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Sport Boxer feiern vorzeitig deutschen Meistertitel
Mecklenburg Mittleres Mecklenburg Sport Boxer feiern vorzeitig deutschen Meistertitel
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14:09 25.02.2019
Der BC Traktor Schwerin Jubelt: Nach 21 Jahren wurde die Box-Staffel wieder deutscher Mannschaftsmeister. Quelle: Foto: Dietmar Albrecht
Schwerin

Ringsprecher Jan Müller rutschte auf seinem Stuhl hin und her und hielt das Mikrofon fest in der rechten Hand. 20.53 Uhr hielt er sich nicht mehr zurück. „Es ist geschafft! Der BC Traktor Schwerin ist deutscher Meister“, schrie er ins Mikrofon. Die 1100 Zuschauer in der Palmberg-Arena jubelten. Halbschwergewichtler Stepen Hrekul hatte zuvor Hazan Özer richtig vermöbelt. Aus dessen roter Ecke flog in der dritten Runde das Handtuch als Zeichen der Aufgabe. Gäste-Trainer Arthur Mattheis hatte ein Einsehen und schützte seinen Boxer vor weiteren Schlägen. Die Staffel von Trainer Sebastian Zbik führte gegen den BSK Hannover-Seelze nach diesem Kampf mit 9:6-Punkten und konnte nicht mehr eingeholt werden. Der Titelverteidiger aus Niedersachsen war entthront. Am Ende siegten die Gastgeber mit 12:8 im letzten Bundesliga-Heimkampf. „Gratulation an Schwerin. Mehr kann ich dazu nicht sagen“, äußerte sich BSK-Trainer Mattheis schmallippig. Dennoch gab er sich wieder, wie von ihm nicht anders erwartet, kampfbetont. „Natürlich wollen wir in der nächsten Saison wieder angreifen und den Titel zurückerobern“, warf er den Fehdehandschuh in den Ring. Nach 21 Jahren steht nun wieder die Trophäe für den deutschen Mannschaftsmeister in der Vitrine des Schweriner Boxclubs.

„In der zweiten Saison haben wir es tatsächlich geschafft, hier zu Hause deutscher Meister zu werden“, rief der Ex-Profiboxweltmeister und Trainer Sebastian Zbik den jubelnden Fans vom Ring aus zu. „Ich freue mich riesig über die tolle Mannschaftsleistung heute und sage danke, danke, dass ihr dazu beigetragen habt“, fügte er noch hinzu.

Die 1100 Zuschauern erlebten in der Palmberg-Arena einen spannenden Bundesliga-Kampfabend. Bereits das erste Gefecht im Bantamgewicht (57 kg) fesselte das Publikum. Arslan Khataev, der wie immer mit seiner weißen finnischen Perücke am Ring erschien, lieferte sich gegen Remi Bojani (BSK) ein hartes Gefecht. Der Hannoveraner machte gleich Druck und suchte den Erfolg im Nahkampf. Doch Rechtsausleger Khataev wich den Schlägen geschickt aus und landete am Ende die meisten Treffer und freute sich über den einstimmigen Punktsieg.

Mit etwas Wut im Bauch stieg Halbweltergewichtler (63 kg) Deniel Krotter in den Ring. In Hannover hatte er seinen Kampf gegen Serak Miroyan umstritten verloren. Diesmal wurde dem Schweriner Tymur Beliak vor die Fäuste gesetzt. Beide schenkten sich nichts. Beliak stürmte pausenlos auf Krotter zu. Doch der Schweriner war beweglicher auf den Beinen und sammelte fleißig mit linken und rechten Geraden, die ihr Ziel nicht verfehlten, Punkte im Rückwärtsgang. Kurz vor Ende der zweiten Runde wurde der BSK-Boxer nach einem linken Kopfhaken angezählt. In der dritten Runde schenkten sich beide Faustkämpfer nichts. Beliak holte die „Brechstange“ raus und setzte alles auf eine Karte. Doch diese stach an diesem Abend nicht. Krotter ließ sich nicht auf die Prügelei ein, boxte seinen Stil locker runter, musste aber nach einer rechten Geraden vom Ringrichter einmal angezählt werden. Doch der Schweriner hatte genug Treffer gelandet, die ihm den 5:0-Punktsieg sicherten.

Einen knappen 3:2-Sieg erzielte im Weltergewicht (69 kg) Yaroslav Samofalov gegen Muzamiru Kakande (BSK). Beide lieferten sich drei Runden lang einen unspektakulären Kampf.

Nach der Pause witterten dann die Gäste Morgenluft. Mittelgewichtler (75 kg) Nikita Yakimchuk (BSK) gewann sein Duell gegen Andrii Tereheria mit 4:1. Doch, nachdem Stepen Hrekul im Halbschwer (81 kg) Hazan Özer (BSK) durch RSC (Aufgabe) besiegte, waren die Messen gesungen. Im Schwergewicht (91 kg) hatte Nadir Mehmet Ünal gegen Dmitro Locvchynski (BSK) mehr Mühe, als ihm lieb war. Dennoch reichte es zum 3:2-Sieg für den Schweriner. Im Superschwer (+91 kg) quälte sich Publikumsliebling Nelvie Tiafack gegen den um einen halben Kopf größeren Oleksandr Babych (BSK) über die Runden. Während Babych durch Festhalten und Klammern die Aktionen des Schweriners immer wieder unterband, fand Tiafack keine Mittel, wirkungsvolle Treffer zu landen, so dass sich die Punktrichter auf ein Unentschieden einigten.

„Das war ein ganz großartiges Comeback, was in den zwei Jahren auf die Beine gestellt wurde. Darauf kann man aufbauen. Das wird eine tolle Mannschaft“, schwärmte der ehemalige OZ-Redakteur Jürgen Schulz. Er selbst gewann in den 1970er Jahren mit dem damaligen SC Traktor Schwerin den DDR-Mannschaftsmeistertitel.

Peter Preuß

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