Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Güstrow Sellering spricht mit Güstrowern
Mecklenburg Güstrow Sellering spricht mit Güstrowern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 17.04.2014
Anzeige
Güstrow

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat gestern 17 Güstrower zur Bürgersprechstunde im Rathaus empfangen und sich mit ihnen unterhalten. Die Anliegen, die die Bürger haben, waren ganz unterschiedlich. Es gehe vor allem um Bildung, regionale Infrastruktur, wie den Ausbau von Radwegen, Problemen mit Ämtern oder erneuerbare Energien. Die ersten Gesprächspartner in der Barlachstadt waren Renate Schenk und Ilse Tantzky.

Insgesamt hat Sellering seit seinem Amtsbeginn schon mehr als 1200 Menschen im Land bei den Bürgersprechstunden getroffen. Im Dezember 2008 hatte der Ministerpräsident in Altentreptow (Mecklenburgische Seenplatte) erstmals dazu eingeladen. Gestern fand in Güstrow die 50. Bürgersprechstunde statt. „Das Wichtigste an der Bürgersprechstunde ist die Begegnung mit den Menschen, die Information aus erster Hand“, betonte der Ministerpräsident bei der Jubiläumsrunde. In zwei Online-Sprechstunden hatte er ebenfalls den Dialog gesucht.

Die fast monatliche Sprechstunde führte Sellering unmittelbar nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten im Herbst 2008 ein. Im direkten Austausch könnten Bürger ihre ganz individuellen Anliegen, Probleme oder Wünsche vorbringen, was in Bürgerforen eher schwieriger sei, begründete Sellering das Angebot. Für die Gespräche nahm er sich fast 260 Stunden Zeit, bilanzierte die Staatskanzlei. Neben Einzelpersonen kamen auch ganze Familien und Vertreter von Vereinen, Verbänden und Bürgerinitiativen. Viel Gesprächsstoff hätte es in den vergangenen Jahren gegeben. Vor allem das Ehrenamt oder die Arbeit von Behörden stünden weiterhin im Mittelpunkt.

„Was mich ärgert, ist vor allem, wenn mir die Bürger berichten, dass sie in Verwaltungen unfreundlich behandelt werden. Das geht nicht“, machte Sellering deutlich. Zwar könne er nicht in jedem Fall helfen, räumte der Regierungschef ein. Doch sei es wichtig zuzuhören und möglichst Gesprächspartner zu vermitteln.



Michaela Krohn