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Sport Springreiter kommen zum Turnier nach Blowatz
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Der 28-jährige Landesmeister im Springreiten,  Paul Wiktor vom RFV Trent, ist in Blowatz dabei. An diesem Wochenende will er seinen Titel in Redefin verteidigen. Quelle: Jutta Wego
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Blowatz

230 Reiterinnen und Reiter haben für das 44. Traditionsturnier in Blowatz vom 26. bis 28. Juli gemeldet und inklusive des vorgeschalteten sogenannten Springpferdetages am Mittwoch (24. Juli) knapp 1000 Startplätze beantragt. „Mit dem Nennungsergebnis sind wir insgesamt zufrieden, hätten uns aber einige Reiter mehr für die S-Tour gewünscht“, sagt Turnierleiter Ingo Meissner. Die Veranstaltung fällt in diesem Jahr mit dem Global Champion Turnier in Berlin zusammen, bei dem auch ein internationales Zwei-Sterne-Turnier (CSI2*) ausgetragen wird, für das etliche der Spitzenreiter aus Mecklenburg-Vorpommern eine Starterlaubnis bekommen haben. „Es ist wirklich schade, ich komme so gern nach Blowatz und werde am Mittwoch beim Springpferdetag auch an den Start gehen. Aber internationale Startmöglichkeiten gibt es für uns nur sehr wenig und wenn man dazu eine Starterlaubnis bekommt, ist man als Berufsreiter natürlich bestrebt diese wahrzunehmen“, sagt Philipp Makowei (Gadebusch). Der 28-Jährige ist derzeit in sehr guter Form und hat am letzten Wochenende in Dersekow bei Greifswald zwei bedeutende S-Springen gewonnen, darunter das Championat von Deresekow.

Gleichwohl sind in der S-Tour von Blowatz, die in diesem Jahr sogar um ein drittes S-Springen erweitert wurde, leistungsstarke Reiter an Bord. So auch der aktuelle Landesmeister Paul Wiktor aus Trent (Rügen), der sein Trainingsdomizil derzeit in Timmendorf in der Reitanlage Plath hat. Im Großen Zwei-Sterne-Preis von Dersekow hat er die aktuelle Nummer eins von MV, André Thieme (Plau am See) mit seinem Meisterschaftspferd Chacco-Fly gejagt, den er leider nicht regelmäßig zur Verfügung hat. Nur wenige zehntel Sekunden fehlten ihm am Ende zum Sieg. Auch Christoph Lanske, der in Dersekow vor heimischer Kulisse mit fünf Siegen und insgesamt 15 Ritten ins Preisgeld erfolgreichster Reiter wurde, kommt nach Blowatz. Ebenso Danny Schröder aus dem benachbarten Hofgut Redentiner Mühle. Er hat in Dersekow das Barrierenspringen gewonnen und konnte sich auch im Großen Preis platzieren. Das Gleiche gilt für Christoph Maack aus Kirch-Mummendorf, der in Dersekow im Großen Preis ebenfalls ins Preisgeld ritt. „Mit weiteren Reitern stehen wir in Verhandlung“ sagt Ingo Meissner.

Es dürfte beim 44. Reitturnier in Blowatz also wieder spannend werden, wenn auch einige der Reiter fehlen die in Blowatz vielfach am Start waren. Sechs Prüfungen müssen in zwei Abteilungen geteilt bzw. gewertet werden, weil die Zahl von 50 Nennungen überschritten wurde, bei der eine Teilung nach dem Reglement vorgeschrieben ist. Auch die höheren Dressurprüfungen sind mit 20 (M**) bzw. 17 Nennungen (S*) gut besetzt.

Fahrsportfreunde dürften in diesem Jahr jedoch traurig sein. Denn die Fahrprüfungen wurden in diesem Jahr aus dem Programm gestrichen. „Wir haben lange überlegt, aber die Beteiligung wurde in den letzten Jahren leider immer geringer und rechtfertigt einfach den Aufwand nicht den wir damit haben“, sagt Ingo Meissner, der eine Wiederbelebung nicht völlig ausschließt, eventuell auch zu einem gesonderten Termin, zumal sein Vater Reinhard Meissner auch ein Fahrsportanhänger ist und bis vor einigen Jahren noch selbst an den Leinen saß.

Franz Wego

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