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Sport TSG gewinnt Duell der Hansestädte
Mecklenburg Mittleres Mecklenburg Sport TSG gewinnt Duell der Hansestädte
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16:19 21.01.2019
Mit 13 Treffern, davon sieben vom Siebenmeterpunkt, war Tom Koop bester Torschütze im TSG-Team. Quelle: Foto: Daniel Koch
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Wismar

Dreißig Minuten Anlaufzeit benötigten die Handballer der TSG Wismar im Duell der Hansestädte in der MV-Liga gegen die zweite Mannschaft des Stralsunder HV. Erst dann konnten sie die Partie an sich reißen und auch eine gewisse Lockerheit entwickeln. So konnten sie sich nach ausgeglichener erster Hälfte am Ende noch deutlich mit 31:20 durchsetzen und zum Tabellenführer Güstrower HV punktemäßig aufschließen.

Zu ungewohnter Heimspielzeit, am Sonntagnachmittag, zeigten sich die Zuschauerränge wieder mal sehr gut gefüllt. 250 Handballfans wollten sich den ersten Heimauftritt der TSG-Sieben im neuen Jahr nicht entgehen lassen. Allerdings mussten sie sich eine Zeit in Geduld üben, bis ihre Mannschaft befreit aufspielte. Dabei begann die Partie für die Gastgeber eigentlich nach Plan. Den ersten Stralsunder Treffer beantworteten sie gleich mit dem Ausgleich und setzten sich ein paar Minuten später auf 7:3 (11.) ab. In dieser Phase stand die Abwehr stabil und das schnelle Umschaltspiel war erfolgreich. Doch dann stellte die Wismarer Defensive ihre Bemühungen ein. Die Abstände zum Nebenmann waren viel zu groß. So boten sich den Stralsunder Spielern viele Räume, die sich mit erfolgreichen Abschlüssen dafür bedankten. Die aufkommende Unsicherheit im TSG-Team wirkte sich dann aber auch auf ihr Angriffsspiel aus. Zu wenig wurde der Ball gespielt, immer wieder rieben sich die Wismarer in Zweikämpfen auf. Die klare Linie ging verloren und der SHV konnte nicht nur ausgleichen, sondern ging selbst mit 9:8 (19.) in Führung. Mit einer Auszeit versuchte TSG-Trainer Sven Hünerbein seine Mannschaft, wieder in die Spur zu bringen. Doch so richtig wollte der Motor im TSG-Spiel nicht zünden. Im Gleichschritt ging es für beide Mannschaften in Richtung Pause, als Robert Köhler mit seinem Treffer zum 14:12 kurz vor der Halbzeit, einen kleinen Vorsprung für die Hausherren in die Kabine mitnehmen konnte. Da gab es dann einiges zu besprechen. Nicht zufrieden zeigten sich Wismars Verantwortliche mit der gezeigten Leistung. „Unser Auftritt vor der Pause war nicht das, was wir uns vorstellen. Es fehlte die Lockerheit und Freude in unserem Spiel, die Spieler konzentrierten sich nicht auf ihre Aufgaben. So war der Sieg auf jeden Fall in Gefahr gegen die geduldig agierenden Gäste“, zog Sven Hünerbein ein Fazit der ersten dreißig Minuten. Mit Beginn der zweiten Hälfte zeigten sich seine Spieler dann wie ausgewechselt. Vor allem die Defensive war nun sehr beweglich. Dem SHV wurden nicht mehr so viele klare Abschlüsse ermöglicht. Die Körpersprache war nun eine ganz andere. Die Stimmung schwappte von den Rängen auf die Spieler und diese gaben sie zurück. Auf einmal lief es im Spiel der Gastgeber – 20:13 (38.) für die TSG. Stralsund wollte mit einer Auszeit den Lauf unterbrechen. Doch nun war das Feuer im Spiel der Gastgeber entfacht. Besonders Tom Koop zeigte sich in dieser Phase sicher im Abschluss. Auf 25:13 (46.) setzte sich das Wismarer Team ab. Eine Vorentscheidung war damit gefallen. Nun bekamen alle Spieler von der Bank noch ihre Einsatzchancen. Dadurch stockte der Spielfluss anfangs ein wenig, aber mit jeder Minute spielten sich die Jungs frei. Dabei auch Florian Maske, der nach langer Verletztungspause seinen ersten Einsatz nach fast einem Jahr hatte. „Es war ein tolles Gefühl, wieder aktiv der Mannschaft helfen zu können“, freute er sich nach der Partie. Beide Mannschaften erspielten sich in den letzten Minuten weiter ihre Möglichkeiten – der Abstand blieb dabei stabil. Erneut war es dann Robert Köhler, der mit dem Schlusspfiff das letzte Tor zum 31:20 für sein Team erzielte. Damit hatte die TSG-Sieben, dank einer Steigerung nach der Pause, dieses Spiel noch deutlich gewinnen können. Zusammen mit den Zuschauern feierte das TSG-Team den Sieg und damit die zwei Punkte in der Tabelle. „Die erste Halbzeit hat uns gezeigt, dass kein Spiel gewonnen wird, wenn wir uns nicht zu 100 Prozent auf unsere Aufgaben fokussieren. Vielleicht noch mal ein Schuss vor dem Bug zur rechten Zeit. Mit der zweiten Hälfte können wir dann aber zufrieden sein, Luft nach oben gibt es ja immer.“ sagte Tom Koop mit einem Augenzwinkern nach dem Spiel.

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Mit 25:1 Punkten schloss die TSG Wismar in der Tabelle damit zum punktgleichen Güstrower HV auf. Und am Sonnabend kommt es dann zum direkten Duell beider Mannschaften. Um 17 Uhr muss die TSG in der Barlachstadt antreten und hofft dabei, dass viele Wismarer Fans den Weg dorthin finden werden.

TSG Wismar: Link, Robitt; Dettmann 1, Meiser 2, Schrimpf 3, Seidel, Lübkemann, Köhler 4, Lürbke 1, Hünerbein 7, Maske, Langpap, Koop 13/7

Sven Meyer