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Mittleres Mecklenburg Endlager in MV? Erster Ort wehrt sich gegen Atommüll im Dorf
Mecklenburg Mittleres Mecklenburg Endlager in MV? Erster Ort wehrt sich gegen Atommüll im Dorf
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14:56 05.08.2019
Die Sonne scheint über den Kühltürmen des Kernkraftwerks Grohnde. (Symbol) Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
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Wredenhagen

Wohin mit dem Atommüll? Auf jeden Fall nicht zu uns, sagen jetzt die Bürger der kleinen Gemeinde Wredenhagen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Dort gründet sich am Montagabend eine Bürgerinitiative gegen ein Atomendlager in der Nähe des Dorfes.

Die Bundesregierung sucht in ganz Deutschland nach möglichen Standorten für ein Endlager. Nach einer Landkarte der Antiatomorganisation „ausgestrahlt“ kommen dafür geologisch auch Regionen in Mecklenburg-Vorpommern in Frage, darunter auch Wredenhagen.

Mögliche Standorte für ein Atommüllendlager in MV laut der Antiatomorganisation „ausgestrahlt“. Quelle: Benjamin Barz

Nachdem Anwohner Sam Bohr in einem Facebook-Post von den Plänen der Bundesregierung erfahren hatte, rief der Raumdesigner in einem Rundbrief zu mehr Engagement in seiner Gemeinde auf – mit Erfolg.

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Großer Andrang bei Gründung der Initiative erwartet

Die Wredenhagener wollen sich noch am Montag, 5. August, zu einer Initiative gegen ein Atommüllendlager zusammenschließen. Und Bohr rechnet mit einem großem Andrang: „Wir haben positive Signale von vielen Seiten erhalten – auch von einigen Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden.“ Das sei bereits der erste Schritt in die richtige Richtung.

Insgesamt erhofft sich Bohr durch die Initiative besonders eines – ein Zeichen zu setzen und auch andere Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern für das Thema zu sensibilisieren. Denn: „Wenn es nicht Wredenhagen wird, dann trifft es eine andere Gemeinde im Bundesland.“

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Leonie Zimmermann

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