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Güstrow Volleyballer aus Bellin holen sich den Borwin-Pott
Mecklenburg Güstrow Volleyballer aus Bellin holen sich den Borwin-Pott
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01:30 16.09.2014
Die Siegermannschaft aus dem kleinen Dorf Bellin. Sie gewann souverän den begehrten Pott. Fotos (2): Hans-Albrecht Kühne
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Güstrow

— 23 Mannschaften konnte Cheforganisator Ulf Schade vom gastgebenden GSC am Samstagmorgen in der Kongresshalle begrüßen zum „Borwin-Volleyballpott Güstrow“. 23 Mannschaften, damit war der Teilnehmerrekord dieses Turniers für Mixed-Mannschaften (mindestens zwei Frauen müssen bei jedem Sechser gleichzeitig auf dem Feld sein) aus dem Vorjahr eingestellt. Los ging es mit den Gruppenspielen (fünf Vierer- und eine Dreiergruppe), in denen die 16 Achtelfinalisten ermittelt wurden. „Jeder soll möglichst viele Spielmöglichkeiten bekommen und nicht nach zwei Niederlagen gleich wieder nach Hause fahren müssen“, nannte Schade ein Hauptanliegen des Turniers.

Schades Mannschaft („Die VfLer“) profitierte gleich von dieser Regelung, denn nach der 0:2-Auftaktniederlage gegen Vorjahressieger Groß Wokern kämpften sie sich nur als einer der vier besten Gruppendritten ins Achtelfinale vor, siegten dort und schalteten im Viertelfinale schließlich Pottverteidiger Groß Wokern in einem dramatischen Drei-Satz-Spiel mit 2:1 (20:17, 11:20, 15:13) aus.

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Gelungene Revanche für das verlorene Auftaktspiel!

Im Halbfinale jedoch setzte Bellin den VfLern mit einem klaren 2:0 das Stoppzeichen. „Bellin gegen Berlin“ hatte deren Gruppenauftakt-Begegnung geheißen. Die „Dörfler“ aus dem kleinen Ort etwa zehn Kilometer südlich von Güstrow trennte mehr als nur der eine Buchstabe im Namen von den Hauptstädtern. Leistungsmäßig zumindest, denn beim sicheren 2:0 ließen die Belliner den Berliner „Desperados“

kaum eine Chance.

Um den Ü 40-Badmintonspieler vom GSC, Matthias Jäckel, und dessen knapp 18-jährige Tochter Rebecca (Abiturientin und gleichfalls Badmintonspielerin) hatte sich eine schlagkräftige Bellin-Truppe zusammengefunden: Robert Frick, Robert Röhrig und Heiko Stegemann, allesamt noch beim GSC in der Volleyball-Verbandsliga am Ball, Michel Großmann, der mit 2,05 Meter seinem Familiennamen vollauf gerecht wird, und schließlich Anne Stegemann, die das ABC am hohen Netz während des Studiums in Kiel erlernt hatte und in der Kongresshalle als überragende Zuspielerin glänzte.

Lag das gute Verständnis vielleicht auch daran, dass Ehemann Heiko mit auf dem Parkett stand? Bellin marschierte durch die Gruppe und putzte schwere Gegner (Kandelin im Achtel-, Dabel im Viertel- bzw. „Die VfLer“ im Halbfinale) jeweils mit 2:0 weg. Fürs Endspiel hatten sich auch — nicht ganz unerwartet — die „VIPs“ aus Güstrow qualifiziert: VIP — das steht für „Volleyball interessierte Personen“. Die wollten nach ihrem Premierensieg 2008 nun, in der 7. Auflage, den Borwin-Pott mal wieder gewinnen, verriet der „Alterspräsident“ der Mannschaft, Joachim Faustmann (51) vor dem Finale.

Die gemischte Mannschaft, zu der mit Denny Radloch, Andy Rhode und Mirko Krause auch drei GSC-Volleyballer gehören, trifft sich immer dienstags zum Freizeitsport in der Schule am Inselsee. Philipp Wolff, Jana Aust, Anja Bockholdt, Stephan Faustmann, Simone Pettke und Christiane Dreyer vervollständigten die VIPs in der Kongresshalle und hatten bei jedem Spiel die lautstärkste Unterstützung.

Rot-Weiß Berlin im Achtel- und Greifswald im Viertelfinale wurden noch wie erhofft von den VIPs 2:0 geschlagen, ehe ihnen die „Gummibärenbande“ im Halbfinale alles abverlangten. Die junge bunte Erzieher- und Studentenmannschaft aus Rostock und Güstrow zwang die VIPs in einen Entscheidungssatz, der lange auf des Messers Schneide stand (15:12).

Vielleicht fehlten die „Körner“ aus dem Habfinale den VIPs im Endspiel? Bis zum 15:16 wogte der Kampf im 1. Satz noch hin und her, ehe die Belliner sich mit 20:17 durchsetzen konnten. Im 2. Satz zogen die Belliner schnell über 10:3 und 16:5 auf 19:7 davon, bevor sich die VIPs noch einmal aufbäumten. Sechs Matchbälle wehrten sie hintereinander ab.

Litten die Belliner an einem Zielkomplex? Nein, Heiko Stegemann fand mit seinem platzierten Schmetterschlag die Lücke im Feld der VIPs. Die größere Angriffswucht, die tollen Einerblöcke von Robert Frick und das präzise Zuspiel von Anne Stegemann hatten den Unterschied ausgemacht, sicherten Bellin verdient den Borwin-Volleyballpott.

Endrunde:
Endspiel: Team Bellin — VIPs Güstrow 2:0 (20:17, 20:13), Spiel um Platz 3: Die VfLer — Gummibärenbande Rostock/Güstrow 1:2 (18:20, 20:15, 12:15).
Jeder soll möglichst viele Spielmöglichkeiten bekom- men und nicht nach zwei Niederlagen nach Hause fahren müssen.“Ulf Schade, Turnier-Organisator



Hans-Albrecht Kühne

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