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Mittleres Mecklenburg Nach Absturz im Krieg: Knochen von totem Piloten geborgen
Mecklenburg Mittleres Mecklenburg Nach Absturz im Krieg: Knochen von totem Piloten geborgen
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18:51 23.05.2013
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Leussow

68 Jahre nach Kriegsende sind am Mittwoch bei Leussow nahe Wesenberg (Mecklenburgische Seenplatte) sterbliche Überreste eines abgestürzten deutschen Piloten geborgen worden. „Wir haben mehrere Knochen gefunden - einige waren gebrochen - die dienstliche Erkennungsmarke bleibt aber verschwunden“, sagte Stephan Freitag, Kreisgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, nach der Grabung im Wald. Die Identität des Mannes bleibe damit vorerst unklar. Die Leichenteile sollen später in einem Soldatengrab beigesetzt werden. Gefunden wurden zudem eine Uhr und eine Ledertasche.

„Wir hoffen, dass wir noch einmal an der zehn Meter entfernten Absturzstelle graben dürfen“, sagte Freitag. Vielleicht finde man dort noch die Erkennungsmarke oder könne anhand anderer Fundsachen das Flugzeug identifizieren, um so auf den Namen des Toten zu kommen. Der junge Offizier war Ende April 1945 mit seinem Jagdflugzeug im Wald nahe Leussow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) abgestürzt und gestorben. Der Tote war unweit der Stelle notdürftig begraben, die größten Trümmer der Maschine beseitigt worden.

dpa