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Güstrow Kreistag will nicht mehr in Münsterstadt tagen
Mecklenburg Güstrow Kreistag will nicht mehr in Münsterstadt tagen
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06:39 06.11.2014
Regelmäßig finden im großen Saal des Doberaner Landratsamtes großes Konzerte statt. Doch dem Kreistag ist die Akustik zu schlecht. Quelle: Sabine Hügelland
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Güstrow

In der Politik bleibt Doberan vorerst außen vor – jedenfalls als Tagungsort: Weil die Akustik im Festsaal des alten Landratsamtes zu schlecht ist, soll der Kreistag vorerst nur noch in Güstrow tagen. Das bestätigte Kreispräsidentin Ilka Lochner-Borst (CDU) der OZ. Bevor das Regionalparlament wieder in der Münsterstadt zusammenkommen könne, müssten Zehntausende Euro in die Ton-Technik investiert werden werden, so Lochner-Borst.

An der Entscheidung des Präsidiums gibt es nun aber massive Kritik - aus allen Parteien: „Das ist völlig unangemessen“, sagt Kreistagsmitglieder Rainer Karl, Bürgermeister in Kühlungsborn. „Der Saal in war für mehr als 20 Jahre völlig ausreichend für Doberans Kreistag.“ Ja klar, die Akustik war nie sonderlich gut. Das räumt auch Karl ein. „Aber ich habe dort immer alle verstanden. Für die Festspiele MV ist der Saal als Spielstätte übrigens auch gut genug.“ Das sieht CDU-Fraktionschef Fred Ibold ganz ähnlich: „Ich war selbst mal Kreispräsident in Doberan. Und bei mir hat sich nie einer beklagt, dass er mich nicht hören konnte.“ Dass der Kreistag nur noch in Güstrow tage sei „unfair“ gegenüber den Bürgern aus dem Nordkreis.

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Auch SPD-Frontmann Hartmut Polzin wünscht sich, dass der Kreistag in die Münsterstadt zurückkehrt: „Das wäre die vernünftigste Lösung. Denn die Fahrten nach Güstrow sind für die Bürger aus dem Norden mit einem gewissen Aufwand verbunden.“



Andreas Meyer