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Mecklenburg „Ich freue mich, wenn ich mit meinem Wirken Menschen berühre“
Mecklenburg „Ich freue mich, wenn ich mit meinem Wirken Menschen berühre“
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Katharina Thalbach in „Engel aus Eisen“ (1981) mit Hilmar Thate. Quelle: ABSOLUT MEDIEN
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Rostock/Berlin

Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit der Schauspielerin über ihre Rollen, über ihre Verbindung zu Ost-Schauspielern und über ihre Beziehung zu Mecklenburg-Vorpommern.

Sie bekommen in diesem Jahr auf dem Schweriner Filmkunstfest den Ehrenpreis: Ihnen wird der „Goldene Ochse“ verliehen. Herzlichen Glückwunsch! Wie war das, als Sie das erfuhren, hat Sie diese Ehrung eigentlich überrascht?

Ja, ich bin ja immer irgendwie überrascht und auch erfreut, wenn ich mit meinem Wirken Menschen berühre und dann noch einen Preis dafür bekomme. Also: Ich freue mich natürlich sehr über den „Goldenen Ochsen“!

Wie ist denn Ihre persönliche Verbindung zu Land und Leuten hier, haben Sie Erinnerungen an Mecklenburg-Vorpommern?

Ja, vor allem vom Urlaub als Kind, das war noch in der DDR, im FDGB-Heim oder im Ferienlager. Und FKK auf dem Darß! Also, meine Erinnerungen sind vor allem Kindheitserinnerungen.

Und wie ist es heute?

Heute hab ich ja die schöne Natur bei mir zu Hause, ich wohne in Brandenburg, ein bisschen außerhalb von Berlin.

Ihre Verbindungen zu Mecklenburg-Vorpommern haben sich dann auch beruflich ergeben. Zum Beispiel haben Sie einen Film hier gedreht, das war 2007 „Hände weg von Mississippi“ von Detlev Buck. Haben Sie denn noch Erinnerungen an den Filmdreh damals?

Ja, die Dreharbeiten fanden in der Nähe der ehemaligen innerdeutschen Grenze statt, da war es damals ganz schlecht mit dem Telefonempfang und so. Das war aber gerade deswegen so schön ruhig und idyllisch dort, ich hab die sechs Wochen in der Natur sehr genossen.

Sie sind vor allem durch zahlreiche Filme einem größeren Publikum bekannt geworden, unter anderem „Die Blechtrommel“, „Sonnenallee“ oder „Strajk - Die Heldin von Danzig“. Aber Sie spielen natürlich sehr viel Theater, auch in Rostock waren Sie bereits engagiert. Gibt es bestimmte Rollen, von denen Sie im Nachhinein sagen, da steckt besonders viel von mir drin?

Nein, da könnte ich keine Rolle nennen, das würde ich auch gar nicht wollen. Das ist zu privat. Ich bin ja in der privilegierten Lage, dass ich mich als Schauspielerin in sehr viele Rollen einbringen kann. Das sind dann auch Teile meiner Persönlichkeit, die ich vielleicht nicht mag, aber die sehr gut zu einer bestimmten Rolle passen.

Wenn man heute in die Film- und Fernsehlandschaft schaut, sieht man bekannte Schauspieler wieder, die bereist in der DDR sehr angesehen waren. Klaus Manchen spielt jetzt zum Beispiel eine kleine Rolle im Rostocker „Polizeiruf 110“, Karin Gregorek ist in der ARD-Serie „Um Himmels willen“ zu sehen und Uwe Kockisch hat es mit der Krimiserie „Commissario Brunetti“ zu einiger Berühmtheit gebracht. Auch Michael Gwisdek und Corinna Harfouch sind regelmäßig auf dem Bildschirm präsent. Kennt man sich noch untereinander, gibt es durch die gemeinsame Vergangenheit noch Verbindungen?

Ja, ich freue mich natürlich, wenn ich zum Beispiel Klaus Manchen mal wieder auf dem Bildschirm sehe. Wir kennen uns, aber leider werden wir immer weniger, im Februar ist zum Beispiel Ursula Karusseit verstorben, das war ganz besonders traurig.

Würden Sie einen Schauspieler von der „alten Garde“ besonders herausheben?

Henry Hübchen zum Beispiel. Denn uns verbindet ein besonderes Projekt: Wir sollten nämlich in den Siebzigern „Romeo und Julia“ werden, die Verfilmung war bereits geplant. Aber dann bin ich schwanger geworden und es wurde leider nichts daraus. Jedes Mal, wenn ich Henry Hübchen treffe, unterhalten wir uns darüber, wie es wohl gewesen wäre mit uns als Romeo und Julia.

Dann viel Spaß beim Schweriner Filmkunstfest!

Vielen Dank!

Thorsten Czarkowski

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