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Sport TSG-Damen ohne Biss im Abstiegskampf
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17:52 10.03.2019
Frustriert verließen die TSG-Handballerinnen das Parkett nach der Heimpleite gegen den SV Henstedt-Ulzburg. Quelle: Foto: Daniel Koch
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Wismar

Die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar haben im Heimspiel gegen den SV Henstedt-Ulzburg einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Vor 375 Zuschauern lieferten sie eine Partie ab, die nicht dittligareif war. Das Team von Trainer Christian Lander verlor das Spiel mit 17:29 am Ende recht deutlich. Bereits zur Halbzeit lagen die Gastgeberinnen mit sieben Toren zurück. Nicht nur die Tordifferenz war erschreckend, sondern auch die Einstellung einiger Spielerinnen, die im Abstiegskampf den nötigen Biss und Kampfeswillen vermissen ließen. Das wiederum brachte TSG-Urgestein und Ehrenmitglied Gitti Schmidt dermaßen auf die Palme, dass sie sich nicht mehr zurückhalten konnte. Sie stürmte in der Pause in die Mannschaftskabine der TSG-Frauen und hielt ihnen eine Standpauke. „Ihr seid alle gut ausgebildete Handballerinnen, aber ihr zeigt keinen Einsatzwillen. Die Leistung, die ihr in der ersten Halbzeit geboten habt, war beschämend“, fauchte die ehemalige Handballtrainerin in der Kabine. Rückenstärkung für ihre harten Worte erhielt Gitti Schmidt nach dem Abpfiff der Partie von TSG-Kreisspielerin Steffi Laas. „Wir haben in der Woche so viele Kranke gehabt und sind mit dieser Situation überfordert gewesen. Trotz alledem fand ich, dass einige Spielerinnen eine Arbeitsverweigerung an den Tag gelegt haben. Da stelle ich mir schon die Frage, mit welcher Einstellung sie in so ein wichtiges Spiel gehen. Das war phasenweise beschämend“, kritisierte sie die Leistung ihres Teams. Namen wollte die Kreisspielerinn jedoch nicht nennen. Obwohl die 33-Jährige während des Spiels oft in die Zange der gegnerischen Abwehr genommen wurde, erzielte sie fünf Tore, ebenso viele wie Rückraumspielerin Svea Pinkohs, die allerdings drei davon vom Siebenmeterpunkt vollstreckte. Einen rabenschwarzen Tag hatte Christin Wolter erwischt. Der Rückraumspielerin klebte förmlich das Pech an den Händen. Entweder stand ihr bei den Abschlüssen der Pfosten im Wege oder sie verlor den Ball leichtfertig durch Abspiel- Fang- oder Schrittfehler.

Auch Mannschaftskapitänin Justine Spierling haderte mit sich selbst. „Ich bin enttäuscht von der Mannschaftsleistung. Egal, was vorher in der Woche abgelaufen ist, so kann man sich nicht präsentieren. Wir können doch nicht das Handballspielen verlernt haben. Ich habe auch nicht den besten Tag erwischt“, sagte die Torhüterin frustriert. Nach 45 Minuten hatte dann Trainer Lander beim Stand von 13:23 ein Einsehen mit seiner Torfrau und wechselte Tina Schultz ein. Sie konnte sich zwar bei einer Parade auszeichnen, doch auch Schultz musste zu viele Bälle aus dem eigenen Netz holen, so dass am Ende die Niederlage für die Wismarerinnen mit zwölf Toren Differenz hoch ausfiel.

Für die 16-jährige Julia Marten bleibt der SV Henstedt-Ulzburg in schlechter Erinnerung. Im Hinspiel bei ihrem Drittliga-Debüt musste das TSG-Team mit 19:35 eine derbe Klatsche einstecken. Und am Sonnabend flog Julia Marten nach ihrer Einwechslung in der 47. Minute nach 120 Sekunden wieder vom Parkett der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße. Die 16-Jährige hatte Katharina Rahn unsanft zu Boden gerissen, so dass diese mit ihrer rechten Schulter auf das Parkett prallte. Nach einer kurzen Verständigung entschieden sich die beiden Schiedsrichter Julian Lauenroth und Arne Surrow für die Rote Karte. Damit war für das Wismarer Nachwuchstalent die Drittliga-Partie wieder schnell beendet. Während TSG-Trainer Christian Lander die Nase gestrichen voll hatte und sarkastisch feststellte: „Wir müssen mehr Tore werfen.“, freute sich Gästetrainer Sven Rusbült über den klaren Sieg seiner Mannschaft. „Dass das für uns am Ende so deutlich ausgeht, damit habe ich nicht gerechnet. Unser Plan ist einfach aufgegangen. Wir wollten mit einer stabilen Abwehr und einem gnadenlosen Tempospiel die TSG überrennen. Das ist uns gelungen“, so Rusbült.

Für das TSG-Team werden die nächsten Spiele nicht einfacher. Nachdem Torjägerin Vivien Millrath ihren Wechsel zum SV Grün-Weiß Schwerin verkündete, hat sie sich vor der Partie gegen Henstedt-Ulzburg am rechten Knöchel beim Training verletzt. „Ich muss abwarten, was das MRT ergeben wird“, meinte die 31-Jährige, die aber auf der Auswechslungsbank saß und ihrem Team moralische Unterstützung gab.

Peter Preuß

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