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Mecklenburg Im 16. Anlauf: TSV Rostock Süd holt ersten Regionalliga-Punkt
Mecklenburg Im 16. Anlauf: TSV Rostock Süd holt ersten Regionalliga-Punkt
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14:18 26.03.2019
Die Rostocker Tomasz Rakowski (l.) und Sven Stürmer freuen sich über einen gewonnenen Ballwechsel. Später jubelten sie über ihren Sieg im Abschlussdoppel zum 8:8-Endstand. Quelle: Rajko Grawert
Rostock

Geschafft! Nach 15 sieg­losen Auftritten in der Regional­liga Nord gelang den Tischtennis-Herren vom TSV  Rostock Süd am Sonntag das langersehnte erste Erfolgserlebnis. Dass es so spät kam, „sei zwar schade, aber lieber spät als nie“, meinte TSV-Kapitän Mathias Wähner und freute sich über das 8:8 gegen den SV Salzgitter an den eigenen Tischen. Der erste Punktgewinn war zugleich der erste überhaupt für die Rostocker in der Regionalliga-Geschichte.

„Das ist historisch und macht uns stolz“, sagte der Rostocker Sven Stürmer. Er war voll des Glücks. Für den 33-Jährigen, der den Verein im Sommer nach 14 Jahren verlassen wird (wechselt zum SV  Siek), war das Unentschieden „eine echte Befreiung“. Er ergänzte: „Wir wollten wenigstens nicht punktlos absteigen.“ Das haben die Rostocker geschafft und feierten anschließend ihren Eintrag in die Vereins-Annalen.

Davor absolvierten die Gast­geber allerdings einen Tischtennis-Krimi von fast fünf­stündiger Dauer. Wie im Hinspiel, das die Ostsee­städter mit 7:9 verloren hatten, fiel die Entscheidung im Abschlussdoppel – diesmal mit dem besseren Ende für die „Südler“. Tomasz Rakowski und Sven Stürmer besiegten Krzysztof Lubin und Felix Wilke mit 3:1 (10:12, 11:8, 14:12, 11:9). Die Halle bebte. „Alle, die da und für uns waren, ­haben gejubelt“, beschrieb Mathias Wähner die Situation nach der kleinen Sensation.

Wähners Team fehlte in dieser Saison oft nicht viel zum Sieg, doch meist machten die Gegner die entscheidenden Punkte und die Rostocker zogen am Ende den Kürzeren. So sah es auch gegen den Tabellendritten aus Niedersachsen wieder aus. Die Gäste gewannen fünf von sechs Fünfsatzspielen, lagen immer in Führung und kurz vor Schluss gar mit 8:5 vorn.

Doch dann verkürzten Chris Rehberg und Rajko Grawert nervenstark zum 7:8. Dabei überraschte besonders Ersatzmann Grawert. Angefeuert von seinen Mitspielern, Freunden und Fans schoss er Pascal Ludolph drei Sätze lang die Bälle um die Ohren. „Das war der Wahnsinn“, sagte Mathias Wähner begeistert. Kein Wunder, denn Rajko Grawert ging sein Regionalliga-Debüt trotz Erkältung an und überzeugte mit seinem starken Auftritt.

Ebenso stark war der Auftritt von Rakowski und Daniel Jokiel, die beide trotz des feststehenden Abstiegs in Rostock bleiben werden. Die beiden Polen waren an 8,5 (von 14) Punkten am Wochenende beteiligt. Am Vortag, als der TSV Rostock Süd gegen den TSV Lunestedt vor knapp 50 Zuschauern eine 5:9-Heimniederlage einstecken musste, steuerten sie 4,5 Punkte bei. Der Verbleib des Duos war auch ein Grund, dass mit Chris Rehberg eine weitere Stammkraft bleiben wird. „Chris‘ Heimverein Parchim hat extrem um ihn gebuhlt, umso glücklicher sind wir, dass er bleibt“, äußerte sich Mathias Wähner sehr erleichtert. „Das Grundgerüst für die neue Saison steht“, meint der ­47-Jährige. Er kann fortan wesentlich entspannter die letzten Personalfragen klären.

„Wir sind in guten Gesprächen mit einem Neuzugang. Anfang April visieren wir eine Entscheidung an“, sagte Wähner. Dazu planen die Rostocker, die als zukünftiger Oberligist weiter die beste Mannschaft des Landes sein werden, mit Talent Jarno Dümmer. Auf ihn, so Wähner, bauen wir trotz seiner vielen gesundheitlicher Rückschläge. Näheres wollte er dazu nicht sagen.

Realisiert haben die TSV-Spieler dagegen ein neues, fast vergessenes Glücksgefühl, das trotz des Abstiegs eine Vorfreude auf die beiden letzten Partien in Deutschlands vierthöchster Spielklasse gegen den TSV  Bargteheide (13.  April) und die SF  Oesede (14.  April) aufkommen lässt.

Claus Kreutz

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