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Sport TSG siegt und ist im Super-Cup-Finale
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11:14 03.03.2019
Steffi Laas (am Ball) war mit sieben Treffern beste Werferin im TSG-Team. Quelle: Foto: Dietmar Albrecht
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Schwerin

Damit haben die wenigsten Wismarer Handballfans gerechnet: Die TSG-Damen haben im Qualifikationsspiel um den Super-Cup von Mecklenburg-Vorpommern beim Ligakonkurrenten SV Grün-Weiß Schwerin vor 240 Zuschauern mit 30:23 gewonnen und revanchierten sich für die am 18. November 2018 in der Landeshauptstadt erlittene 15:18-Niederlage im Drittliga-Duell. Nach dieser Pleite musste damals Trainer Christoph Nisius seine Sachen packen. Für ihn rückte der erst zu Beginn der neuen Saison eingestellte neue sportliche Leiter Christian Lander (32) als Interimstrainer nach. Inzwischen hat der TSG-Vorstand Lander die vollständige Verantwortung für das Drittliga-Team bis zum Saisonende übertragen. Mit dem 32-jährigen Übungsleiter konnten die TSG-Frauen bisher wechselvolle Ergebnisse erzielen. Der 30:23-Sieg gegen die Landeshauptstädterinnen gehört zweifelsohne zu den positiven Überraschungen, zumal die Wismarerinnen im letzten Punktspiel im Abstiegskampf beim TSV Wattenbek eine derbe 24:43-Klatsche einstecken mussten. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir mal wieder 30 Tore geworfen und nur 23 kassiert haben. Das hatten wir in dieser Saison bisher selten“, freute sich Lander. „Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt und viel gewechselt. Jede Spielerin hat ihre Einsatzchance bekommen. Das hat mich auch gefreut“, sagte er weiter. Mit Blick auf das letzte Drittliga-Heimspiel am 6. April, das sein Team wieder gegen Grün-Weiß Schwerin bestreiten muss, habe die Mannschaft viel Selbstvertrauen getankt. „Ich freue mich für die Mädchen, dass sie es nicht verlernt haben, Tore zu werfen. Das macht Mut für das nächste Spiel beim SV Henstedt-Ulzburg am kommenden Sonnabend“, meint der 32-Jährige.

Während die Hansestädterinnen mit den etwa 50 mitgereisten Fans nach Spielende feierten, saß der Schweriner Trainer Steffen Franke eine ganze Weile wie versteinert auf der Auswechslungsbank in der Sporthalle an der Reiferbahn. Er schaute auf das Parkett und schüttelte den Kopf. „Natürlich bin ich enttäuscht. Wir haben uns den Ausgang schon anders ausgemalt und durch unsere vielen Fehler, gerade in der Anfangsphase, dafür gesorgt, dass sich Wismar ein komfortables Polster verschaffen konnte. Von dem hat die Mannschaft dann auch bis zum Schluss gezerrt“, war Franke total angefressen.

Die Gastgeberinnen begannen sehr nervös und machten gleich in der Anfangsphase des Spiels viele technische Fehler oder scheiterten in aussichtsreichen Positionen an Torhüterin Justine Spierling. Die Mannschaftskapitänin parierte in der ersten Hälfte zehn Bälle. Selbst Lisa Slomka, die mit neun Toren beste Werferin bei den Schwerinerinnen war, konnte am Ende das Ruder auch nicht mehr herumreißen. Die Gäste aus der Hansestadt lagen gleich durch Tore von Steffi Laas und Vivien Millrath mit 2:0 in Front. Diese Führung bauten sie im Laufe des Spiels Tor um Tor aus. Zeitweilig betrug der Vorsprung sogar neun Treffer. Bereits zur Halbzeit führten die Wismarerinnen mit 14:10. Wer nun gedacht hatte, dass die Schützlinge von Trainer Steffen Franke nach der Pause noch einmal Dampf machen würden, sah sich getäuscht. Die TSG-Damen ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Christian Lander hatte in der zweiten Halbzeit Tina Schultz ins Tor gestellt. Auch sie gab mit fünf gehaltenen Bällen der TSG-Abwehr den nötigen Rückhalt. Lediglich zwischen der 45. und 49. Minute zeigten die Wismarerinnen eine kurze Schwäche. Da gelangen den Gastgeberinnen drei Tore in Folge. Doch danach drehte das TSG-Team wieder auf und beendete die Partie mit 30:23.

Nach dem Spiel rieben sich einige Wismarer Fans die Augen und fragten sich, wie diese Leistungssteigerung gegenüber dem Drittliga-Spiel möglich sein kann. „Das Spiel von damals kann man mit dem heutigen nicht vergleichen. Da waren ganz andere Bedingungen. Wir hatten unseren Tiefpunkt erreicht. Heute sind wir auch in die Lücken gesprungen, dort, wo es auch mal weh tut. 30 Tore waren unser Ziel und das haben wir erreicht“, strahlte Christin Wolter über das ganze Gesicht. Sie selbst steuerte mit fünf Treffern zum Erfolg bei.

Nun müssen sich die TSG-Frauen noch ein wenig gedulden. Denn am 7. April wird beim Final-Four der Gegner für das Endspiel um den Super-Cup von Mecklenburg-Vorpommern ermittelt. Der Sieger aus dieser Partie darf dann in der ersten Runde im DHB-Pokal starten.

Peter Preuß

An diesem Sonnabend ist es wieder so weit. Die Anhänger des Wismarer Handballsports können sich auf den nächsten Auftritt der TSG-Männer in heimischen Gefilden freuen.

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