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Sport Spitzenreiter Güstrow besiegt TSG-Männer
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18:24 28.01.2019
TSG-Spieler Richard Seidel wird von zwei Spielern des Güstrower HV in die Zange genommen. Später verletzte er sich am Knöchel und musste ausgewechselt werden. Quelle: Foto: Robert Grabowski
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Güstrow/Wismar

Das erwartet enge Handballspiel erlebten Zuschauer und Mannschaften in der MV-Liga bei der Begegnung des Güstrower HV (1.) gegen die TSG Wismar (2.). Beide Teams gingen punktgleich in diese Partie und am Ende waren es kleine Dinge, die über die gesamte Spielzeit für die Gastgeber sprachen. So ging der 22:19 Erfolg, trotz großem Engagement der TSG-Handballer, knapp, aber verdient an den GHV.

Prall gefüllt war die Sporthalle in der Kessiner Straße. 50 Wismarer Fans waren dabei und wollten ihrem TSG-Team den Rücken stärken. „Hammer, was aus unserer Fanecke für eine Stimmung gemacht wurde. Es freut mich für jeden einzelnen Spieler, dass sie diese Fangemeinde mit ihren Leistungen über einen langen Zeitraum für sich gewinnen konnten. Großes Dankeschön an unsere Fans“, spricht ihnen TSG-Trainer Sven Hünerbein ein großes Lob aus.

Da auch die Gastgeber zahlreich und laut von ihren Zuschauern angefeuert wurden, entwickelte sich auf den Rängen ein würdiger Rahmen für dieses Spiel. Das begann eher verhalten, was hauptsächlich auf die beiden Angriffsreihen zutraf. Denn sie taten sich beidseitig sehr schwer gegen gut aufgestellte Abwehrformationen und dahinter hatten beide Teams mit Paul Robitt und Oliver Mayer gut agierende Torhüter. Die Wismarer Offensive musste sich von Beginn an mit einer Manndeckung gegen Torjäger Marc Hünerbein zurechtfinden. Das sollte Räume für die anderen Spieler möglich machen, aber zu wenig wurde das Spiel breit angelegt und damit hatte die Abwehr der Gastgeber leichtes Spiel. Diese Sicherheit nahmen sie dann in ihre Offensivaktionen und so fanden sie langsam zu ihrem Spiel. Das 4:1 (9.) zeigte das auch im Ergebnis. Deshalb sah sich Sven Hünerbein zu einer Auszeit gezwungen (10.). Doch viel bewirkte diese nicht. Im Positionsspiel taten sie sich schwer, verzettelten sich zu sehr in Zweikämpfe. So wurden die Angriffsaktionen immer wieder gestoppt und die TSG-Spieler wirkten verunsichert. Die Güstrower wussten, diese Phase für sich zu nutzen. Vor allem durch die individuellen Stärken von Till Mallach und Alex Wirt schlossen sie ihre Angriffe erfolgreich ab. Die Folge war eine 8:3-Führung (19.) für den GHV. Dann aber kämpfte sich das TSG-Team in das Spiel. Nun kamen die Gäste zu erfolgreichen Abschlüssen. Auf 8:6 (23.) verkürzten sie den Abstand. Mehr ließen die Schützlinge von Trainer Holger Schneider nicht zu. Eine Schrecksekunde gab es dann für die TSG, als Richard Seidel beim Absprung auf den Fuß seines Gegenspielers trat und dabei umknickte. Er konnte nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen, eine Diagnose steht erst noch aus. Diesen Moment konnten die Hansestädter noch verarbeiten, aber ein zweimaliges Unterzahlspiel bestraften die Gastgeber konsequent und bauten ihren Vorsprung wieder auf 13:8 aus. Mit einem Siebenmeter kurz vor der Pause verkürzte Tom Koop auf 13:9. Damit ging es dann in die Kabinen.

Für die zweite Hälfte stellten die Wismarer dann ihre Abwehr um. Mit einem vorgezogenen Spieler wollten sie mehr Druck auf die Abläufe der Gastgeber bringen. Das verfehlte auch nicht seine Wirkung. Auf 12:14 (34.) verkürzten sie bereits kurz nach der Pause. Dann kam die Zeit von Andreas Link, der nun im Wismarer Tor stand. Er parierte Siebenmeter und den Nachwurf von Tim Dethloff. Auf der Gegenseite verkürzte Felix Schrimpf auf 13:14. Dann wieder Siebenmeter für den GHV. Alex Wirt tritt an, aber wieder kann Andreas Link im TSG-Tor parieren (40.). Jetzt war der Moment da, das für die Wismarer Mannschaft hätte sprechen können, denn die Gastgeber gerieten in eine doppelte Unterzahl. Aber genau in dieser Spielphase versäumte es die TSG, das Spiel an sich zu reißen. Güstrow überstand die schwierige Situation und setzte sich auf 16:13 (43.) wieder leicht ab. Beide Mannschaften investierten weiter sehr viel Arbeit in die Defensive. Den Offensivreihen wurden keine einfachen Tore gestattet. Beim 19:17 (52.) für die Heimmannschaft war der Ausgang weiterhin offen, doch wieder erschwerte eine Zeitstrafe gegen die Gäste eine weitere Aufholjagd. Nutznießer der Wismarer Unterzahl waren die Gastgeber. Sie bauten ihre Führung auf 21:17 (55.) aus. Die TSG-Mannschaft wurde noch offensiver und sie holte sich die Bälle in der Abwehr. Schnell verkürzten die Männer von Trainer Hünerbein auf 19:21. Eine Zeitstrafe gegen den GHV (58.) brachte ihnen nochmal die große Chance, zumindest auf einen Punktgewinn. Doch die 59. Spielminute zeigte dann, warum das Wismarer Team am Ende leer ausging. Im Angriff wurde die falsche Entscheidung getroffen. So kam Güstrow in Ballbesitz. Alex Wirt setzte sich mit einer Einzelaktion erfolgreich in Szene und erzielte das entscheidende Tor zum 22:19. Damit waren die Messen gesungen. Sieger und Verlierer standen fest. Die Gastgeber bejubelten dann ausgelassen ihren Erfolg, mit dem sie ihre Tabellenspitze behaupten konnten. Die TSG-Spieler waren enttäuscht. „Glückwunsch an Güstrow. Der Sieg war verdient“, so Sven Hünerbein. Mit 25:3-Punkten bleibt die TSG Wismar auf Platz zwei in der Tabelle der MV-Liga. Am kommenden Sonnabend sind die Wismarer wieder auswärts gefordert. Um 17 Uhr treten sie beim TSV Bützow an.

Sven Meyer

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