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Mittleres Mecklenburg Reichsbürger sorgen für Polizei-Einsatz vor Gericht
Mecklenburg Mittleres Mecklenburg Reichsbürger sorgen für Polizei-Einsatz vor Gericht
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13:55 28.03.2018
Eine Gruppe aus der Reichsbürger-Szene hat am Dienstag für einen größeren Polizeieinsatz am Amtsgericht in Waren an der Müritz gesorgt. (Symbolfoto)
Eine Gruppe aus der Reichsbürger-Szene hat am Dienstag für einen größeren Polizeieinsatz am Amtsgericht in Waren an der Müritz gesorgt. (Symbolfoto) Quelle: Patrick Seeger / Dpa
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Waren

Eine Gruppe aus der Reichsbürger-Szene hat am Dienstag für einen größeren Polizeieinsatz am Amtsgericht in Waren an der Müritz gesorgt. Wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte, ging es um den Einspruch einer Frau gegen einen Strafbefehl wegen Nötigung, der öffentlich verhandelt werden sollte. Zu der Verhandlung sei die Beschuldigte aus Krankheitsgründen zwar nicht selbst gekommen, aber etwa 35 Sympathisanten hätten so stark gestört, dass Polizeischutz angefordert wurde. Etwa 20 Beamte seien angerückt. Zuvor hatte der Neubrandenburger „Nordkurier“ darüber berichtet.

Hintergrund des Falles sei ein Brief an die Justizministerin in Sachsen-Anhalt. Darin habe die Beschuldigte gefordert, eine Haftstrafe für einen Mann aufzuheben. Sollte dem nicht nachgekommen werden, mache sich die Ministerin einer „Staatszersetzung“ schuldig und müsse „mit der dafür vorgesehenen Strafe des Händeabhackens“ rechnen. Das zog den Strafbefehl nach sich. Nachdem die Polizei für Ordnung sorgte, sei der Einspruch gegen den Strafbefehl verworfen worden. Nun sei nur noch Revision möglich, hieß es.

Die Familie aus der Nähe von Waren rechnet sich der Gruppe „Deutsche Völker“ zu und war zuletzt mit einer Verfolgungsjagd und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte der Polizei in der Region aufgefallen.

dpa