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Güstrow Land fordert mehr Mitsprache bei Flughafen
Mecklenburg Güstrow Land fordert mehr Mitsprache bei Flughafen
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14:21 18.01.2014
Infrastrukturminister Christian Pegel (Mitte) besuchte am Freitag den Flughafen Rostock-Laage. Quelle: Ove Arscholl
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Laage

Das Land fordert mehr Mitspracherecht beim Flughafen Rostock-Laage. Das betonte der neue Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) bei seinem Antrittsbesuch am Freitag auf dem Flughafen. Hier klärte er mit den Gesellschaftern – Stadt und Landkreis Rostock sowie Laage – und der Geschäftsführung letzte Details für einen Neustart des defizitären Unternehmens. „Wir wollen zwei Plätze im Aufsichtsrat und bei den Gesellschaftersitzungen dabei sein", so der Minister. Zudem sollen die Gesellschafter klare Ziele für 2017 formulieren. 

Das Land hatte den Flughafen gerettet, indem es seinen Zuschuss bis 2017 auf eine Million Euro pro Jahr verdoppelte. Nun muss der Landkreis nachziehen. Dieser hatte beschlossen, seine Zuschüsse von 640 200 Euro für 2013 auf 400 000 Euro ab 2014 begrenzen zu wollen. Der Kreisausschuss hat dem Kreistag am Donnerstag jedoch bereits empfohlen, den Beschluss zurückzunehmen.

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Pegel zeigte sich überzeugt, dass die Entscheidung zum Ausgleich der hohen Verluste trotz anhaltender Kritik richtig ist. Der Flughafen sei wichtiger Bestandteil der Infrastruktur im Land. Zudem würden sich durch die Kooperation mit der Luftwaffe, die in Laage ein Geschwader stationiert hat, Vorteile auch für den zivilen Teil des Flughafens ergeben. „Die Kosten pro Fluggast sind bundesweit mit am geringsten“, sagte Pegel. Medienberichten zufolge ist wegen mangelnder Auslastung für 2013 bei weniger als 200 000 Fluggästen dennoch mit einem Minus von 2,65 Millionen Euro zu rechnen.



OZ