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Sport TSG-Damen feiern Sieg im Abstiegskampf
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09:44 27.01.2019
Nach dem Schlusspfiff der Schiedsrichter feierten die TSG-Damen ausgelassen auf dem Parkett den 23:20-Sieg gegen Eintracht Hildesheim. Quelle: Foto: Daniel Koch
Wismar

Hallensprecher Peter Holdt hat alles gegeben. Er trieb nicht nur die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar im Spiel gegen den Tabellenletzten Eintracht Hildesheim immer wieder nach vorne, sondern „weckte“ auch die Zuschauer auf den Rängen auf, die zeitweise drohten, „einzuschlafen“. Am Ende feierten die Wismarerinnen einen 23:20-Sieg und erkämpften somit zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Für sein Engagement erhielt der Hallensprecher nach der Partie von den TSG-Frauen als Dank eine kleine Box mit Süßigkeiten. „Ich habe fest daran geglaubt, dass unsere Mädels das Ding schaukeln werden. Umso mehr freue ich mich, dass unsere Mannschaft gewonnen hat und ich die Damen auf die Ehrenrunde schicken konnte“, sagte Peter Holdt mit einem Augenzwinkern nach dem Spiel.

Die TSG-Handballerinnen legten los wie die Feuerwehr. Steffi Laas eröffnete den Torreigen für die Gastgeberinnen schon nach dem ersten von insgesamt 55 Angriffen. Sie war mit fünf Toren auch die beste Werferin in ihrem Team. Doch im Gegenzug glich Esther Pollex aus und Sarah Henningsen sorgte mit ihrem Treffer für die einzige Führung der Gäste. Danach dominierten die Hansestädterinnen. Jennifer Martin versenkte den Ball zum 2:2 und Sarah Dürl brachte dann die TSG-Frauen mit 3:2 in Führung, die sie bis zum Schluss nicht mehr abgaben. Steffi Laas (3) und Vivien Millrath (2) bauten mit ihren Toren den Vorsprung auf 8:2 (15.) aus. Allerdings hatte Millrath zeitweise aber auch Pech im Abschluss. Zwei Bälle hielt Eintracht-Torhüterin Emily Altenhofen, viermal setzte sie die Kugel am Gehäuse vorbei und dreimal traf die Wismarerin nur das Holz. „Wenn man da unten drin steht, ist die Verunsicherung groß. Die Angst, das Spiel zu verlieren, ist unterschwellig da. Aber ich glaube, wir haben von Anfang an eine geile, brutale Abwehrarbeit gespielt, wo jeder für jeden gekämpft hat. Dadurch haben wir die Fehler, die wir vorne gemacht haben, ausgebügelt“, sagte Millrath.

Statt selbstbewusst weiterzuspielen, „knickten“ die TSG-Damen wieder ein und ließen die Gäste auf drei Tore herankommen (9:6, 22.). Das war dann für TSG-Trainer zu viel. Er nahm die erste Auszeit, um sein Team wachzurütteln. Die Standpauke war ihm dann auch gelungen. Denn mit 14:7 verabschiedeten sich beide Teams in die Kabinen. Nach dem „Pausentee“ hielten die Schützlinge von Trainer Lander den Tabellenletzten immer auf Distanz. Auch deshalb, weil die Hildesheimerinnen einfach zu viele Abspiel- Fang- oder Schrittfehler machten und TSG-Torhüterin Justine Spierling wieder klasse gehalten hat. Sie entschärfte 13 gegnerische Bälle und brachte damit die Gästespielerinnen fast zur Verzweiflung. „Der Torhüter ist nur so gut, wie die Abwehr, die vor ihm steht. Schade ist nur, dass wir es am Ende so knapp haben werden lassen. Eigentlich hätten wir sie mit zehn Toren Unterschied aus der Halle schießen müssen“, meinte Spierling.

Denn in den letzten zehn Minuten begann in der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße wieder das große Zittern. Plötzlich lief im TSG-Spiel wenig zusammen. Die Gäste holten Tor um Tor auf und verkürzten auf 19:22 (59.). 72 Sekunden vor der Schlusssirene nahm TSG-Trainer Christian Lander die letzte Auszeit. Doch Eintracht Hildesheim konnte durch Janne Ropeter weiter auf 20:22 verkürzen. Als dann aber Steffi Lass ihren insgesamt fünften Treffer zum 23:20 erzielte, waren die Messen gesungen. Der Jubel auf dem Parkett und auf den Rängen kannte danach keine Grenzen mehr. „Wir haben verdient die zwei Punkte gewonnen. In der ersten Halbzeit haben wir eine sehr gute Deckung gespielt und uns auch mit dem Vorsprung von sieben Toren auch belohnt. Dass dann in der zweiten Halbzeit die Kräfte nachlassen, ist völlig normal“, analysierte Lander. Eintracht-Coach Frank Mai teilte die Einschätzung von Lander: „Nach der ersten Halbzeit war es ein verdienter Sieg für Wismar.“

Vor der Drittligapartie wurden der langjährige TSG-Geschäftsführer Klaus-Dieter Soldat und die Nachwuchstrainerin Christel Wegner mit der Ehrennadel des Handballverbandes von MV ausgezeichnet. Soldat erhielt sie in Gold und Wegner in Silber. Peter Rauch, Präsident des HV MV, und TSG-Präsident Torsten Wehr nahmen unter dem Beifall der Zuschauer die Ehrung vor.

Peter Preuß

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