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Sport Traktor-Boxer verlieren Revanche gegen deutschen Meister
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12:55 23.12.2018
Eine spektakuläre Ringschlacht lieferten sich im Schwergewicht ( - 91 kg) der Schweriner Robert Marton (r.) und Eugen Waigl. Der Traktor-Boxer gewann den Fight nach Punkten (4:0). Quelle: Foto: Peter Preuss
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Schwerin

Eine fröhliche Bescherung zu Weihnachten wollten die Boxer des BC Traktor Schwerin im letzten Heimkampf in der 1. Bundesliga dem Publikum und sich selbst bieten. Doch daraus wurde nichts. Das Team unterlag gegen den amtierenden deutschen Mannschaftsmeister BSK Hannover Seelze vor 900 Zuschauern in der Palmberg-Arena am Ende verdient mit 10:11-Punkten. Damit gelang den Faustkämpfern aus Niedersachsen die Revanche für den Hinkampf. Da trennten sich beide Staffeln 10:10-unentschieden, obwohl die Hannoveraner einen Sieg mehr verbuchen konnten. Das Endergebnis (11:10) wurde erst nach einem Protest der Schweriner am grünen Tisch vom Ligaausschuss auf 10:10 korrigiert. Weltergewichtler Magomed Schachidov war im Kampf gegen Nick Bier an den Händen doppelt bandagiert. „Ich bin nicht damit einverstanden, dass das Ergebnis so geändert wurde. Alle wurden informiert. Wir haben alles richtig gemacht. Unser Boxer wurde nach den AIBA-Regeln getapt. Das ist nicht verboten“, ist BSK-Trainer Arthur Mattheis immer noch angefressen. „Heute haben wir gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft sind“, freute er sich. Für das Schweriner Publikum hatte Mattheis aber auch noch ein Lob übrig. „In Schwerin zu Boxen, ist immer der Hammer. Wir sind sehr gerne hier. Die Zuschauer sind einfach top“, fügte Mattheis noch hinzu.

Schon zum Auftakt des ersten Kampfes deutete sich an, dass für die Schweriner diesmal die Trauben sehr hoch hängen werden. Publikumsliebling Arslan Khataev war im Federgewicht (57 kg) diesmal eine glatte Enttäuschung. Der fünffache finnische Meister und Vizeeuropameister der U 19 hatte gegen den zweifachen deutschen Meister und Chemiepokalsieger Sharafa Ramon keine Siegchance. Kathaev fand überhaupt keine Einstellung, drehte sich vor allem im Schlussgang immer weg und erhielt dafür vom Ringrichter eine Verwarnung. Das 3:0-Urteil für den Gast aus Hannover-Seelze quittierten die Zuschauer jedoch mit Pfiffen.

Auch der zweite Kampf ging für die Gastgeber verloren. Allerdings fiel das Urteil knapp aus. Deniel Krotter unterlag im Halbwelter (63 kg) Tymur Beliak mit 2:3.

Den ersten Sieg für den BC Traktor konnte dann im Welter (69 kg) Yaroslav Samofalov verbuchen. Gegen Mher Ohanisian gewann er klar nach Punkten (5:0).

Aber dann drehte sich wieder das Blatt. Sowohl Artur Ohanyan verlor im Mittelgewicht (75 kg) seinen Kampf gegen Andrej Merzlakov (0:4) als auch Brian Hellwig im Halbschwer (81 kg) gegen Ibragim Bazuev (0:5) jeweils nach Punkten. Nach diesen beiden Fights standen die Gäste aus Niedersachsen bereits als Sieger des Punktkampfes fest. Doch die beiden letzten Kämpfe entschädigten die Zuschauer am Ring für ihr Kommen. Eine wahre Ringschlacht lieferten sich im Schwer (91 kg) der Schweriner Robert Marton gegen den deutschen Meister von 2017 Eugen Waigl. In der ersten Runde bestimmte der BSK-Boxer das Geschehen im Ring. Er hatte immer eine Hand mehr drin. Auch nach dem ersten Pausengong machte Waigl Druck. Beide fighten mit offenem Visier. Eine rechter Haken traf den Schweriner am Kopf. Er wurde danach vom Ringrichter angezählt. In der dritten Runde setzte Marton alles auf eine Karte, ging keinen Schritt zurück und deckte den deutschen Meister mit harten Schlägen zum Kopf und Körper ein. Dabei öffnete sich bei Waigl die rechte Augenbraue. Der Ringrichter schickte den BSK-Boxer in die Ecke. der Kampf wurde ausgewertet. Auf den Punktzetteln lag der Traktor-Boxer klar mit 4:0 vor.

Im letzten Kampf des Abends machte im Superschwer (+ 91 kg) der erste 19-jährige Nelvie Tiafack richtig Dampf. Oleksandr Babych (BSK) hatte nach der ersten Runde nicht damit gerechnet, dass er diesen Fight verlieren würde. Der Schweriner war sehr schnell auf den Beinen und punktete fleißig mit seinen linken und rechten Kopfhaken. In der zweiten Runde musste Babych sogar vom Ringrichter angezählt werden. Das 5:0-Punkturteil für Tiafack war nur noch eine Formsache.

„Wir haben leider heute verloren“, bedauerte Trainer Michael Timm, der zusammen mit Andy Schiemann die Schweriner Staffel betreute. Sebastian Zbik als verantwortlicher Coach hatte sich vor dem Mannschaftskampf mit einer Videobotschaft in den Urlaub nach Kuba verabschiedet. „Es waren paar knappe Urteile dabei, aber die gingen alle in Ordnung“, sagte Timm.

Peter Preuß

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