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Sport TSG-Handballerinnen haben gegen MTV Altlandsberg Rechnung offen
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15:07 31.01.2019
TSG-Torhüterin Justine Spierling befindet sich in einer glänzenden Form. Morgen wird sie in Altlandsberg wieder voll gefordert sein. Quelle: Daniel Koch
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Wismar

Die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar gastieren morgen beim Tabellenneunten MTV Altlandsberg und wollen sich für die im Hinspiel erlittene 24:26-Heimniederlage revanchieren. Das Team, das damals noch von Christoph Nisius betreut wurde, verpennte in der Schlussphase den möglichen Punktgewinn. So hatten die Hansestädterinnen in der 59. Minute beim Stand von 24:25 die Chance, den Ausgleich zu erzielen. Doch damals konnte Steffi Laas am Kreis den Ball, den sie von Vivien Bartlau zugespielt bekam, nicht unter Kontrolle bringen und ließ ihn fallen. Den Gegenstoß nutzen die Gäste zum viel umjubelten 26:24. „Am Ende haben wir etwas glücklich gewonnen“, gab MTV-Trainer Sebastian Grenz ehrlich zu. Doch dieses Szenario soll sich morgen nicht wiederholen. Inzwischen ist das TSG-Team nach den Neuzugängen eingespielter und Steffi Laas gehört zu den Leistungsträgerinnen der Wismarerinnen. Das hat sie auch im letzten Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim unter Beweis gestellt. Fünf Tore steuerte die 33-jährige Kreisspielerin zum 23:20-Sieg ihres Teams bei. „Wer am Ende die Tore reinmacht, ist egal. Hauptsache wir gewinnen und holen die zwei Punkte“, sagt Steffi Laas.

Dass die Partie morgen bei den Brandenburgerinnen kein Spaziergang werden wird, das haben auch die Spielerinnen von Grün-Weiß Schwerin erlebt. Sie verloren am Sonntag ihre Heimpartie mit 23:29 gegen Altlandsberg und sind damit auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Allerdings befinden sie sich noch einen Platz vor der TSG Wismar. Die Schwerinerinnen hatten den direkten Vergleich gegen das TSG-Team mit 18:15 gewonnen. Gegen den MTV Altlandsberg wurden die Landeshauptstädterinnen in den ersten acht Minuten förmlich überrollt. Da lagen sie schon mit 0:6 im Rückstand. Am Ende fehlten genau diese sechs Tore zum Punktgewinn für die Schwerinerinnen.

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Das stört aber TSG-Trainer Christian Lander (32) nicht: „Wir schauen nur auf uns und fahren selbstbewusst nach Altlandsberg, obwohl wir wissen, dass es ein schweres Spiel werden wird.“ Der 32-Jährige kennt das MTV-Team. „Ich war öfters in Altlandsberg. Die Halle wird ausverkauft sein und die Zuschauer sitzen nah am Spielfeld und werden ihr Team lauthals anfeuern“, ist sich Lander sicher. Zudem haben die morgigen Gastgeberinnen mit Ann-Catrin Höbbel eine starke Torjägerin. Gegen Schwerin war sie mit acht Treffern beste Werferin ihres Teams. „Natürlich werden wir sie im Auge behalten“, kündigt Christian Lander an. Weiter meint er: „Wir haben von den letzten sieben Spielen gegen Altlandsberg vier gewonnen, zweimal trennten wir uns unentschieden und die einzige Niederlage resultiert aus dem letzten Punktspiel in Wismar.“ Die Mannschaft habe in dieser Woche gut trainiert. Allerdings so richtig freuen konnten sich die TSG-Frauen nach dem Sieg gegen Eintracht Hildesheim nicht. „Das Team ist enttäuscht, dass es am Ende so knapp ausging. Der Tore Abstand hätte viel größer sein müssen, blickten die Spielerinnen selbstkritisch während des Trainings zurück“, plaudert der TSG-Trainer aus dem Nähkästchen. Für das Spiel morgen hat er wiederum alle Handballerinnen an Deck. Außer Vivien Bartlau, die immer noch verletzt ist und voraussichtlich in diesem Monat am Kreuzband operiert wird.

Der MTV 1860 Altlandsberg konnte in der vergangenen Saison erst durch „Nachsitzen“ die 3. Liga halten. Als Zehnter musste das Team in der Relegation zweimal gegen den Vertreter der Staffel West, den SFN Vechta, antreten. In Altlandsberg gewannen die Brandenburgerinnen mit 34:21, in Vechta verloren sie 21:30. Am Ende hatte Altlandsberg mit 55:51 das bessere Torverhältnis. Doch mit dieser Mannschaft hat das nichts mehr zu tun. „Die haben sieben bis acht Neuzugänge und ebenso viele Abgänge“, erinnert Co-Trainerin Maryna Bratenkova. Sie hatte in ihrer aktiven Zeit als TSG-Torhüterin gegen Altlandsberg gespielt.

Peter Preuß

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