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Sport Frauen-Team löst sich auf
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11:16 03.03.2019
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Grevesmühlen

Die Bezirksligamannschaft der Frauen des SV Blau-Weiß Grevesmühlen hat sich mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb zurückgezogen. Nach einem gelungenen Saisonstart wurde es zunehmend schwieriger, genügend Spielerinnen für die Punktspiele zusammen zu bekommen. Trainer Mark Wegner im Interview über die Gründe für den Abschied aus der Bezirksliga West.

Warum haben Sie den Mannschaft zurückgezogen?

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Wir haben zum Schluss nicht mehr die Anzahl der Spielerinnen zusammenbekommen, mit der wir gestartet sind.

Dabei war der Anfang der Saison durchaus erfolgversprechend.

Richtig, aber durch die vielen Ausfälle hat sich die Situation verändert. Sechs Spielerinnen fehlen uns aktuell, zwei sind verletzt, zwei studieren in Wismar und schaffen es nicht regelmäßig nach Grevesmühlen, eine Schwangerschaft und arbeitsbedingte Ausfälle kommen dazu.

Das bedeutet jetzt genau?

Aus der Tabelle wurden wir inzwischen entfernt, die Punkte wurden gestrichen. Schade, aber das ist leider die Situation und derzeit nicht zu ändern.

Wer hat die Entscheidung getroffen?

Das haben wir gemeinsam beim Training getan. Die Spielerinnen haben sich dafür entschieden.

Die Frauenmannschaft des SV Blau-Weiß existiert trotzdem weiter?

Ja, wir machen weiter. Wir wollen den Fokus auf Trainingsspiele und Turniere im Sommer legen.

Wie sieht es im Hinblick auf die kommende Saison aus?

Aus dem Spielbetrieb halten wir uns heraus. Wie gesagt, wir werden die Zeit nutzen für Trainingsspiele gegen Teams aus unserer ehemaligen Staffel.

Der Trainingsbetrieb bleibt davon unberührt?

Ja, wir machen weiter und sind offen für Spielerinnen, die Lust haben, bei uns mitzumachen.

Wie haben Sie selbst die Entscheidung aufgenommen?

Es war die richtige Entscheidung, aber als Trainer finde ich es schade. Denn wir konnten spielerisch gut mithalten in der Liga. Wir waren kein Kanonenfutter.

Die Leistungsträgerinnen sind nach wie vor dabei?

Ja, der Kern der Spielerinnen, die seit Jahren für Blau-Weiß spielen wie Claudia Schmitt, Steffi Scharn Weber, Anja Huhn und den übrigen Frauen machen wir natürlich weiter. Jetzt geht es auch darum, dass der Spaß am Handball erhalten bleibt.

Michael Prochnow