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Sport Nach Bibows Verletzung riss der Spielfaden
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19:36 29.04.2019
TSG-Spielerin Henrike Bibow (am Ball) setzt sich am Kreis durch, Später verletzte sie sich bei einer Abwehraktion an der Lippe und musste im Krankenhaus behandelt werden. Quelle: Foto: Hauke Schilling
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Hannover/Wismar

Dass für die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar die Trauben beim neuen Meister und Aufsteiger in die 2. Bundesliga - Junge Wilde Hannover Badenstedt- sehr hoch hängen werden, war dem Trainer Christian Lander (32) schon vor dem Anwurf der Partie bekannt. Doch, dass sein Team dem hohen Favoriten phasenweise ein Spiel auf Augenhöhe liefern würde, das überraschte ihn doch. „Es war ein geiles Spiel bis zur 22. Minute. Wir haben hinten toll geackert, uns ohne Ball bewegt und auch Möglichkeiten herausgespielt“, lobt der TSG-Trainer sein Team. Doch dann bekamen die Wismarerinnen einen Knacks. Henrike Bibow hatte sich bei einer Abwehraktion verletzt und musste daraufhin ins Krankenhaus in die Notaufnahme gebracht werden. Sie hatte den Ellbogen einer Spielerin an die Lippe bekommen, so dass diese aufriss und sehr blutete. Im Krankenhaus wurde die Lippe dann auch gleich genäht.

Nicht nur für Henrike Bibow, sondern auch für Christin Wolter und Steffi Laas hatte der 32-Jährige lobende Worte übrig: „Da Sarah Dürl wegen ihrer Arbeit nicht dabei sein konnte, spielte Steffi Laas für sie auf der linken Seite und machte das richtig gut.“

Die Gastgeberinnen begannen das Spiel mit der jüngst möglichen Aufstellung. Das hatte natürlich auch seinen Grund. „Hannover ist durch und gab den jungen Spielerinnen die Einsatzmöglichkeit“, erklärt der TSG-Coach. Aus dem Umfeld von Hannover-Badenstedt war zu erfahren, dass dies etwas mit der Qualifikation zur Jugendbundesliga zu tun hätte. Ende Mai findet die erste Runde statt. Hannovers Trainer Christian Hungerecker gab der zukünftigen A-Jugend Gelegenheit, sich unter Wettkampfbedingungen einzuspielen.

In der 15. Minute beim Stand von 9:9 nahm Hungerecker seine erste Auszeit und wechselte die Mannschaft komplett aus. Bis zur Verletzung von Henrike Bibow in der 22. Minute konnten die Hansestädterinnen das Ergebnis noch ausgeglichen gestalten (11:11). Doch danach setzte sich das Team „Alt“ aber bis zur Halbzeit nach und nach auf 19:12 ab.

Nach der Pause drückten die Jungen Wilden kräftig auf das Tempo. Eine Viertelstunde vor Schluss, beim Stand von 33:17, gab es keinen Zweifel mehr, wer das Parkett als Sieger verlassen wird. „Uns fehlte dann die Kraft. Aber, wir haben die Gastgeber gezwungen, dass wechseln mussten. Das heißt schon was“, meint TSG-Trainer Christian Lander. „Hannover wollte einiges ausprobieren, das ihnen aber gegen uns nicht gelang. Wir haben uns nicht verarschen oder vorführen lassen, sondern haben diese Trickspiele mit einem Tor von uns bestraft“, fügt er hinzu.

Bereits morgen sind die TSG-Frauen wieder auf Reisen und müssen im letzten Saisonspiel beim Tabellenzweiten HSG Jörl Viöl antreten. „Es wird ein schweres Spiel, weil die Gastgeber nur mit einem Sieg die Vizemeisterschaft sichern können. Doch wir wollen alles in die Waagschale werfen und auch zeigen, dass wir sportlich zur dritten Liga gehören“, erklärt Christian Lander.

Über die Zukunft des Leistungssports im Frauenhandball will der Vorstand der TSG Wismar noch in dieser Woche entscheiden.

Peter Preuß

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