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Güstrow Studie: Kommunen sparen sich kaputt
Mecklenburg Güstrow Studie: Kommunen sparen sich kaputt
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06:24 21.07.2015
Im Teterower Rathaus wird kräftig gespart - aber bald kaum noch investiert. Quelle: Nina Gottschalk
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Teterow

Viele Kommunen in MV sparen zu Lasten dringend notwendiger Investitionen. Der Interessenverband Verbundnetz für kommunale Energie (VfkE) verglich exemplarisch die finanzielle Entwicklung mehrerer Städte in Ostdeutschland bis 2018. Ergebnis: Vielerorts sinken zwar die Schulden deutlich, aber auch die Investitionen gehen dramatisch zurück. Die Städte sparen sich regelrecht kaputt.

In Mecklenburg-Vorpommern blickte der VfkE auf die Haushaltsentwicklung von Teterow (Landkreis Rostock): Vor fünf Jahren hatte die 9000-Einwohner-Stadt noch 8,3 Millionen Euro Schulden. 2018 sollen es nur noch 1,8 Millionen sein. Gleichzeitig sinken aber auch die Investitionsausgaben von 1,3 Millionen (2009) auf nur noch 182 000 Euro (2018).

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„Wir sehen diese Entwicklung in vielen Städten“, sagt Andreas Wellmann, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetags MV. „Aber Investitionen sind nötig, um eine Kommune gestalten zu können.“ Und vor den Städten lägen noch große finanzielle Aufgaben wie die Versorgung mit Breitband-Internet, Schul- oder Brückensanierungen. „Eigentlich müssten die Kommunen auch Rücklagen bilden, doch dazu sind sie meist nicht in der Lage.“



Axel Büssem