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Güstrow Schwere Vorwürfe gegen Justizvollzugsanstalt
Mecklenburg Güstrow Schwere Vorwürfe gegen Justizvollzugsanstalt
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05:00 10.10.2016
Zellengang in der JVA Bützow: Die Gefängnisleitung soll einen Häftling neun Monate lang ohne Rechtsgrundlage in Isolationshaft gesteckt haben.
Zellengang in der JVA Bützow: Die Gefängnisleitung soll einen Häftling neun Monate lang ohne Rechtsgrundlage in Isolationshaft gesteckt haben. Quelle: Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern
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Bützow

Die Justizvollzugsanstalt Bützow (JVA) hat einen Häftling ein Dreivierteljahr lang offenbar ohne rechtliche Grundlage in Isolationshaft gesperrt. Der 55-Jährige, der eine Haftstrafe wegen versuchten Mordes verbüßt, war zwischen Oktober 2015 und Ende Juli dieses Jahres von sozialen Kontakten weitgehend abgeschnitten und erhielt auch nicht die vorgeschriebenen medizinischen Kontrollen.

Weil er ständig gegen die Gefängnisleitung und das Justizministerium klagt, gilt der Mann als Querulant. Das Rostocker Landgericht erklärte die sogenannte Absonderung jetzt für rechtswidrig. Die JVA will laut Justizministerium Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen.

Gerald Kleine Wördemann