwald
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07:37 13.05.2014
Wie in dieser Montage könnte der Zusatz „Kreisstadt“ bald auf den Ortseingangsschildern stehen. Montage: Arno Zill
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Güstrow

Die Fläche auf Güstrows Ortseingangsschildern könnte bald knapp werden. Von den Stadtvertretern kommen immer neue Vorschläge, wie die Barlachstadt auf den gelben Schildern angekündigt werden soll. Die neueste Idee stammt von Sebastian Berg (CDU). Für ihn ist es absurd, dass Auswärtige nicht auf einen Blick erkennen können, dass sie eine Kreisstadt besuchen. Daher soll dieser Zusatz auf allen Schildern am Stadtrand vermerkt werden.

„Die Idee kam mir, als wir vor ein paar Wochen Besuch aus der Ukraine und aus Schwerin hatten. Denn wenn man nach Güstrow reinfährt, kann man auf den Schildern nichts von einer Kreisstadt lesen“, sagt Berg. Touristen und andere Ortsunkundige könnten annehmen, dass Rostock die Kreisstadt sei. Bislang steht auf den Schildern „Barlachstadt Güstrow, Landkreis Rostock“. Doch das reicht Sebastian Berg nicht: „Andere Landkreise haben ihre Hauptstädte auch ausgewiesen.“

Ein Problem könnte der Platz auf dem Ortsschild werden. Wo soll der ZusatzKreisstadt“ noch stehen. „Dass dort ,Barlachstadt‘ oben drüber steht, ist für mich völlig in Ordnung. Wenn es nicht passt, könnte ich mir auch eine Begrüßungstafel vorstellen“, sagt Berg. Dort solle dann stehen: „Willkommen in der Kreisstadt des Landkreises Rostock“. Zudem schreibt er in seinem Antrag, dass ein solcher Zusatz zu einer höheren „Identifikation und zur Vermeidung von Irritation“ beitragen könnte. Seit 2006 darf Güstrow sich auch Barlachstadt nennen und trägt diesen Zusatz auf den Ortseingangsschildern. Zudem rühmt sich die Stadt mit Beinamen wie umweltgerechte Stadt oder Residenzstadt.

Stadtvertreter Hans-Georg Kleinschmidt (SPD) hatte einen ähnlichen Antrag zur letzten Sitzung der Stadtvertretung im März gestellt — allerdings mit einem anderen Hintergrund. Er wollte eine erneute Prüfung der Stadt veranlassen, ob Güstrow den Status eines staatlich anerkannten Erholungsortes anerkannt bekommen könnte. „Die gesetzlichen Rahmenbedingungen stimmen.“ Zudem wäre der Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ ein zusätzliches Marketingsegment. „Wir könnten damit werben — auch auf den Ortsschildern“, betonte Kleinschmidt (die OZ berichtete). Aus Sicht der Verwaltung schien dieser Antrag allerdings überflüssig. „Die notwendigen Kriterien wurden damals wie heute nicht von der Stadt erfüllt“, sagte Stadtrat Andreas Brunotte. Eine erneute Prüfung könne aber dennoch stattfinden.

Auch der aktuelle Antrag von Sebastian Berg ist zunächst nur ein Prüfantrag. „Letztendlich muss die neue Stadtvertretung darüber entscheiden. Ich will die Diskussion nur anschieben“, sagt der CDU-Mann. Das Ergebnis der Prüfung werde dann womöglich erst im September vorgelegt. Denn erst dann tagt nach der Kommunalwahl am 25. Mai, konstituierender Sitzung im Juli und anschließender Sommerpause die nächste ordentliche Stadtvertretung.

Stadtvertretung: Öffentliche Sitzung am Donnerstag um 18 Uhr im Bürgerhaus, Sonnenplatz 1

Eine Stadt, viele Titel
2006 bekam Güstrow den offiziellen Titel „Barlachstadt“ anerkannt. Seit dem ist er auf den Ortsschildern zu lesen. Zudem trägt Güstrow Beinamen wie Residenzstadt oder umweltgerechte Stadt. 2004 unternahm die Stadt den Versuch, beim Landesministerium für Soziales den Status eines Erholungsortes zu beantragen und mit diesem Titel auf den Ortsschildern zu werben. Das Unternehmen scheiterte wegen nicht erfüllbarer Kriterien. Zur Zeit wird dies erneut geprüft. Sollen beide Titel — „Kreisstadt“ und „Erholungsort“ auf die Ortsschilder kommen, könnte die nutzbare Fläche auf diesen knapp werden.



Michaela Krohn

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